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 PfWB Lett(en) (Bd. 4, Sp. 943)   PfWB Ton (Bd. 2, Sp. 328)   ElsWB Lëtt(e) (Bd. 1, Sp. 623a) 
   Lett(en) m.:
1. 'feinkörnige Tonerde', zur Beschaffenheit im Vergleich zu PfWB Leim(en) s. die bes. Bedeutungsangaben, Lette (lędə) [verbr. NPf nördl. NPf W der mittl. WPf mancherorts

[Bd. 4, Sp. 944]
NWPf mittl. u. südl. VPf vereinzelt lothr. SWPf, Lambert Penns 99 Gal-Hohenbach (Krämer Gal 141)], Lätte (lädə) [mancherorts mittl. u. südl. VPf Umg. Pirmas], Leede [ LA-Wey], Lätt, Lett [verbr. lothr. SWPf mancherorts NWPf]. Das Wort ist für den Bereich des Pfälzerwaldes nicht belegt (ungefähre Begrenzungslinie: Kaislt — PS-Trulb — PS-Bobth — NW-Dürkh). Bes. Bedeutungsangaben: 'zäher, schwerer Ackerboden' [ RO-Lohnsf KB-Göllh LA-Gommh BZ-Gleisz/Gleishb Mühlhf], 'untere Bodenschicht' [ NW-Gönnh], 'Lehmschicht zwischen Felsen' [ PS-Schopp], 'dichter, schwerer, roter als Lehm' [ FR-Lambsh], 'steif' [ ZW-L'wied], 'feucht, zäh' [ IB-Habkch], 'steif, zäh, gelb' [ RO-Nd'mosch], 'zäh, blau' [ LA-Burrw Nd'hochstdt BZ-Dierb Klingmst], 'trocken, gelblichweiß' [ KU-A'glan], 'weißlich' [ HB-Kirrbg], 'weiß oder blau' [ KB-Morschh], 'rot oder blau' [ KU-Kollw], 'rot' [ WD-Niedkch ZW-Mörsb FR-Carlsbg], 'grau' (Lehm gelb) [Neustdt NW-Haardt], 'wasser- und wurzelfest' [ LU-Neuhf], 'für Backsteine nicht brauchbar' [ LA-Birkw]. In Fräänsem gibt's Lätte [ NW-Freinsh]. Volksgl.: Fer Imestich heb Lette druf [Fogel Beliefs Penns Nr. 1536]. So as en Wund ken Brand kriggt, kocht mer L. in Essich un dut's druf [ebd. Nr. 1596]. a. 1588: Wasumb vnd Letten ... zu ermeltem Müllweyer zu den binden vnd Zapfen [WerschwSchR]; wasum vnnd Leth [ebd.]. —
2. häufiger FlN, ursprüglich lettenhaltiger Boden, heute vielerorts mit Sand oder hochwertigerem Mutterboden aufgebessert, Letten, Im Lette(n) [GH-Zeisk, verbr.]; a. 1312: in letten [Lam 1 84v]; a. 1444: dicta im letten [OttgbUrkb. II 248]; a. 1522: ein Kammert wingart gelegen Im Letten [Bischöfl. Amt Speyer Gültb. (LA-Gleisw)]; wingart ... stossen off den oderstaller weg die man nennet jm letten [Wach-Renov. 8]; a. 1607: ½ Morgen Wingert im Letten [GdArch. (NW-Haardt)]. — Südhess. IV 303/04; RhWB Rhein. V 405; LothWB Lothr. 336; ElsWB Els. I 623.

 

  Ton2 m.: 'Tonerde', als Simpl. kaum gebräuchlich, dafür PfWB Lehm, PfWB Letten; im Kompos. s. PfWB Tonerde, PfWB -gewanne, PfWB -klicker.

 

  Lëtt(e) [Latə Fisl.; Lætə Wh.; Lat Roppenzw. Liebsd. u. nö. fast allg.; Læt n. Str.] m. 1. Thonerde, Letten, wird zu Töpferarbeiten verwendet. Die Knaben ballen auch kleine Kügelchen daraus, stecken sie auf zugespitzte Stäbe und schleudern sie fort. ‘Dnoh kaufe si sich Lett un mache Wäll un Schanze’ Pfm. III 1. ‘Let’ Geiler Arb. hum. 28ª; ‘Lettich’ P. IV 31ª. ‘lett’ Gol. 37. ‘Lätt limus’ Dasyp. ‘Ltt, Leim, mrgel, Schmirgel, wie es die Veralcher nennen’ Mosch. I 223. 2. Schlammerde, aufgeweichter Thonboden: In dereⁿ L. is gor üwl bös geʰn Geud. Zss. Lëttacker lehmiger Ackerboden Roppenzw.; Lëttgruebe Töpferthongrube Liebsd.; –schënkl, –kopf. — Schweiz. 3, 1488. Eifel.