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 PfWB Lappen (Bd. 4, Sp. 778)   PfWB Geld (Bd. 3, Sp. 166) 
   Lappen m.:
1.
a. 'Stück Tuch, Tuchrest', Lappe (labə, lḁbə) [allg., Christmann Kaulb 61 Heeger Südostpf. 25 Höh 46, 81 Mang 79 Müller Dietschw 46 Lambert Penns 97 Don Krämer Gal 138]; Pl. wie Sg.; Dim.: Läppche, Läpp(e)l, Läpp(e)lche, Pl.: Läppche, Läppcher, Läppercher, Läpp(e)lcher, Läpple, Läpplich; vgl. K. 27. RA.: E gurer L. Dischduch! scherzh. Wend. im Sinne von 'Guten Appetit!' [ WD-Niedkch, Saal KU-Diedk]. Volksmed.: E leine Läppche mit Schmalz beschmeert un in Branntwein gedunkt, häält alles [ ZW-Bechhf]. Im AR.: ... kummt se mid'm Stecke / geh ich zum Babbe / schlacht er mich mi'm L. [ BZ-Billh]. —
b. 'alte Kleidung, Fetzen', verächtl. [mancherorts]. Sie hun em nägscht (fast) die L. erunner geress [ KU-Schmittw/O]. RA.: am L. kriee 'an den Kleidern festhalten' [ KU-Hundh]; jemanden jagen, hauen, daß er die L. verleert [ KU-Kaulb, mancherorts], daß die L. gefloo sein [ KU-Schmittw/O]. Rätsel: 10 schwarze Rappe ziehn e schwarze L. an Bärzlers Haus die Berg enaus. Auflösung: ein Schornsteinfeger, der seine Notdurft verrichtet hat und seine Hose hochzieht; schwarze Rappen 'Finger', schwarzer Lappen 'Hose', Bärzlers Haus 'Bürzel, Hintern' [ KU-Bedb]. —
c. 'Lappen zu verschiedenen Zwekken'; Zs.: PfWB Abstaub-, PfWB Brust-, PfWB Putz-, PfWB Tafel-, PfWB Flick-, PfWB Fuß-, PfWB Geifer-, PfWB Kredit-, PfWB Mumen-, PfWB Pussier- 2, PfWB Rock-, PfWB Rotz-, Sabber-, PfWB Schau-, PfWB Scheu-, PfWB Schlabber-, PfWB Schmacht-, PfWB Schmalz-, PfWB Schuh-, PfWB Seiber-, PfWB Seifer-, PfWB Staub-, Wasch-, PfWB Wams-, PfWB Wischlappen. Im einzelnen:
α. 'Lappen zum Abwischen der Schultafel' [verbr.]. —
β. 'Staublappen'

[Bd. 4, Sp. 779]
[ KU-O'alb KL-Niedkch]. —
γ. 'Waschlappen' [ HB-Mimb Walsh]. —
δ. 'Fußlappen'. RA.: Mach dich uf die Lappe! 'Mach dich auf den Weg, verschwinde!' [Müller Luscht un Lewe 103, 11]. Mach dich uf die L., so schnell wie e Hund gauzt [PfMus. 1920 178]. —
ε. 'Schöße des Rocks, Fracks' [vereinzelt NOPf]. —
ζ. 'Schuhlasche', Lappe, Läppl [vereinzelt VPf]. Syn. s. PfWB Lasche 1. —
η. 'angenähte Schlinge am Schuh zum Anziehen' [ LU-Muttstdt]. —
θ. urspr. 'Lappenabsperrung für das Wild bei Jagden', heute nur in der RA.: dorch die L. gehn 'entwischen' [ KU-Hundh, mancherorts]. —
2. übertr.
a. 'Geldschein' [vereinzelt, Hartmann Teemaschin 92 Kieffer Bilderb. 44]. Mach's gut, - wann's mich aa(ch) koscht e L. [Siebenlist 28]. —
b. 'Stück Land, Landparzelle' [mancherorts]; vgl. PfWB Placken 4, PfWB Item 1 b; Zs.: PfWB Scheiß-, Wiesenlappen; e Läppelche Land [Rockhs]. Der mit seine paar Läppelcher! [ KU-Diedk, mancherorts]. Er versauft sei paar Lappe Wingert [PfRSch. v. 13. 1. 1927]. Vun dene drei Läpplcher Feld kann mer sich net ernähre [ LU-Friesh]. Emol e äge (eigenes) Läppel Land, / Wu ich emol als alter Mann, / So wie ich will, drin blänzle kann [Räder 19]. a. 1560: von drei lepgen auß dem Geglers gut [KSchArch. Zweibr (Gültbuch des Klosters Offenbach/Glan 4r)]. —
c. 'Menge' [ LU-Friesh Don-Gertianosch]; e ganze L. 'eine ganze Menge' [ LU-Friesh]; e Läppche 'eine kleine Menge' [ Don-Gertianosch] —
d. eine Art Kuchen [ KU-Adb]; vgl. PfWB Schneiderlappen. —
e. 'Eisenbeschlag am hinteren Teil der Deichsel' [KL-Frankst Klein Wag. 104]. —
f. 'lappenartige Teile am menschlichen oder tierischen Körper'.
