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 PfWB Mähre (Bd. 4, Sp. 1123)   PfWB Schäke (Bd. 5, Sp. 855) 
   Mähre f., Mähr(en) m., n.:
1.
a. 'Stute', Märr [Bliesg (PfId. 91, Heeger Tiere I 13) Lambert Penns 102], Marr [Beam Penns 68]. —
b. 'altes, mageres, abgetriebenes Pferd', rr, Pl. Märre [verbr. VPf vereinzelt WPf NPf], Mähr, Pl. Mähre [FR-Bockh LU-Alsh/Gr LA-Böbing Herxh Impfl GH-Rh'zab Bergz], (die) Märre [ KL-Siegb NW-Weish/S], Mähre [ RO-Lohnsf], (der) rr [ LU-Schauh], Märre [KU-Friedhs RO-Hochst Steinb Stett KL-H'spey KB-Bischh Kirchhbol Mauchh Standbl Zell NW-Weidth], (das) Mähr [ NW-Ungst], rr [ FR-Heßh], Marr [ Gal-Hohenbach];

[Bd. 4, Sp. 1124]
Zs.: PfWB Schindmähre; Syn.: PfWB Bock 1 b β, PfWB Bohrer2, PfWB Bracken3 2, PfWB Diener 1 e, PfWB Dörrenbach(er) 2, PfWB Fell 4 b, PfWB Fuhrenpferd, PfWB Füllen 1 b α, PfWB Geiß 2 c, PfWB Geiß(en)bock 2 a, PfWB Gurre 1 a, PfWB Habergeiß 2 a, PfWB Häcker 2 b, PfWB Haken 5 b, PfWB Häuter 1 a, PfWB Hei, PfWB Henker 1 c, PfWB Hippe2 1, PfWB Hisse, PfWB Holzbock 2 b α, PfWB Hutmacherstand, PfWB Kappengestell 2, -stand 2, PfWB Klapper 2 a α, PfWB Kloben 3, PfWB Koller 2 a β, PfWB Krachbärbel 2 b, PfWB Kracher 3 a, PfWB Krampen1 2 a α, PfWB Kramper 2, PfWB Krapfen1 3 b α, PfWB Krücke 2, PfWB Kruckser 3, PfWB Licker 1, März(en)füllen, PfWB Racker, Raßbock, PfWB Rübengaul, PfWB Sägebock, PfWB Schäker, PfWB Schäsengaul, PfWB Schassör, PfWB Schindaas, PfWB Schinder, PfWB Schindgaul, -knochen, -luder, -mähre, PfWB Schirrach, PfWB Schlawiner, PfWB Schlepper, PfWB Schlocker, Schlorber, PfWB Schunken, PfWB Spreuwupper, PfWB Stecher(t), PfWB Storren, PfWB Zebra; oft mit Attr.: e aldi (e alder) M. Dobei war der Gaul e alter Merre, dem wo sei(n) Daafschei(n) längscht nimmi gedenkt hot [Kühn Palz 96]. Volksgl.: Wenn die Adventsmännchen ('Geister in der Adventszeit') herumgingen, dann hun die Merre uf kee Fuhrmann geheert, sin vum Weg abkumm un sin im Schnee stecke geblibb [J. Enders in: Feierowend 1953, Nr. 48, S. 3]. —
c. 'magere, alte Kuh', rr [RO-Messbhf GH-Berg (Stehle 20)]. —
2.
a. 'sehr magerer Mensch'; e derrer Mähre, Schimpfw. [ KU-Bedb]; Zs.: PfWB Saumähre. —
b. 'alte Frau, die noch einmal heiratet oder sich jugendlich putzt', rr [ FR-Albsh]. — Südhess. IV 491/92; RhWB Rhein. V 748/49; LothWB Lothr. 350; ElsWB Els. I 700.

 

   Schäke f., Schäk, Schäker3 m.:
1. 'Rock, Jacke (allg.)', die Schäk [WPf (PfId. 120, 177) Schandein Sprachsch. 55 Kühn Hamet 131]; RA.: die Scheek treffe 'verhauen' [Kühn Hamet 131]. Mer schlaen em de Scheek aus, dass. [ ZW-Nd'hs]. a. 1764: 1 grüne scheggk [Kurpf. 1375 (KL-Mackb)]. a. 1773: 1 neue Schek und Hosen [ebd. 1588-90 (KU-Rothsbg)]. —
2. 'mantelartiger, bis zu den Knien reichender langer weißer (seltener blauer) Trachtenrock aus Leinen, zum Kirchgang getragen', die Scheek [ KL-O'arnb], der Schäk [ZW-Käshf L'wied u. Umg.], die Schäk [ZW-Gr'bundb KL-Gerhbn Schandein Bav. IV,2 272]. —
3. 'hemdartiger Kittel aus blauem Leinen als Schutzüberzug der Viehhändler und Schäfer, früher auch von Bauern getragen', die Schäk [ PS-Th'eischw], der Schäk, Schäger [ KU-

[Bd. 5, Sp. 856]
Haschb/R Kus]; Zs.: PfWB Schäferschäke. — Gleicher Herkunft wie nhd. Jacke, jedoch wohl unmittelbar aus dem Nordostfranzösischen entlehnt. — Südhess. V 162 and. Bed.; RhWB Rhein. VII 869; LothWB Lothr. 432.