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| PfWB Maus (Bd. 4, Sp. 1246) | PfWB Brand (Bd. 1, Sp. 1152) | |||||||||||||||
I. 1. wie schd., Maus, Pl. Mais [verbr. (außer lothr. SWPf), Christmann Kaulb 20, 23 Mang 125, 127 Müller Dietschw 50 Schneckenburger 29 Otterstetter 63 Bertram § 130 Heeger Tiere I 25, Lambert Penns 103, 104 Krämer Gal 147, verbr. Don Buch Rußl], Pl. Mäus [LA-Mörzh, vereinzelt mittl. u. südl. VPf], Dim. Maisel, Mäusel [verbr. VPf O-PS], Mais'che (maisχə), Maisje (maisjə) [verbr. WPf NPf, Christmann Kaulb 75], Dim. Maisi, Mäusi [nördl. NPf, Eckert in: NPfGV 2/1926 Christmann ebd. 3/1926 19 ff.]; Muß (mus), Pl. Mies (mīs) [lothr. SWPf PfId. 98 Glass 64, 67], Dim. Mißche [lothr. SWPf (Keiper Nachl.)], Mißje [IB-Ensh (Glass II 40)]; Zs.: PfWB Feld-, PfWB Haus-, PfWB Hechel-, PfWB Kirchen-, PfWB Spitz-, PfWB Spring-, PfWB Wuhl-, Wühlmaus. Do is' so still, daß mer e M. lääfe heert [Heeger Tiere I 26]. Die vermehren sich wie Mais, von einer kinderreichen Familie [ PS-Erfw]. 's is em so wohl wie ere M. im Mehldippche [ KU-Schmittw/O]. Der hot abg'fressene Hoor, daß mer määnt, d' Mais sin drin gewäßt, von einem verpfuschten Haarschnitt [ GH-Kand]. Scherzh. Ermunterung, um einen Langschläfer aus dem Bett zu bringen: Däschde ufstehe, dann däschde die weiße Mais sihe [ FR-Albsh]. [Bd. 4, Sp. 1247] Die Mutter zum Kind, wenn sie einen Gegenstand, der nicht in Kindeshände gehört, versteckt: 's Mais'che hot's geholt, 's Mais'che bringt wirre annere [ ZW-Bechhf]. Zuruf an Hunde, zu suchen: Such 's Maisel! [ GH-Max'au]. RA.: Mann un M. 'alles' [KU-Schmittw/O, verbr.]. Er hat im Aau die M., wenn das untere Augenlid zuckt [ KU-Herschw/Petth]; vgl. Bed. II2. Wer die Hände in der Tasche hat, dem fresse die Mais die Näel ab [ KB-Kriegsf]. Er speelt mit em wie die Katz mit de M. 'Er hat ihn vollständig in seiner Gewalt' [Brandstätter in: PfMus. 1926]. Mach mer kän Mais! 'Belüge mich nicht!' [NPf, Klein Prov. 5]. Er hat Mäus gegen mich 'Er ist mir nicht gewogen' [Klein Prov. 5]. Des is jo de Mais gepiffe 'viel zu wenig, nutzlos' [Krieger 36, mancherorts, PfId. 182 Schandein Sprachsch. 41 PfMus. 1926 178, Don-Schowe]. Der sucht e weißi M. 'Er müht sich vergeblich ab' [ LU-Oggh]. Er sieht weiße Mais 'Er ist verrückt' [ NW-Frankeck, KB-Kerzh]; Syn. s. PfWB verrücken 2 a. Den Dummen foppt man, indem man ihn weiße Mais hole läßt [ FR-N'lein]. Do fingt kan Katz kan M. mihn, von einem zerrissenen, durchlöcherten Kleidungsstück oder Sack [ KU-Kaulb]; Var.: Do fangen hunnert Katze kä M. dren [KU-Bedb PS-O'simt, verbr. Gal, Rußl-Katht Sulz], auch von großer Armut [ LA-Nußd]. Bei dem laafen die Mais im Kicheschank erum un hän Träne in de Auwe, dass. [Kaislt]. Bei dem