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 PfWB malen (Bd. 4, Sp. 1144)   PfWB über-malen (Bd. 6, Sp. 851)   PfWB an-malen (Bd. 1, Sp. 259) 
   malen schw.:
1. 'malen, zeichnen, schminken', mole (mōlə) [verbr., auch Penns Don Gal Buch Rußl], male [ZW-Battw Altenhofer 9]; Part. Perf.: gemolt (gəˈmōld); Zs.: PfWB ab- 1, PfWB an-, PfWB aus- 1, PfWB ver- 1, PfWB über-, PfWB untermalen; e gemolt Bild [ GH-Leimh]. Sie hot sich die Backe gemolt [ PS-Burgalb]. Mer hun Mole 'Malunterricht' [RO-Sippf]. RA.: Die hot e Gsicht (e Kopp) wie gemolt 'ein bildschönes Gesicht' [LU-Alsh, verbr.], hot Backe wie gemolt 'rote Wangen' [PS-Burgalb, verbr.]. Der Gaul is wie gemolt 'sehr schön' [ KU-Schmittw/O]. Wie du e Gaul willscht, so enner kammer nore uf's Babier m. 'einen solchen gibt es in Wirklichkeit nicht' [ebd.]. Einem Mädchen, das den vollkommenen Mann sucht, muß mer enner uf's Babier m. [ebd.]. Ich mol der was!, wie der Maler, der seine Zeche dem Wirt auf den Tisch malte und ihn täuschte, d. h. 'Ich gebe dir nichts!' [Kleeberger 101, verbr.]. Ich mol der eppes (was) 'pfeife dir etwas' [Schandein Sprachsch. 43, verbr., Don-Schowe Torscha]. Ich mol dich voll, dass. [ GH-Leimh]. De Hund soll der's m.! [ NW-Weish/S]. Wann de's net glaawe willt, dann loß der's m.! [ Gal-Dornf, mancherorts Don Gal Buch Rußl]. Mer därf de Deiwel net an die Wand m. (sunscht kummt er) [LU-Oggh, (so u. in Var.) verbr., auch Don Gal Buch]. Der hot de klaa

[Bd. 4, Sp. 1145]
Kristoffel uf's groß Brett gemolt [ KB-Bischh]; Var.: e großer Kristoph of e kleen Brett gemolt 'viel Wirbel um nichts gemacht' [Hebel 26]. Ist man als Freier bei der Hausbesichtigung vor der Verlobung enttäuscht, dann geht man, ohne sich auf weiteres einzulassen: Mer molt druf [ LU-Böhl]. SprW.: De Deiwel is net so schwarz, wie er gemolt werd [ Don-Alexhs, mancherorts Don Gal Buch Rußl]. AR.: Mole, mole Männche, hupps ins Pännche, hupps werrer raus, du bischt draus [ ZW-Bechhf, KL-Reichbstg KB-O'wies]. a. 1528: Item 2 gulden 17 ß. von 209 betler zeichen zu molen auch vor blech dar zu außgeben [GgHospR]; vgl. PfWB Bettlerzeichen. a. 1595: ist außwendig ... daß Münster daran gemolet gewesen, wie der augenschein gibt [SpeyKrM, Fasz. 636]. —
2. vgl. die Zs.: PfWB ab- 2 u. 3, PfWB aus- 2, PfWB vermalen 2. — Südhess. IV 508/09; RhWB Rhein. V 787/88; ElsWB Els. I 664.

 

  -malen schw.: 'mit einem (neuen) Anstrich, einer Malerei überdekken', -mole [ BZ-Dernb]. Rhein. IX 19. —

 

  an-malen schw.:
1. 'bunt färben, kolorieren'; de(n) Bilderbo(che), die Oschteraajer aanmoole [allg.]. —
2. sich a. 'sich schminken'. Die hot sich awwer schään aangemolt 'auffällig geschminkt' [allg.]. Küpper II 51. — RhWB Rhein. V 788; Bad. I 57.