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 PfWB Medem-land (Bd. 4, Sp. 1263)   BMZ MEDEME (Bd. 2, Sp. 91a)   PfWB Medem (Bd. 4, Sp. 1263) 
  Medem-land n.: 'aus Waldrodung entstandenes, gegen Abgabe überlassenes Land'; a. 1773: Medemland [Heeger in: PfMus. 21/1904 60 (KL-Ottbg)];

[Bd. 4, Sp. 1264]
vgl. PfWB Medem 2 a, PfWB Medumsfeld.

 

 Lexer MEDEME in Lychtinscheit decimam et jus, quod dicitur medeme, infra Scheidesteine et Isenbach, vom jahr 1334, bei Haltaus 1334. vnd wanehe er gesehet, schnidt vnd binden soll, so soll er den schultheisen zu W. zu huis vnd hoff suchen, vnd soll ime sagen, das er komme, vnd wart von wegen meines gn. h. v. Tr. medems; vnd ist es dan sach, das der schultheis kompt, wol vnd gut, so gibt man ime die VII t garbe. Gr. w. 3,772. vgl. medumsgut Scherz 1017, was erklärt wird als: pensatio annua frumentaria; noch jetzt soll in Hessen moeddum vorkommen. Scherz s. v. medem 1016 hält hiezu das mlt. medena agrorum, vgl. du Cange: telonium censuales, tributum atque medenam agrorum cum fiscalibus omnibus. die richtigkeit dieser zusammenstellung wird bestätigt durch die urkunde vom jahre 1083, die Graff 2,708 anführt: est autem medena septena de agris, tributum vero etc. Graff vergleicht das goth. maiþms gr. δῶρον. vgl. MEIDEM.

 

  Medem, Medumm.:
1. 'Abgabe der Herdenbesitzer für Eckernweide', Medum [Rockhs]. —
2.
a. 'einmalige Abgabe für gerade urbar gemachtes Waldland', a. 1720: Medum [Kirchhbol (PfId. 93)]. —
b. 'Zinsabgabe für Landnutzung'. a. 1435: so möchte die gemeind greiffen an meddem und an zehnden und was sie hätten in dem gericht liegen [PfWeist. 178 (KB-Boland)]. a. 1442: 1 malter zins und medheim korns zu Husen [ZweibrLuRb. 69]. a. 1499: davon gibt der bawrman von einem morgen ein virnzel der erbauwten frucht, wird genant medhumb [Grimm Weist. V 666 (RO-Katzb)]. um 1521: medumb, medum, medium [PfId. 93]. a. 1567: Welcher ein rott macht in der Waldmarkung, derselbe ist Otterburg den Zehenden und Medumb wie von Alters hero zu geben schuldig [MHVPf. Bd. IX 239 (Weistum der Waldgemark KL-Ottbg)]. — Zu mhd. mêdeme m. 'eine auf Grundstücken haftende Abgabe' ( Lexer Lexer I 2068). Die weitere Etymologie ist umstritten, vgl. DWB DWb. VI 1838, HRG III 425/26, Heeger in: PfMus. 21/1904 1-2. — RhWB Rhein. V 1025; Hess.-Nass. II 299.