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 PfWB Luft-kopper (Bd. 4, Sp. 1051)   PfWB Krippen-bisser (Bd. 4, Sp. 607)   PfWB koppen (Bd. 4, Sp. 474) 
 -kopper m.: 'Pferd, das auf die Deichsel oder Krippe beißt und dabei hörbar Luft ansaugt', -kopper [ PS-Schmalbg], -kupper [ KU-Bedb]; vgl. PfWB Luftschnapper, -suckler, PfWB Kopper 1, PfWB Krippenbisser 1. Südhess. IV 418; ElsWB Els. I 458. —

 

   Krippen-bisser, Krippel-, Kribbel-m.:
1. 'Pferd, das in die Krippe beißt, bösartiges Pferd', Krippebisser (ˈgribə̩bisər, -Ä) [LA-Venn BZ-Dernb Kühn Hamet 120 Heeger Tiere 13 Gal-Dornf], Kribbel- (gribəl-) [KL-Lind, veraltet (Höh 151), Lambert Penns 71]. Syn. s. PfWB Kopper 1. Un hot mer sich en Geilche kaaft / War's g'sund bis uf die Gnoche; / Ken Gribbelbisser war'n debei [Birmelin Penns Gezw. 147]. —
2. übertr.
a. 'kleiner bissiger Hund', Kribbelbisser [ KU-Schmittw/O RO-Bistschd NW-Weish/S LU-Friesh], Kriwwel- [ NW-Haßl]. —
b. 'verdrießlicher, nörglerischer, leicht erregter, zänkischer, rechthaberischer, unleidlicher Mensch', Krippebisser [KU-O'alb RO-Obd NW-Haßl Kallstdt Wachh LA-Edk Ilbh Venn Kühn Hamet 120 Klein Prov. 259 PfId. 81 Gal-Dornf], Kribbel- [verbr., Höh 151 PfRh. 3. 3. 1960], Kriwwel- [KU-Jettb Kus Roßb RO-Messbhf KL-Dansbg Fischb Rodb KB-Kriegsf LU-Neuhf NW-Neidfs Spey Wilms Alph. 33 Feierowend 22/1956 2], Kriffel- [ KU-Konk W'mohr HB-Brenschb RO-Rehbn KL-Alsbn]. Auch movierte F. bezeugt: Krippelbissern, von einer Frau mit gleichen Eigenschaften [mancherorts]. Vgl. Beißhännes'chen, PfWB Knotterer, PfWB Kribbelschisser, Zornickel. Do hat so e Kriwwelbisser wie du / Jo niemols de richtig Humor dezu [Münch Höll.- u. Himmf. 10]. So, du Griwwelbisser, kreischt se, du Massik, du Klugschisser, du Allmein [NPfGV 8. 8. 1934]. Dann se war e Kriwwelbissern un e Geizkrage

[Bd. 4, Sp. 608]
erschter Klaß un hot an allem un jedem rumkritisiert [Sommer So Sache 41]. — F.: Die ursprüngliche F. u. Bed. ist selten. Die überwiegenden F. auf Kribbel-, Kriwwel- sind Umdeutungen zu PfWB Krüppel, PfWB Kribbeler. — Südhess. III 1821, 1839; RhWB Rhein. IV 1525; DWB DWb. V 2326. —

 

   koppen schw.: 'den Kopf auf die Krippe setzen oder in Holzteile der Krippe oder in die Deichsel beißen und dabei unter lautem Geräusch Luft einziehen', von Pferden, koppe (kobə) [ KU-Bedb Hefw RO-Schweisw ZW-Battw LU-Altr Friesh SP-Mechth], kuppe (kubə) [verbr.]; vgl. PfWB Kopper. Das Koppen gilt als Unart oder Krankheit, das den Verkaufswert eines Pferdes mindert. Durch das Luftschlucken blasen sich die Tiere auf und es können Störungen der inneren Organe eintreten. Als Gegenmittel wird koppenden Pferden in BZ-Dernb ein Riemen um den Hals geschnürt. Na, mach der nix - er (der Gaul) hott gekuppt, / Un war aach sunscht voll Mängel [Müller Luscht un Lewe 128]. Südhess. III 1672, IV 49; RhWB Rhein. IV 1743.