α. 'das Ohrläppchen', meist Dim. Läppche, Läppl, s. 1 a [mancherorts]. Zs.: PfWB Ohrlappen, -läppchen. —
β. 'weibliche Brust' [vereinzelt VPf]. —
γ. vgl. PfWB Fettlappen 1 b. —
δ. 'Wamme des Rindviehs' [mancherorts]; Zs.: PfWB Brust- 2 a, PfWB Fett- 1 a, PfWB Hals-, PfWB Kuhlappen.
ε. Pl. 'die Weichen der Kuh', Läppe [ RO-Obd]. —
ζ. 'herabhängende Hautlappen am unteren Teil des Kopfes von Hahn und Huhn' [vereinzelt]; vgl. PfWB Bart 2. —
η. 'Unterlippe bei Tieren' [ KB-Gauh]. —
θ. ' Teil des geschlachteten Schweins' [vereinzelt]. Zs.: PfWB Bauchlappen, -läppchen, PfWB Schmalz-, PfWB Schweinelappen. Wie duhn die Lappe aus'm Salz / so appetitlich winke! [Woll 23]. —
g. vgl. PfWB Huf-, Sau-, PfWB Wamslappen, PfWB Vielläppchen. —
3. persönl.
a. 'Feigling' [mancherorts]; Zs.: PfWB Feig-, PfWB Fürchte-, PfWB Schmier-, Waschlappen; Syn. s. PfWB Feigling. —
b. 'schlaffer, weichlicher Mensch' [ KU-Schmittw/O]; Zs.: PfWB Jammerlappen. —
c. 'Eckensteher, Bummler', Musikantenspr. [Bei uns daheim 19. 5. 1926]. —
d. 'Handwerksbursche', Musikantenspr. [Schneider 79 Pfälzer Abendzeitung 2/1951 Nr. 4]. —
e. vgl. PfWB Panz-,

[Bd. 4, Sp. 780]
PfWB Pech-, PfWB Pussier- 1, PfWB Dreck-, PfWB Fett- 2, PfWB Feucht-, PfWB Freß-, Sau-, PfWB Schand-, PfWB Schmacht-, PfWB Schmuslappen. Südhess. IV 133 ff.; RhWB Rhein. V 120 ff.; LothWB Lothr. 329; ElsWB Els. I 600/01.

 

   Geld n.:
1. 'das Zahlungsmittel G.', in den Zs. auch 'zweckgebundene Zahlungen und Einkünfte', Geld (gęld) [fast allg.], (geld) [vereinzelt], Gald [ RO-Rehborn PS-Schönau Hirschth Fischb Busbg Bundth BZ-Darst Rechtb GH-Neubg]. Zs.: Ablaß-, PfWB Ahm-, PfWB Auf-, PfWB Papier-, PfWB Bar-, PfWB Bete-, PfWB Beutel-, Pfingst-, PfWB Boten-, PfWB Brot-, PfWB Brücken-, Busem-, PfWB Butter-, PfWB Tanz-, PfWB Daran-, PfWB Darauf-, PfWB Taschen-, PfWB Tauf-, PfWB Daugen-, PfWB Dehem-, PfWB Ding-, PfWB Trank-, PfWB Trink-, PfWB Eber-, PfWB Eckern-, PfWB Eich-, PfWB Eier-, PfWB Einstands-, PfWB Eltern-, PfWB Fahr-, PfWB Fang-, PfWB Farren-, PfWB Fasel-, PfWB Fersen-, PfWB Fleisch-, PfWB Fron-, PfWB Frucht-, PfWB Futter-, PfWB Gebot-, PfWB Glücks-, PfWB Gold-, PfWB Gras-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Hand-, Hänsel-, Haus(haltungs)-, PfWB Hebe-, PfWB Heiden-, PfWB