kann sich e M. e Plorer ('Blase', s. PfWB Blater 1) lääfe, bes se eppes se na'e findt, dass. [ KU-Schmittw/O]. Ein Mädchen, das in anderen Umständen ist, hot Mais g'fange [ PS-Hintwdth]. Do beißt kä M. kä (en) Fade ab 'Daran ist nichts zu ändern' [Land, verbr., auch Gal]. Do es M. wie Mure 'Da ist eins wie das andere' [ KU-Ulm WD-Bub], wie Muder, dass. [Kus]. Er dut Mais in die Lecher setze 'unnötige Arbeit verrichten' [BZ-Dernb Hebel 109]. Er fängt fer anner Leit Mais un loßt sei Radde lääfe 'Er befleißigt sich für andere und vernachlässigt seine eigenen Belange' [ KU-Schmittw/O]. Scherzh. Verwünschung, Drohung unartigen Kindern: Dich soll 's Mais'che beiße! [ZW-Battw, verbr., auch Don Gal Buch, Hebel 34 Feierowend 31/1955 7]. Daß dich des Maisel beißt! [Lambert Penns 104]. SprW.: Mit Speck fangt mer Mais [NW-Kallstdt, verbr, auch Penns Don Gal Buch Rußl]; mit dem Zusatz: mit Rede die Leit [ Don-Tscherwk]. Wann die M. satt is (Wann die Mais satt sin), schmeckt 's Mehl bidder [Zweibr, verbr., auch Penns Don Gal Buch Rußl]; Var.: schmeckt 's Korn bidder [LA-Impfl]. Wann die Katz fort is, danzen die Mais uf'm Disch rum (uf Disch un Bänk erum) [KL-Weltb, verbr., auch Don Gal Buch Rußl, PfMus. 1926 176 Hebel 48]. E Bu wie e Maus packt e Mädel wie e Haus [ Don-Gottlob]; Var. s. PfWB Laus 1 a. Ach de beschde [Bd. 4, Sp. 1248] Katz geht manchmol e M. dorch [ BZ-Dierb]. In der Not freßt der Deiwel Schnoge un der Fuchs Mais [ Gal-Bagbg]. Wann die Katze zackere solle, do spannt mer Mais vor [Schandein Notizen]. 's is noch kee M. unner'm Haaihaufe verstrumpt (s. PfWB verstrumpfen) [verbr. Gal]. Mäus machen Mäus 'Die angeborene Art, Sitten und Bräuche vererben sich' [Heeger Tiere I 25]. WR.: Scherre die Mais sich dief in, werd's e harder Winder sin [ ZW-Hornb, NW-Frankeck]. Volksgl.: Weiße Mais sehne im Traum, bedeutet Tod [ LU-Böhl BZ-Dernb], bedeutet Unglück [ RO-Obd]. Wann e weiß M. em Haus es, muß emmand sterwe [ WD-Niedkch]. So as en Kind net so härt zahnt, hänk en Maisel an en Bändel bis es dot is, no binn em Kind seller Bändel um der Hals un loß en därt, bis es en verliert [Fogel Beliefs Penns Nr. 1644]. Wammer 's Brauchbuch ins Eck stellt, treibt's all die Mais aus [ebd. Nr. 2058]. Wammer e Gescherr met Wasser unner die Better stellt, dun se die Mais net vebeiße [ KU-Schmittw/O]. Einen herausgefallenen Milchzahn, einen gezogenen Zahn wirft man unter das Bett und spricht: Mais'che, da hoscht des alt Zihnche, geb mer e neies defor [ KU-Krottb]. Da, Maisel, hoscht e Bäänel, gebscht mer wirrer e Zähnel [ BZ-Mühlhf, FR-Lambsh]. Da Mäusel, ich gebb der e beinernes, gebb mer e eisernes! [Frankth, mancherorts, Gal-Dornf, ähnlich: Schandein Bav. IV,2 404]; Var.: Da, M., hoscht en