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 PfWB Lett(en) (Bd. 4, Sp. 943)   PfWB Ton (Bd. 2, Sp. 328)   RhWB Lett IV (Bd. 5, Sp. 405) 
   Lett(en) m.:
1. 'feinkörnige Tonerde', zur Beschaffenheit im Vergleich zu PfWB Leim(en) s. die bes. Bedeutungsangaben, Lette (lędə) [verbr. NPf nördl. NPf W der mittl. WPf mancherorts

[Bd. 4, Sp. 944]
NWPf mittl. u. südl. VPf vereinzelt lothr. SWPf, Lambert Penns 99 Gal-Hohenbach (Krämer Gal 141)], Lätte (lädə) [mancherorts mittl. u. südl. VPf Umg. Pirmas], Leede [ LA-Wey], Lätt, Lett [verbr. lothr. SWPf mancherorts NWPf]. Das Wort ist für den Bereich des Pfälzerwaldes nicht belegt (ungefähre Begrenzungslinie: Kaislt — PS-Trulb — PS-Bobth — NW-Dürkh). Bes. Bedeutungsangaben: 'zäher, schwerer Ackerboden' [ RO-Lohnsf KB-Göllh LA-Gommh BZ-Gleisz/Gleishb Mühlhf], 'untere Bodenschicht' [ NW-Gönnh], 'Lehmschicht zwischen Felsen' [ PS-Schopp], 'dichter, schwerer, roter als Lehm' [ FR-Lambsh], 'steif' [ ZW-L'wied], 'feucht, zäh' [ IB-Habkch], 'steif, zäh, gelb' [ RO-Nd'mosch], 'zäh, blau' [ LA-Burrw Nd'hochstdt BZ-Dierb Klingmst], 'trocken, gelblichweiß' [ KU-A'glan], 'weißlich' [ HB-Kirrbg], 'weiß oder blau' [ KB-Morschh], 'rot oder blau' [ KU-Kollw], 'rot' [ WD-Niedkch ZW-Mörsb FR-Carlsbg], 'grau' (Lehm gelb) [Neustdt NW-Haardt], 'wasser- und wurzelfest' [ LU-Neuhf], 'für Backsteine nicht brauchbar' [ LA-Birkw]. In Fräänsem gibt's Lätte [ NW-Freinsh]. Volksgl.: Fer Imestich heb Lette druf [Fogel Beliefs Penns Nr. 1536]. So as en Wund ken Brand kriggt, kocht mer L. in Essich un dut's druf [ebd. Nr. 1596]. a. 1588: Wasumb vnd Letten ... zu ermeltem Müllweyer zu den binden vnd Zapfen [WerschwSchR]; wasum vnnd Leth [ebd.]. —
2. häufiger FlN, ursprüglich lettenhaltiger Boden, heute vielerorts mit Sand oder hochwertigerem Mutterboden aufgebessert, Letten, Im Lette(n) [GH-Zeisk, verbr.]; a. 1312: in letten [Lam 1 84v]; a. 1444: dicta im letten [OttgbUrkb. II 248]; a. 1522: ein Kammert wingart gelegen Im Letten [Bischöfl. Amt Speyer Gültb. (LA-Gleisw)]; wingart ... stossen off den oderstaller weg die man nennet jm letten [Wach-Renov. 8]; a. 1607: ½ Morgen Wingert im Letten [GdArch. (NW-Haardt)]. — Südhess. IV 303/04; RhWB Rhein. V 405; LothWB Lothr. 336; ElsWB Els. I 623.

 

  Ton2 m.: 'Tonerde', als Simpl. kaum gebräuchlich, dafür PfWB Lehm, PfWB Letten; im Kompos. s. PfWB Tonerde, PfWB -gewanne, PfWB -klicker.

 

 Lett IV das Wort mhd.  Lexer lette entsprechend, reicht vom Süd. lrhn. bis Geilk-Brachelen, Erckörrenz, MGladb-Giesenk, Grevbr-Belmen, rrhn. bis Düss-Volmerswerth, Sol-Gräfr, Mettm-Cronenbg Haan, Lennep-Wermelsk [doch fehlen für Saarl, Merz u. für Wippf, Waldbr die Belege], u. zwar Rhfrk let, –ę- [in Saarbr vielfach wie im Siegld lędə m.], sonst lęt [-- Aden, Ahrw, vielfach Bo, kurköln. Neuw, Sieg-Honnef; -ə- Daun-Tettschd; lętə Gummb; lęt –ē- u. lętiχ Kobl-Stdt; lęt Goar-Boppard, Neuw-Datzeroth] Sg. t. m. [f. Ottw]: 1. der rasch getrocknete steife, sandige Schlamm, der nach Überschwemmung auf dem Acker, der Wiese bleibt, der nach Regengüssen auf der Strasse liegt, toniger Niederschlag in Gewässern, bes. im Teiche, aufgewühlte, schlammige Erde, schliesslich steifer, fester Lehm (Ton) in gewachsenem Boden, mit Sand durchmischter Ton; so steif (zeh) wie L.; et Wasser hot es (uns) de Wis voll L. geflizt (geflösst); em L. steche bleiwe Eif,Allg. — Zwischen den Bimssteinschichten lagernde Schicht von Lehm oder Löss Mayf. — 2. übertr. a. Rückstand auf dem Bierkühlschiff u. unter

[Bd. 5, Sp. 406]
dem Maischbottichsenkboden Köln-Stdt. — b. Lettche Neckn. für Ahrw-Dedenb.