Herbst-, PfWB Heu-, PfWB Holz-, PfWB Karten-, PfWB Kegel-, PfWB Kirbe-, PfWB Kirschen-, PfWB Klein-, Klingelbeutel-, Konsum-, PfWB Koppel-, PfWB Korn-, PfWB Kost-, PfWB Kranken-, PfWB Kraut-, PfWB Kuh-, PfWB Kupfer-, PfWB Kuppel-, PfWB Laden-, PfWB Laudemial-, Lege-, PfWB Lehn(s)-, PfWB Lehr-, PfWB Mahl-, PfWB Makel-, PfWB Makler-, PfWB Mann-, PfWB Markt-, Maus-, PfWB Miet-, PfWB Milch-, Mitter-, PfWB Monats-, PfWB Montur-, PfWB Most-, PfWB Mühl-, PfWB Nadel-, PfWB Nickel-, PfWB Opfer-, PfWB Oster-, PfWB Reise-, Reue-, PfWB Ritt-, PfWB Roll-, PfWB Rück-, PfWB Sack-, PfWB Salz-, PfWB Sammel-,

[Bd. 3, Sp. 167]
Säue-, PfWB Schätz-, Schenk-, PfWB Schlaf-, PfWB Schmerzens-, PfWB Schmier-, PfWB Schmus-, PfWB Schul-, PfWB Schuß-, PfWB Silber-, PfWB Sonntags-, PfWB Spiel-, PfWB Spott-, PfWB Sprung-, PfWB Stand-, PfWB Stempel-, PfWB Sterbe-, PfWB Stich-, PfWB Stroh-, PfWB Sünden-, PfWB Un-, Waage-, Wege-, PfWB Weide-, PfWB Wein-, Werbe-, Wiege-, PfWB Wochen-, PfWB Zehr-, PfWB Zeitungs-, PfWB Zeugen-, PfWB Zuckerrüben-, PfWB Zunftgeld. Syn.: PfWB Asche 2, PfWB Bims2, PfWB Pinke3, PfWB Blech 3, PfWB Pulver 2 a, PfWB Draht 4, PfWB Drall 2, PfWB Gefuggers, PfWB Gezasseres, PfWB Gips2, PfWB Gori1, Grundbirnen, PfWB Kies, PfWB Klamotten, Klikker, Klötze, Knöpfe, PfWB Kröten, PfWB Lachs, PfWB Lappen, PfWB Larschan, Linsen, PfWB Meckes, PfWB Mees, PfWB Mesummes, PfWB Moneten, PfWB Münze, PfWB Nähts, PfWB Nickel, Nüsse, Quetschen, PfWB Rost, PfWB Rotz, Späne, PfWB Spauz, PfWB Zasseres, PfWB Zaster.
a. mit Adj.: bares, falsches, kläänes, großes, gudes, viel, wennich G. [ NW-Kallstdt, allg.]. Ich häb nor grouß G. [ BZ-Dernb]. For mein gut G. will ich aach gut War [ RO-Dielkch]. RA.: Wann ich dich seh un mein bar G., fehlen mer noch 99 Penning bis zu ääner Mark [ KU-Lauteck]; dass. auch mit dem Nachsatz: fehlen mer noch hunnert Penning zu ääner Mark [ PS-W'fischb]; auch: geht mer 's Messer im Sack uf [ KU-Kreimb]. Der es iwwerall wie 's bees G. [KU-Kaulb, verbr.]. (Mer ment,) die henn 's G. all, so verschwenderisch sind sie [Zahn Pläsier 187]. SprW.: E echter Zeihe (Zeuge) is bar G. wert [Feierowend Nr. 30/1965, S. 5]. Gut G. kummt wieder [ Don-Schowe]. Ungerecht G. geht net weit [Penns]. —
b. mit Verben.
α. G. als Objekt.
