-Magdalena f.:1. weibl. VN, Marlene, Marleen [ LA-Gommh, mancherorts], Marlē, Marlche [Schandein Ged. 242], Marlien (marˈlīn) [Christmann Kaulb 48]. — 2. eine Birnensorte, Pl. scheene Marlene [Spey NW-Haßl]; vgl. PfWB Magdalenenbirne. — | | Magdalena im Rhfrk ist die volle Form nicht bezeugt (nur Birkf-Herrst malēn), aber die Kurzf. lēn(χə); Mosfrk madəlī:n [Trier-Stdt auch daneben -l:n; Bitb, SPrüm -li·ŋ.; WBitb mōdəli·ŋ.; Bitb-Wiersd Dudeld mdə-; Wittl-OKail mǫdəle·i.n; Daun-Strohn Wallenborn mǫdəlī:n]; Rip madəlī:n, –lē:n; Eup (Demin. -lęntjə), SNfrk -lī·ə.n [Heinsb-Saeffelen matlē:n; Kemp auch malī·ə.n]; Geld, Mörs, Klevld malēn ; Altk-Betzd maxtlī:n. — Kurzf. wie zu Helene, also lē:nā:, –na, lē:n(χən), gehoben lēni Allg. (wo keine Schärfung herrscht, ohne diese; Mosfrk, Rip lī:n [in Saarl, Merz auch -e·i.-; Bitb, SPrüm li·ŋ.]; SNfrk lī·ə.n, lī·ə.nəkə, lęnkə; Geld, Mörs, Klevld lēn, lēnəkən [Heinsb-Saeffelen męχəl] f. (n. für Bed. 1 b): 1.a. die hl. [Bd. 5, Sp. 727]
Maria M. RA.: Et Framensch heilt (kreischt) wie en Modelin Bitb, Wittl, Selfk, — en Maddelina, — de sellige M. Aach-Stdt, — de bössende Magdalena Dür-Stdt, — en ärm Maddeliən Eup. Sej steht doə wie de söndege Magdelena Kemp-SPeter. — In nhd. Fassung: M. weint um ihren Herrn, drum regnet's an diesem Tage gern Verbr. Mosfrk. Rent et op Magdalenendag, küt noch vell Ren nach Rheinb. Heilige M., lass die Sonne scheinen, lass den Regen vorübergehn, dass wir können spazieren gehn! Ahrw-Heimersh. — Auf M.tag sollen die Mädchen ihre Haare ein wenig schneiden; sie wachsen dann besser Koch. — b. der weibl. Vorn. Neckr. Lin, guck an (in) et Gebihn! Prüm-Rommersh. Lene, Bene, Tintenfass, geh zur Schul und lerne was; wenn du was gelernet hast, komm zu mir u. sage was! Trier-Mehring. Maddelin hat Muren (Möhren) gess, ging dermet zum Danz; der Arsch, der ging diwupp, d., die Muren komen ganz! Prüm-Steffeln. Modelin hot Zopp gekocht de ganze Woch von einer Knoch! Daun-Wallenborn. Anna Maddelin hat Z. gekouch de ganze Wouch von einer Knouch! Prüm-Steffeln. — Ruf der Goldamsel: Maddeliən, lott (lass) de Köh ut, onger (ander) K. send all long ut! Heinsb-Waldenr. — 2. übertr. a. en sösse Maddelin Süsssprecherin Dür-Langerwehe. — b. madəlī:nχə [im Anschluss an das Geb. mit madəliŋ, mat-] Massliebchen, bellis perennis Bo-Pech, Rheinb-Arzd, Ahrw-Bengen Gelsd Leimersd Nierend Öding; lēnχə Birkf-OBromb Rötsw Schwollen Siesb, Wend-Reichenb (s. auch Wiesenlenchen) (im Anschluss an Mass-, Masch-, Musselenchen). — c. Maddelin mit drei Ben en outer (hinter) ne Knop (Knauf) för et Gat (Gesäss), wat es dat? Rätsel vom Spinnrad Kemp-Breyell. |
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