steinerne, gebb mer en beinerne [ BZ-Dernb], hoschde e alde, gebb mer e neie! [RO-Sippf, mancherorts]. KR.: Da sitzt e M., / Baut e Haus. / Kommt e Mickche, / Baut e Brickche. / Kommt e Floh, / Der macht so [Pirmas]. Kinderpredigt: Hier steh ich uf de Kanzel / un prerich wie e Amsel. / Do kummt die M. un lacht mich aus, / do esch mei ganzi Prerich aus [ LA-Nd'hochstdt]; Var. s. PfWB Kanzel 1, PfWB Kuh 1 a, PfWB predigen 1. AR.: Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, / wo ist unsre Katz geblieben? / Sauft die Milch und fangt die M. / hopsa Lissel, du bisch drauß [Bergz (Kamm 45)]. Guck emol naus, do aus sitzt die M., du bischt drauß [ ZW-Bottb]. Weitere VR. u. AR. s. PfWB auskehren1 1, PfWB Pappendeckel 1, PfWB Peter 2, PfWB Bettelleute, PfWB Brand 2 b, bumbei(j)a, daheim II 5 a, PfWB Ente, PfWB fangen 1 a, PfWB Feuer 1 a, PfWB Fuchs 1, PfWB hei2 3. Spiel mit kleinen Kindern: 's Maisel geht die Stääg enuf, do kloppt's an, geht's e bissel weider enuf, do zoppelt's an. Dabei schreitet man mit zwei Fingern zunächst bis zum Ellenbogen, wo geklopft wird, dann bis zum Ohr, wo gezupft wird [ NW-Frankeck]. — 2. andere Tierarten in den Zs.: PfWB Blinder- 1, PfWB Fläcker- 1 u. 2, PfWB Flättcher-, PfWB Fleder-, PfWB Frucht-, Grikkel-, PfWB Grick(e)-, PfWB Gricker-, PfWB Gricksel-, Gricks(e)-, PfWB Grillen-, PfWB Hafer-, PfWB Hasel-, Heim-, PfWB Heimel- 1, PfWB Heimer-, PfWB Keller-, [Bd. 4, Sp. 1249] PfWB Korn-, PfWB Leier-, PfWB Ohr-, PfWB Ratt-, PfWB Schar-, Scher-, PfWB Speck-, PfWB Stock-, Wühlmaus. — II. übertr. 1. persönl. a. α. Kosewort für kleine Kinder, bes. für kleine Mädchen, selten für die Frau oder Geliebte, (mein) Maus, Mais'che, Maisje, Maisel [verbr., Schandein Ged. 243]; e lieb (e klää) M. [ KU-Schmittw/O BZ-Dernb]. Du bisch mei Maisje [ KL-H'spey]. VR.: Kumm in moi Haisel, dann bisch moi Maisel [Bergz (Kamm 45)]. — β. Name für die Kuh, Maus, Maisel, Mais'che; Lockruf: M., kamm!; Kamm, M.! [mancherorts]. Name für den Hund, Maisel [ PS-Busbg LU-Alsh GH-Minf], für die Katze [ NW-Frankeck]. — b. α. Pl. weiße Mais 'Polizisten' (weil sie eine weiße Dienstmütze und weiße Handschuhe trugen) [Kaislt, mancherorts]. — β. 'Mensch mit spitzförmigem Kopf', Maus [ LU-Altr]; Zs.: PfWB Spitzmaus. — γ. 'flatterhafter Mensch' [ FR-Albsh]; Zs.: PfWB Fläckermaus 3. — δ. vgl. die Zs.: PfWB Blinzel-, PfWB Heimel- 2, PfWB Spitz-, PfWB Stadt-, PfWB Wassermaus. — 2. sachl. a. Pl. 'Lendenstücke vom Schwein', Maisjer [ KU-Brück]. — b. α. 'empfindliche Stelle am Ellbogen, auch die Empfindung beim Anstoßen dieser Stelle', Mais'che, Maisel [ ZW-Battw PS-Geisbg KL-Kottw/Schwand Morlt LU-Altr Opp BZ-Klingmst Lug Schwanh W'rohrb]; Syn. s. PfWB Judenknochen; 's Maisel vorlaafe losse [ LU-Altr]. — β. 