αα. G. haben. Er hot viel (wennich) G. [ NW-Kallstdt, allg.]. Er hot G. 'hat (bares) G.' [allg.]. Ich han kä G. mehr [RO-Winnw, verbr.], kä G. mehr im Haus [verbr.]. RA.: Er hat G. wie Haai [PS-Saalstdt, verbr., auch Don Gal Buch]; dass. mit dem Zusatz: bloß net so lang [LU-Muttstdt, verbr.]. Er hot G. wie Mischt [verbr. Don Gal Buch]; dass. mit dem Zusatz: un koons in de Kischt [vereinzelt Don]. Er hot G. wie Bach [LA-Venn, verbr.]; dass. mit dem Zusatz: nore 's laaft nit [KU-Diedk, verbr., Hebel 17]. Er hot G. se fresse [ NW-Kallstdt, ZW-Battw]. Er hot mehr G. wie Verstand [ NW-Kallstdt]. Er hat so viel G., daß es net uf e Kuhhaut geht [ KL-Reichb]. Eich han kei G. for Stroh, darr eich (daß ich) mein Lais verbrenne kennt [WD-Niedkch, verbr.]; dass. auch als Antwort auf unerfüllbare Wünsche [Pirmas]. Er hat G. wie e Krott Hoor [KL-Einsdhf, verbr.]. SprW.: So geht's uf dere Welt: der ään hot de Beidel, der anner hot 's G. [Hebel 45]. Wer G. hot, der esch g'scheit [ BZ-Dernb]. Wammer koo G. hot, is mer dumm [verbr. Don Gal Buch]. Eine WR. s. PfWB Bartholomäus 1. Volksgl.: Wemmer de Guckuck zum erschde Mol heert kreische un hot G. im Sack, dann hot mer 's ganz Johr G. [GH-Schwegh, verbr.]. VR.: Geld

[Bd. 3, Sp. 168]
un gude Wortwammer's hot, geht mer fort [ LA-Nußd]. Wer eischt e bissel Geldel hot, Forts. s. PfWB eist [ BZ-Wernbg]; s. auch den VR. bei Portmonnee 1. - -
ββ. mit anderen Verben: G. ausgewwe, einnemme, verdiene, lehne (leihen), sammeraffe, ufbringe, einkassiere, gewinne [ FR-Bockh, allg.]. Er kennt nor G., sunscht nix [ LU-Opp]. Das koscht ään G. 'kostet gleich viel' [allg.]. Er kriet sein G. monatlich [ KB-Kerzh]. Ich muß moin G. blutsauer verdiene [ LU-Opp]. Er versteht's, G. se mache [ KU-Schmittw/O]. Er hot all sein G. verjuckt [ BZ-Dernb]. 's G. verbambuschiert der Simpel [Keiler 71]. Er bringt 's G. unner die Leit 'gibt es leicht aus' [FR-Tiefth, verbr.]. Wer denne for dumm kaaft, der gebt sein G. umsunscht aus [ Gal-Dornf]. Der heirat 's G. 'heiratet um der Mitgift willen' [ IB-Gersh]. Geld, ich häb dich lieb!, sagt man von einem, der ein reiches, aber häßliches Mädchen heiratet [LA-Nd'hochstdt, verbr.]. Der Tüchtige macht aus Wasser un Dreck G. [Krieger 12]. Mir werd kä G. mehr gestohl, weil ich keins habe [ KL-Reichb]. Er hat sein G. in e lecheriche Beidel gesteckt, weil er das geliehene G. nicht mehr zurückbekommt [ KL-Einsdlhf]. Er werft sein G. in die Rabuus 'verschwendet es' [Kühn Palz 136]. SprW.: 's G. gebt sich aus, un der Narr bleibt im Haus [verbr. Don Gal Buch]. Mer gitt 's G. liewer 'm Bäcker un 'm Metzjer wie 'm Dokder [ KU-Bedb]. Die Narrheit koscht G., von den Ausgaben während der Fastnachtszeit [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Die Hand beißt mich, ich krieg G. [BZ-Dernb, Fogel Beliefs Penns Nr. 330]; Ähnliches s. PfWB Frack 2 a. VR. s. PfWB pumpen 3, PfWB verschnäuken 1 a. —
β. G. als Subjekt. 's G. es mer ausgang [ RO-Sitt, allg.]. Mein G. isch all [LA-Birkw, verbr.], esch fort [LA-Frankw, verbr.], is gestrußt 'gestohlen' [ PS-Geisbg], is schleife gang [Zweibr], is die Bach nunner [ ZW-Ernstw], isch hopp [ IB-Bliesmg/Bolch], is mau [ KU-Ohmb RO-Falkst], esch blede [ NW-Erph KL-Wörsb], is fleete [KL-Fockbg/Limb, verbr.], is ebbe [ KL-Wörsb], isch beim Deiwel [ NW-Ellstdt]. 's G. is 's wennichscht bei meer [ KL-Reichb KB-Kriegsf]. 's G. geht wie Wasser [ Gal-Dornf]. 's G. geht en [ WD-Niedkch]. 