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 PfWB Mark (Bd. 4, Sp. 1187)   PfWB Gold-mark (Bd. 3, Sp. 380)   RhWB Mark II (Bd. 5, Sp. 876) 
   Mark3 f., m.:
1. 'Münze, Geldstück von bestimmtem Wert; Zahlungseinheit (neben PfWB Pfennig, PfWB Taler)', Mark (marg) [verbr., Mang 146], Marrik (mḁrig) [PS-Gersb NW-Freinsh Christmann Kaulb 5/6], Maak [ KU-Adb], Mack [Land], Maik [ GH-Schwegh], Mork [ RO-Gerb PS-Erfw Th'eischw LA-Edh], Moark [ RO-Als]; Pl. Mark, Marke; zum Gen. s. F.; vgl. PfWB Emmchen; Zs.: PfWB Papier-, PfWB Goldmark; Altriper M. '25-Pfennig-Münze' [Lu'haf]. Der hot mich um mehn as dausend M. gebrung [ KB-Rams]. Weil mer verwandt sein, macht's nor ee Märkelche [NPf (aus: Pfälzer Art und Sinn 12. 11. 1933)]. RA.: Der macht de Penning zor M. 'wird durch Sparsamkeit reich' [ KB-Rüssing]. Des koscht Marke, mei Liewer! 'Das hat seinen Preis!' [ ZW-Battw]. Der un die M. esch hunnert Penning, von einem Taugenichts [ BZ-Dernb]. Wann ich dich seh un mein Bargeld, fehle mer noch hunnert Penning an 're (zu 're, bis zu 're) M., dass., auch scherzh. [Kaislt, KU-Lauteck PS-W'fischb]. Verhüllender Götzgruß: Du kannscht mer e M. schenke (Lautähnlichkeit mit: am Arsch lecke) [ NW-Kallstdt]. Ufgemacht, noigeblose, zugemacht, drei M., vom Uhrmacherlohn, der in keinem Verhältnis zur Leistung steht [ NW-Freinsh]. SprW. s. PfWB Pfennig 1. a. 1341: daz wir of der selben hovestat ein hus sullen buwen vnd sullen verbuwen achtehalp vnde zwenzig mark pennige [OttbgUrkb. 419]. —
2. 'Gewichtseinheit für Edelmetall'. a. 1299: zu geben dusent mairc silbers [Corpus IV 531, Nr. 3439]. a. 1537: Item Siben Silberin Becher ... Wigen drey marck zwelff lott [SpeyTreudInv.]. — [F. (1928): Gen. f. verbr. WPf nördl. Hälfte der VPf vereinzelt übrige Pf, Gen. m. verbr. NPf südl. Hälfte der VPf O-PS lothr. SWPf vereinzelt übrige Pf]. Gen. m., das früher (in Analogie zu m. bei Pfennig u. Taler) dominierte, wurde von hochspr. f. immer mehr verdrängt. Zum Bedeutungswandel (aus Mark2) s. Kluge-Mitzka20 462. — Südhess. IV 542; RhWB Rhein. V 876/77; LothWB Lothr. 354; ElsWB Els. I 709.

 

 -mark f.: wie schd., -mark [(1930) verbr.]. —

 

 Mark II Nahe mārək, māk, –-, mark, mak; Hunsr mārĭk f.; sonst marək wie nhd. lautend [doch -ę- um Koch-Ediger Urschmitt, Eup, Aach; -ā- Mörs]; über Pl. u. Demin. s. u.; das Geschlecht im Mosfrk, Rip, Nfrk ist noch heute m., doch dringt auch hier das f. des Nhd. vor: die deutsche Reichsmark; das Volk teilt sie noch ein in 10 Groschen; 50 Pfg. = ½ M.; en Zehn-, Zwanzigmarkstöck(elchen), –schein usf. [vor der deutschen Reichsmark gab es im Rhein. im Mittelalter z. B. Kölnische, Aachener, Koblenzer, Trierische, Kochemer, Bopparder M. (usf.); in Aach, Eup ist die Erinnerung an die Märk (Eup n.; die neuere M. f.) noch am längsten wach geblieben: 1 M. = 5 frühere Pfennige 1821: 1 M. = 6 Buschen = 4 Ört; 54 M. = 9 Gülden = 6 Schellenge = 1 Reichsdaler, noch in den RA.: Weə zom Stüver gebore, sall net an en Märk komme; Donnder-, Zapper elf M.! scherzh. Ausr. der Verwunderung]. — RA.: Neu M.ə send besser als al Zeche gesagt bei Einführung des Markgeldes Bergh-Esch. Et es flotter en M. usgegeəve, wie ene Grosche engenomme Geilk-Beggend. Ech güf hongert M., wenn ich ... Kemp, Allg. Sövell moəl de Quattel (Wachtel) schreit, s. M. et Koəre (Roggen) gölt Heinsb-Horst. En los M. am (im) Sak hun eine M., die man ausgeben darf Trier-Euren. De hat e Bützgeschiər (Kuss-, Mund), do kann mer e M. en enkel (einzelne) Fennige droplege Jül-Tetz. Wenn ik den schon seih, dann fehlen mi grade fif (5) Pennig an ne M. Ess-Bergeborbeck. — Nach Zahlw. ist M. stets Sg. t.; in Wend., bei denen M. ohne Artikel oder nach Zahladv. steht, ist der Pl. Markə gebräuchl., z. B. der hät M.ə er ist sehr reich; et Portemənee voll M.ə han; et rent (regnet) M.ə; do hammer gehüreg (düchtig udgl.) M.ə verdent; de hät sech en Knubben M.ə zesammegespart; jet möt M.ə belege teuer

[Bd. 5, Sp. 877]
bezahlen; vill (männige, allerlei udgl.) M.ə (doch nach Zahladv. auch Sg. t.) Rip, Allg. — Bei Gefühlssteigerung des Behagens oder der Schadenfreude wird das Demin. Pl. t. Märkelcher (Märkskes) gern gebraucht, z. B. Jong, do gof et Märkelche(r) ze verdene; et schad em necks, dat kos em allerhand M. Rip, Allg.