-frau f.: 'ältere Frau, die die Leiche für die Aufbahrung zurechtmacht', Leichefraa [LU- [Bd. 4, Sp. 897] Opp NW-Frankeck Hardbg u. Umg. Wachh], -frää [ GH-Kand BZ-Dierb], -frau [ KL-Reichb BZ-Dernb]; vgl. PfWB Totenfrau. Die L. dut die Dore an un wäscht se aa [ KL-Reichb], dafür erhält sie die Wäsche des Toten und Geld [ KB-Kriegsf]. — | | PfWB Toten-frau (s. S.) Allg. f.: Fr., die die Leiche zur Einsargung wäscht u. ankleidet, früher auch den Todfall anmeldete. | | -frau f.: 'ältere Frau, die die Leiche für die Aufbahrung zurechtmacht', vgl. PfWB Leichenfrau, Dode-, Dore-, Dole-, Dure-, Doure-, Doudefraa (-frää), zur Verbr. des ersten Wortteils vgl. die Angaben bei Totenbahre; das Grundwort -frǟ [verbr. NWPf u. SOPf], sonst frā u. fr, vgl. PfWB Frau. Außer dem Ankleiden der Leiche hatte die T. im Ort zur Beerdigung einzuladen [NW-Frankeck GH-Kand Schandein Bav. IV/2, 407]. Einladungsformel z. B.: 's Koche lossen gure Morge sage, un am Freidag mettags am zwää werd ehr Vatter begrawe [ GH-Kand]. Bei der Beerdigung reichte die T. dem Pfarrer, dem Lehrer und den Leichenträgern kleine Lorbeersträußchen [ HB-Kirk]. Bei den Katholiken holte sie das Kreuz und die Kerzen [ NW-Frankeck]. Den Sarg kleiner Kinder trug sie auf dem Kopf zum Friedhof [ KU-Schmittw/O]. Für ihren Dienst erhielt sie u. a. die Bettwäsche, in der der Tote verstorben war [ LA-Mörzh], und von den zur Beerdigung eingeladenen Familien ein Brot oder Mehl [Schandein Bav. IV/2, 407]. Südhess. I 1602; RhWB Rhein. VIII 1253. — |
| Im Wörterbuch eingetragene Verweise | | | Toten-frau PfWB | | Automatisch erzeugte Querverweise | | | Totenfrau RhWB |
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