lunzen schw.: 'leicht schlummern, ein Schläfchen, Nickerchen machen', lunse (lunsə), lunze (lundsə) [KU-Eschau Wolfst ZW-Marthh PS-Lu'wink KB-Rüssing FR-Tiefth N'lein Lu'haf NW-Dürkh BZ-Dörrb Schandein Bav. IV,2 236 Kühn Hamet 123 PfId. 90 mancherorts Don Gal Buch]. — Zu mhd. lunzen 'leicht schlummern, schlummernd verweilen' ( Lexer Lexer I 1985). — Südhess. IV 445/46; RhWB Rhein. V 625. | | lunzen III das Wort, mhd. Lexer lunzen entsprechend, ist als lunsə –o-, –nts- u. daneben -ələ, -əln Rhfrk an der Nahe, Saarbr, Saarl, Hunsr, Mosfrk an der Mos von Trier bis Kobl, May, Daun-NWinkel Strohn Tettschd Üdersd, Wittl, Bitb-Speicher, Prüm-Mürlenb 1860 Steffeln 1880, abseits Eusk GrVernich (-ø-), Dür-Gürzenich, Siegld verbr. [-ō- Birkf-Idar; -ū- Trier-Schleidw]; s. lunchen, lunnichen schw.: halb schlafend, halb wachend, ohne Bedürfnis morgens über die Schlafzeit hinaus im Bette liegen, die Faulheit pflegend, hindämmern, seinen Gedanken nachhängen, bes. auch von Kindern; lunz noch e wenig; loss mich noch leie, ich will noch e biss-che l.; kumm, lunz e biss-che! zu Kindern; eraus, dat L. dagt (taugt) neist; wenn eich noren zehn Minude gelunzt hon, da sein eich wirer monter Allg.; lonzen Käppchen (Köpfchen)! zu Kindern Wittl-Binsf; sich l. sich zum Einschlafen behaglich niederlegen, von Kindern; lunz dich (nirer)! Bernk, uMos, May. — Bes. sich im Heu wälzen Siegld. — Abl.: die Lunzerei, das Gelunz. |
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