'Handballen, Erhöhung der Handfläche zwischen Daumen und Handwurzel', Maus [RO-Feilbg (PfId. 92)], dass., auch am Handschuh [ LU-Friesh]; Zs.: PfWB Gelenkmaus. — γ. 'Muskel des Oberarms', Pl. Mäus [ GH-Hördt]; vgl. PfWB Muskel. — δ. 'nervöses Zucken des Augenlides, des Gesichtes'; Zs.: PfWB Blinzelmaus. Der hot 's Maisel [ BZ-Dernb, KU-Obw/Tiefb]. — c. Spielbez. α. ein Tischspiel mit Bohnen, Kessel, Maisel, Mohrle [Frankth NW-Kallstdt (Wilde 30)]; Spielregeln s. PfWB Kessel 1 a δ; vgl. PfWB Bohnenkönig. — β. ein Spiel mit einer halbierten Bohne, Kessel, Middel, Maus [ BZ-Dernb]. — γ. Kätzche, fang 's Mais'che, ein Spiel der Mädchen [ KL-Reichb]. — δ. Katz un M., ein Turnspiel [ NW-Frankeck]. — ε. Spiel mit den Fäusten: 3-4 Kinder türmen ihre Fäuste abwechselnd übereinander, wobei beim Aufsetzen einer Faust eine der folgenden Verszeilen gesprochen wurde: Wo is die Maus? Im alde Haus. Wo is ds Haus? Abgebrennt. Mit was gelescht? Mit Wasser. Wo is ds Wasser? Dr Ochs hot's gesoff. Wo is dr Ochs? Im grine Wald. Wo is dr Wald? Abgehackt. Mit was? Mit dr Ax. Wo is die Ax? In dr Schmidd. Was saat dr Schmidd? Schlaa druf, schlaa druf! Beim Sprechen der letzten Zeile schlugen sie sich zum Scherz mit den Fäusten [ Gal-Sap, ähnlich: Gal-Brig]. — ζ. Zs.: PfWB Blindermaus 2. — d. 'mit dem Spiegel an die Wand reflektiertes Sonnenlicht', Maisje [Kaislt], Mißje [IB-Ensh (Glass II 40)], blinn Mäus'che [Heeger Tiere I 25]; Zs.: PfWB Blindermaus [Bd. 4, Sp. 1250] 3. RA.: Mach mer kä blinne Mäusche vor! 'Täusche mich nicht!' [ebd.]. — e. Pl. 'sonderbare Ansichten, Grillen'. Geh mer eweg met dem seine Mais! [ KU-Schmittw/O]. — f. eine Pflugart, Zs.: PfWB Fläckermaus 4. — Südhess. IV 589 ff.; RhWB Rhein. V 992 ff.; LothWB Lothr. 357, 374/75; ElsWB Els. I 723.
| 1. 'Brennmaterial', Brand (brand, brḁnd, s. F.) [allg.]. Hän ehr schun Brand far de Winder? [KU-Kaulb, verbr.]. Zs. PfWB Winterbrand. Syn.: PfWB Brenndings, -sache, PfWB Brennsel, PfWB Brennzeug. — 2. a. 'Brandstiftung' in der Wend. uf Mord un Brand, z. B. in Die hän getrunke uf Mord un Brand [ LA-Gommh, RO-Dielkch PS-Erfw]. — b. 'Brennen, Feuersbrunst'. 's riecht noh Brand [allg.]. 's war e Brand ausgebroche [ LA-Gommh, allg.]. RA.: Dem geht's as wie beim Brand im Hutzelwald, weil die Feuerwehr statt der Spritze den Leichenwagen mitgenommen hatte; also: 'Der hat die Sache recht verkehrt gemacht' [ LU-Neuhf]. KR (als Zwiegespräch): Mische, Masche, Maus. Wo es die Maus? Im alte Haus. Wo es 's alt Haus? 's es abgebrennt. Wo es der Brand? In der Bach. Wo es die Bach. Der Ochs hat se ausgesoff. Wo es der Ochs? Im wilde Wald. Do blos ich dich. Do wehr ich mich. Zum Schluß blasen die beiden Kinder einander mit aller Kraft ins Gesicht, bis sich eines geschlagen gibt [ KU-Kaulb]. a. 1339: vnd sal dar an nit hindern her, hagel, brant, missewass ... dekeinerley vnglucke [OttbgUrkb. 