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| PfWB Letsch-zaun (Bd. 4, Sp. 945) | PfWB Zaun (Bd. 6, Sp. 1544) | |||||||||||||||
| 1. 'Umfriedung eines Grundstücks', mit Latten, Brettern, Flechtwerk, Hecken, in neuerer Zeit auch durch Draht, Eisengitter u. ä.; Zau, Zaun (dsau, dsaun) [verbr. (mit Ausnahme der bei den anderen Formen genannten Gebiete), Christmann Kaulb 20 Höh 78 PfId. 155 Lambert Penns 182 Krämer Gal 246], Zou (dsou, dsǫu) [vereinzelt SOPf], Zaun (dsaun) [verbr. SWPf westl. WPf, mancherorts Ostteil der mittl. und südl. VPf], Zoun (dsǫun) [mancherorts SWPf], Zunn (dsun) [lothr. SWPf, Glass 136], Zaan, Zoon (dsn, dsn) [vereinzelt NOPf], Zang (dsḁŋ, dsǫŋ) [KU-Altkch Dittw Herschw/Petth HB-Brenschb ZW-Käshf Lambsbn KL-Nanzdzw PS-Claus Dahn Fischb Gersb Leim Münchw Nothw Schindhd W'fischb GH-Hagb Max'au, Müller Dietschw 73], Zank (dsḁŋg) [ PS-Bruchw Erlb], Zaung (dsauŋ) [ PS-Erfw SP-Heiligst]; Pl. Zai, Zain, Zain [mancherorts, Christmann Kaulb 23], Zäin [Altenhofer 19]; Dim. Sg. Zaiche, Zainche, Zainche [WPf], Zinnche [IB-Ensh (Glass 135)], Zainel [VPf]; Zs.: PfWB Bann-, PfWB Pfleg-, PfWB Plank(en)-, PfWB Bord(en)-, PfWB Bretter-, PfWB Dorf-, PfWB Dorn(en)-, PfWB Draht-, PfWB Traljen-, PfWB Eisen-, PfWB Etter-, PfWB Garten-, PfWB Gitter-, Hek- [Bd. 6, Sp. 1545] ken-, PfWB Holz-, PfWB Kirchhofs-, PfWB Latten-, PfWB Letsch-, PfWB Riegel-, PfWB Schwarten-, PfWB Stachel-, PfWB Staketen-, Steckenzaun; en lewendiche Z. 'Umfriedung aus Hecken' [ FR-Mörsch, mancherorts]; e wilder Z., dass. [ PS-Nothw SP-Mechth]; e eisener Z. [ ZW-Lambsbn]. RA.: iwwer de Z. gucke 'in die Karten des Mitspielers sehen' [ PS-Erfw]; e Z. ums Haus sein, anerkennend von Menschen, die Sicherheit, Geborgenheit vermitteln [Thielen So rerre mer 128, vereinzelt]; de Z. wechem Garde liewe 'jemanden wegen seines Vermögens lieben' [ LA-Gommh, mancherorts]; de Z. wechem Garde grieße 'freundlich zur Mutter (zum Vater) sein, um an die Tochter heranzukommen' [ GH-Schwegh, SP-Heiligst]. Der es darch de Z. 'Er hat das Schwerste überstanden' [ KU-Adb]. SprW.: Wu de Z. am nerrigschde (niedrigsten) is, steicht jeder driwwer [ LA-Edh, mancherorts Don Gal Buch]. E Mudder is e Z. ums Haus [Zweibr, mancherorts Don Gal Buch]. BR.: Wann de Wind weht vum Rhein, dann kann mer die Bligg (Pflüge) stelle hinner die Zain [ KL-Weilb]. Rätsel vom Hahn: Was steht uf'm Z. un hot die Sichel im Schwanz? [Rech Lore 14]. Einen VR. s. PfWB Peter 2. a. 1314: daz ist uzwendig den znen und den umbegengen [SpeyUrk. 224]. a. 1342: bi den znen [Lam 1 31r]. a. 1480: Item man soll halten die züne jn dem bantzenwegk zu beyden sytten [MHVPf. 4/1870 5 (GH-Hagb)]. a. 1530: und soll der hofe mit zeinen behebe (umhegt) sein [Grimm Weist. V 544 (BZ-Klingmst)]. a. 1530: den zaun ... zu verbinden [GgHospR]. — 2. im Pflanzennamen Guckdurch-den-Zaun. — 3. FlN: a. 1548: vff dem Zaun gelegen neben dem auve gartten [StArch. KL-Landstl Gerichtsbuch 18]. — F.: Die Formen Zang, Zaung dürften auf Gutturalisierung des Nasals zurückzuführen sein, bei Zank ist mit LothWB Lothr. 552 Zank auch eine Herleitung von mhd. zanke 'Zacken, Spitze' ( Lexer Lexer III 1028) möglich. — RhWB Rhein. IX 723/24; LothWB Lothr. 561 Zun; ElsWB Els. II 907 Zun; SSA IV/4.04; MRhSA II 128.
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