's geht veel G. dorch sein Finger [ KU-Schmittw/O]. 's G. laaft 'der Geldverkehr ist rege' [ LU-Alsh]. Unser G. macht 'vermehrt sich' [ LA-Nd'hochstdt]. 's G. rollt [ LU-Altr]. RA.: Dem es sein G. en de Kopp gestee [ KB-Bischh]. Adschee Kattche, vor'm Fenschder leit 's G. 'Wir sind fertig miteinander' [Kus, verbr.]; dass. auch als Abschiedsgruß [Pirmas]. SprW.: Demnooch War, demnooch G. 'Wie die Ware, so die Bezahlung' [ LU-Oggh]; dass. umgestellt: Wie 's G., so die War [LA-Nd'hochstdt, verbr.]. Wu 's G. anfangt, heert die Freindschaft uf [ NW-Freinsh]. Wann 's G. all is, hot die arm Seel Ruh [ Gal-Dornf]. Wu G. isch, isch de Teufel; wu käns isch, isch er zwäämol

[Bd. 3, Sp. 169]
[Wasgau-Bote Nr. 13/1934]. Wu kee G. is im Haus, dort flieht die Lieb zum Finschder naus [verbr. Gal]. G. un Mischt wenn (wollen) niemols lange [ BZ-Dierb]. 's G. leit uf der Strooß, mer braucht's nor ufsehewe [ ZW-Battw]. G. regiert die Welt [verbr. Don Gal Buch]. G. bezwingt die Welt [Hebel 45]. 's G. schafft nachts 'wächst ohne unser Zutun' [ KU-Diedk]. G. will zu G. un Gut zu Gut [verbr. Don Gal Buch]. Volksgl.: On Neijohr kocht mer Weißkraut, daß 's Geld net all werd [ KU-Schmittw/O]. VR.: Haitche, wie stinkschde; Geldche, wie klingschde, Abdeckerlied [ NW-Kallstdt]. Hopplehopp, mein G. isch fort, in Stroßbarg liecht mein Ranze; geh mer weg, du stolzi Krott, ich duu nit mit der danze [ BZ-Hofstätt LA-Nußd]; Var. s. PfWB Basel. Einen weiteren VR. s. PfWB dudelud. —
c. mit Präp. Am G. leit'm nix [NW-Kallstdt, verbr.]. Der is arich uf's G. [KB-Bischh, verbr.]. In einer guten Gaststätte kriet mer eppes for sein G. [ ZW-Battw]. Das geht ins G. [ BZ-Dernb]. Die reichen Amerikaner versticken ball im G. [Hartmann Unkel 70]. Er kummt net aus met seim G. [KL-Stelzbg, verbr.]. Dem esch nor mit G. se helfe [ LA-Nd'hochstdt]. E guder Hund is net mit G. se bezahle [ KU-Schmittw/O]. 's geht um's G. [ KU-Bedb]. Er hot mich um's G. gebroocht [ LA-Nd'hochstdt]. Er macht alles zu G. [ LU-Opp]. Do kann mer leicht zu G. kumme [ GH-Hatzbühl]. RA.: Der Geizige setzt sich uf sein G. [ LA-Nd'hochstdt]. Wann die sich uf ehr G. stellt, is se aa scheen [ NW-Kallstdt]. Er is uf 's G. wie de Deiwel uf die arem Seel [KU-Trahw, verbr., auch Don Gal Buch]. Das Unverkäufliche kriegt mer nit far G. un Quetschekuche [ BZ-V'weidth]. Er isch nimmi bei bar G. 'ist verrückt' [ PS-Lembg]. Die Gail wachse ins G. 'werden wertvoller' [ KU-Schmittw/O]. Er schwimmt im G. [ NW-Kallstdt]. Er stinkt noh G. [KB-Kriegsf, verbr.]. Dass. ironisch: Er stinkt noh G. wie e Sau noh Hooröl [Hebel 17]. Auf die Frage nach dem Theaterprogramm wird geantwortet: Heit owend spielen se »Wie die arme Leit um ehr G. kumm sin« [Kaislt]. Des krieschde, wann die arme Leit zu ehrm G. kummen 'Das bekommst du niemals' [Kaislt]. SprW.: Mit G. kummt mer durch die Welt [ LU-Opp]. For G. un gure Worte kriecht mer e Feich (Feige) un e Patschhand [ LA-Wollmh]. Luschdich sein ohne G. is aa e Gab Gottes [Kaislt]. Es dreht sich alles um's liewe G. [Feierowend Nr. 35/1953]. Volksgl.: Mer soll mit'm G. im Sack rappele, wann de Guckuck zum erschde Mol kreischt [ NW-Wachh]. —
d. RA.: Mer isch grad dem G. sein Narr [vereinzelt, Hebel 45]. —
2. em liewe Gott sein G. 'Marienkäfer' [Kus KL-Weltb Mackb PS-O'simt]. Syn. s. PfWB Herrgottskäfer. — Südhess. II 1215ff.; RhWB Rhein. II 1174 ff.; LothWB Lothr. 192; ElsWB Els. I 215; Bad. II 350/51.