404]. Zs. PfWB Ein-, PfWB Oster-, PfWB Sonnenbrand. — 3. 'gute Brenneigenschaft des Tabaks'. Unser Duwak hot e gurer Brand [ GH-Kuhdt]. — 4. 'Ort, wo einst ein Wald zur Urbarmachung niedergebrannt wurde', heute zumeist wieder von Wald bestanden, FlN: Uf'm Brand [ KB-Rams], Brand [ NW-Lambr Wachh KL-Trippstdt]. a. 1306: die welde, die do heizent Waltmarke vnde Brant [OttbgUrkb. 111, 141], a. 1800: und den Nationalwald, den Brandt genannt [Markungsbeschreibung im StArch. von KL-Ottbg]. — 5. 'ein auf einmal gebranntes Quantum von Ziegeln'. a. 1428: Das Amt und der Rath daher bestimmt, daß keiner der drei Ziegler mehr als 10 Brände des Jahres thun darf [Dochnahl 67]. — 6. Bezeichnung für Krankheiten. a. Er hot de Brand in (an) de Wund [ LA-Wollmh, allg.]. Er hat de kalt Brand eninkriet, dass. [ KU-Bedb PS-Geisbg]. Volksmed.: So as en Wund ken Brand kriegt, kocht mer Lette (s. PfWB Letten) in Essich un dut's druf [Fogel Beliefs Penns Nr. 1596]. Treibt sich der Leib bei fieberhaftem Zustand auf, so heißt es: Der Brand setzt an, geht nach mehrtägiger Verstopfung Stuhlgang ab, so sagt man, ein Brand geht ab oder der Stuhl ist ganz [Bd. 1, Sp. 1153] verbrannt [Heeger Vhk. 33 Pauli Volksheilmittel 6]. Zs. PfWB Nacht-, PfWB Wundbrand. — b. = PfWB Milzbrand beim Vieh. — c. 'Pilzkrankheiten an Pflanzen'. α. 'Getreidebrandpilz (Ustilago carbo)' [allg.]. — β. 'Mutterkorn (Claviceps purpurea)' [allg. (Wilde 192)]. — γ. 'von Kleeseide befallene ringförmige Stellen im Acker' [ FR-Roxh]. — d. 'Blattschaden an den Reben', vielfach von Sonnenbrand herrührend. Die Rewe hän de Brand [ LA-Mart]. — e. 'brennender Durst'. Hun ich e Brand! [ KU-Schmittw/O]; vgl. Wolf Nr. 647. Do kimmt mein Alder mit de Keez un hat e Brand — e steife [Müller Butterbärwel 5]. — 7. 'starker Rausch'. Er hot e Brand [FR-Kirchh, verbr. bes. WPf u. nördl. VPf], hat sei B. [ ZW-Bechhf], hat e B. wie e Haus [ LU-Opp], hat e Brändche [ ZW-Battw]. Hoorbeidl, Schwips un Schpitz, du bischt 'm Pälzer wuhl bekannt, un Schtiwwel, Schtiewer, Schpritzer, Kischt un Aff' un Schtorm un Brand; doch mit b'sunnerer Lieb schpricht er gärn vume Hieb [Rohr 96]. Syn. s. PfWB betrinken. — 8. e Brändche mache 'ein Schläfchen machen' [ KU-A'glan Aschb Bosb]. — 9. 'etwas Schlimmes' in der RA.: Eich dun der e Brand an [ KU-Herchw]. — F.: vorn. brḁnd, seltener brand; letztere F. vorw. im westl. Grenzgebiet, jedoch ohne Südwestecke. — Südhess. I 1064/65; RhWB Rhein. I 905 ff; LothWB Lothr. 60; ElsWB Els. II 192; Bad. I 305/06.
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