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| PfWB lummer (Bd. 4, Sp. 1059) | PfWB ge-schlacht (Bd. 3, Sp. 249) | |||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'nachgiebig, locker, weich, schlaff', z. B. von Teilen des menschlichen Körpers, zusammengeschnürten Gegenständen, Früchten, Blättern u. a., lummer (lumər) [verbr. (außer SOPf), Müller Dietschw 49 Kühn Hamet 123 Schandein Ged. 242 PfId. 89 Krämer Gal 144]; auch Dim. (vgl. PfWB hellchen): lummerche [ NW-Wachh, mancherorts]; vgl. PfWB lummerig 1. De Zopp is l. gezeppt 'locker geflochten' [ ZW-Krähbg]. Das Bindel fihlt sich l. an [ BZ-Dernb]. 's is alles anner (an ihr) so lummerche, von einer Person, die länger krank war und deren Haut und Körperoberfläche welk und schlaff ist [Kaislt]. Der is awer l.!, von einem ehemals dikken und nun abgezehrten Menschen [ LU-Dannstdt]. Sei Ärmche is awwer lummerche!, von einem Kleinkind mit weichen, nicht prallen Ärmchen [Zweibr (Wilms Alph. 36)]. Mei Strumpbännel sin l. [ BZ-Dernb]. Wie kommt em doch der Dewald vor? / Sei' Backe blēch un' l. [Schandein Ged. 21]. RA.: De Geldbeidel is l. 'schlaff, leer' [ BZ-Dernb]. a. 1877: Die Trauben waren jetzt durch die Kälte so lummer und welk geworden, daß man sie fast nicht stoßen konnte [Franz 100 (LA-Mart)]. — b. 'locker, lose', von der Gartenerde [ KU-Herschw/Petth HB-O'bexb KL-Vogb]; Syn. s. PfWB luck 1 a. — 2. 'erschöpft, abgespannt, müde' [mancherorts WPf]. Ich bin ganz l. [KL-Gimsb u. Umg.]. Er isch l. worr 'Seine Kräfte haben nachgelassen' [ IB-Nd'würzb]. Jesses, ach nää, sinn ich so lummer! [IB-Ensh (Glass II 38)]. Was waren 'm sein Baan so l. [Kühn Hamet 31]. RA.: Er is so l. wie e Händsche (Handschuh) [Hebel 13]. — Südhess. IV 427/28; RhWB Rhein. V 603.
| 1. a. 'weich, zart', von Stoffen, Leder u. dgl., g(e)schlacht (gəlāxd, glāxd) [RO-Dielkch, verbr. südl VPf], (-laxd, -lḁxd) [verbr. lothr. SWPf GH-Kand Neubg Pauli Heilm. 140]; vgl. PfWB gelehm 1, PfWB lummer. — b. 'locker, weich', vom Boden, (glāxd) [verbr. SOPf (Nachlaß Heeger)], (gəlaxd) [KU-Kaulb vereinzelt südl VPf]. — c. 'sanft ansteigend'; e geschlachder Weg [ NW-Geinsh]. — d. α. 'zart, wohlschmeckend' [vereinzelt]; e geschlaachde Soß [ KU-Diedk]. Sauerkraut werd mit Schmalz g. [ PS-Erfw]. — β. 'mild, süffig' [Bergz (PfId. 52)]. Unser Beerewein is g. [ KU-Bedb ]. — 2. a. 'fett, wohlgenährt', vom Vieh [mancherorts mittl. u. südl. VPf]; vgl. PfWB fett 2 a, PfWB mockelig. Des isch e g. Rass [ LA-Rhodt]. Das gitt so g. Veh, wu sich glei nooch'm Fresse leecht, scherzh. auch auf bequeme Menschen angewandt [ LA-Edk]. — b. vom Menschen. α. 'von guter Art', im Gegensatz zu PfWB ungeschlacht [Bienwaldgegend]. — β. 'matt, müde' [ LA-Wollmh]. — γ. 'nach einer Aufregung wieder beruhigt'. Er isch widder ganz g. [ GH-Max'au]. — Mhd. geslaht '(wohl)geartet, fein'. — Südhess. II 1289; RhWB Rhein. VII 1166; LothWB Lothr. 199; ElsWB Els. II 450; Bad. II 385.
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