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| PfWB Leine (Bd. 4, Sp. 922) | PfWB Lein-pfad (Bd. 4, Sp. 925) | |||||||||||||||||||
1. 'Hanfseil', Lein (lain, -an-, -ḁ-) [verbr., Christmann Kaulb 16, Lambert Penns 98], Laain (lāin) [ RO-Schweisw]; Pl. -e (-ə); Zs.: PfWB Hanfleine. a. 'Zügel zum Lenken der Zugtiere' [verbr., auch Gal, Beam Penns 65]; vgl. PfWB Leitseil, PfWB Zügel; Zs.: PfWB Acker-, PfWB Kreuz-, PfWB Lederleine. Zieg die L. an! [ LU-Alsh]. SprW.: Mer därf die L. net aus der Hand gewwe, so lang mer uf'm Waa sitzt [ Gal-Lindenfeld Neu-Chrusno]. — b. 'Seil zum Niederbinden des Heubaumes' [ KL-Nanzdzw Stelzbg NW-Lambr]; Zs.: PfWB Bindleine; Syn. s. PfWB Ernteseil. — c. = PfWB Hundsleine [mancherorts]. — d. 'Angelschnur' [Beam Penns 65]. Volksgl.: Wann iwwer'm Fische die Schlangehider 'Libellen' sich uf die Gert oder Lein hocke, kammer ken Fisch fange [Fogel Beliefs Penns Nr. 1380]. — e. = PfWB Schuhbändel. Die L. hot sich dorchgefutschelt 'durchgerieben' [ RO-Ransw]. — f. Zs. PfWB Wäscheleine. — 2. Zieh Leine! 'Geh weg!, Verschwinde!' [Spey]; mit dem Zusatz: dei Mudder braucht Bettwäsch [ LU-Oggh]. Die RA. stammt aus der Zeit der alten Binnenschiffahrt, als die Schiffe von Zugknechten oder -pferden mit der Leine vom Leinpfad her gezogen wurden (Röhrich 594). Die urspr. Bed. des Wortes ist abgeblaßt; im Zusatz scherzh. Umdeutung zu 'Leinen' oder 'Wäscheleine'. — Südhess. IV 279/80; RhWB Rhein. V 370/71.
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