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| PfWB Mahl-mühle (Bd. 4, Sp. 1121) | PfWB Mühle (Bd. 4, Sp. 1450) | |||||||||||||||
| 1. a. 'wassergetriebene Anlage zum Mahlen von Getreide', sowohl das Mahlwerk als auch das gesamte Gebäude (Windmühlen waren in der Pf so gut wie unbekannt, s. Weber Mühlen 88 f.), Mihl (mīl) [allg., Altenhofer 16 Christmann Kaulb 22 Heeger Südostpf. 13 Henn Mda.-Int. 281 Höh 60 Mang 113 Karch Gimmdg/Muttstdt 41, 170 Müller Dietschw 51 Otterstetter 67 Lambert Penns 105 Krämer Gal 152]; Pl. Mihle [allg.]; Dim. Mihlche, -sche [mancherorts]; Zs.: PfWB Bann-, PfWB Bauern-, PfWB Dorf-, PfWB Mahl-, PfWB Zwangmühle. Die M. geht (laaft) 'Die Mühle ist in Betrieb' [ZW-Marthh, verbr.]. Nägscht an der M. war en Weidebaam; / Do hen sie oweds g'hockt [PennsDeitschEck 11. 1. 1941]. RA.: Dem geht 's Maul wie e M., von einem, der andauernd redet [ GH-Zeisk]. Des is (dem) Wasser uf sei (die) M. 'Das kommt ihm gerade recht' [LA-Wollmh, verbr.]. O wie schmeckt das Wasser so gut, hätt' ich mein Mühlche noch, saaht der sell Müller, do hat er sein Mühl versoffe [Hebel 50]. SprW.: Gottes Mihle mahle langsam, awwer trefflich kläin (sicher) [ KU-Schmittw/O, mancherorts]. Wann die M. leer laaft, klappert sie am lautschde [vereinzelt Don]. Wer s'erscht an die M. kummt, kriggt s'erscht gemahle [Penns]. Besser in die M. geh wie zum Dokter [Miller Penns]. a. 1477: Item 2 gulden od. 1 swynen so gut von dem mulgin (Dim.) zu Egelszbach [Veld. (Lichtenberger Rentbuch)]. 15. Jh.: Wer alle muelen zu bauwen habe [PfWeist. 57 (HB-Alth)]. a. 1511: Item alle dieghene, die da sitzen, sint schuldig, zu myns herrn mulen zu malenn [PfWeist. 410 (IB-Ensh)]. a. 1518: Item wisset der scheffen mynen herren von Wad(egassen) zu die mulle, den froinolter (Frohnaltar) myt gulten [PfWeist. 213 (PS-Burgalb)]. a. 1532: mollenn vnnd backheusser, wassergang zuo denn mollen [PfWeist. 263 (KB-Dreis)]. a. 1535: das wasser gehe an zu Mynbach ane der mullen [PfWeist. 127 (IB-Blickw)]. — b. 'wassergetriebene Anlage zur Zerkleinerung oder Bearbeitung anderer Materialien, wie Raps, Holz, Lumpen u. a.' [vereinzelt], bes. in den differenzierenden Zs.: PfWB Papier-, PfWB Borden-, PfWB Pulver-, PfWB Gips-, PfWB Hirsen-, PfWB Loch-, Loh-, PfWB Mandel-, [Bd. 4, Sp. 1451] PfWB Öl-, PfWB Olig-, PfWB Säge-, PfWB Walk-, PfWB Walz-, PfWB Weißmühle. — 2. 'handbetriebene Mühle'. a. zum Zerschnitzeln von Futterrüben [vereinzelt], meist in den differenzierenden Zs.: PfWB Brockel-, PfWB Dickrüben-, PfWB Futter-, PfWB Rüben-, PfWB Rummeln-, PfWB Schnitzelmühle. — b. zum Zerkleinern von Früchten und Trauben [vereinzelt], bes. in den Zs.: PfWB Birnen-, PfWB Trauben-, PfWB Mandel-, PfWB Obst-, PfWB Quetsch-, Reibmühle. — c. zum Reinigen des Getreides [vereinzelt], bes. in den Zs.: PfWB Putz-, PfWB Windmühle. — d. zum Zerkleinern von Fleisch [vereinzelt]. 's Flääsch werd dorch die M. gedreht [ NW-Wachh]; vgl. PfWB Fleischmaschine; Zs.: PfWB Fleischmühle. — e. = PfWB Kaffeemühle [vereinzelt]. Rätsel von der Kaffemühle: Was for e M. hat kee Bach? [ ZW-Marthh]. — 3. a. das Brettspiel M. [verbr.]; vgl. PfWB Mühlchens; Zs.: PfWB Fick- 2 a, PfWB Kreuzmühle. Mir spiele M. [ NW-Kallstdt, mancherorts]. — b. 'Figur im Mühlespiel, bei der drei Spielsteine eines Spielers in einer Reihe stehen' [verbr.]; Zs.: PfWB Fick- 1, PfWB Zwickmühle; e M. mache [ GH-Kand]; in die M. huppse 'einen Spielstein in die geöffnete Mühle des Gegners setzen und sie so blockieren' [ LU-Böhl]; eem in die M. fahre, dass. [ LU-Friesh]. Ich hab e M.! [ LA-Gommh]. Er macht sei M. zu un uf [ebd.]. Reim beim Mühlespiel: M. zu, hol ich der eweg die Kuh! [ KU-Bedb]. — 4. vgl. PfWB Bohnen-, Klikker-, PfWB Tretmühle. — 5. FlN, mda. In de M. [ZW-Contw NW-Deidh LA-Gommh Impfl]. — 6. Grundw. in den ON: KL-N'mühl PS-L'mühl GH-Bienwmühl. — Südhess. IV 802 ff.; RhWB Rhein. V 1358 ff.; LothWB Lothr. 362; Els. I674.
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