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 PfWB Länderich (Bd. 4, Sp. 754)   DWB ländrich (Bd. 12, Sp. 129) 
   Länderich m.:
1. 'Balken aus einem aufgespaltenen Stamm, der als Längsbalken in der Kammert dient', Lännerich (lęnəriχ) [ LA-Walsh]; vgl. PfWB Länderichbalken, PfWB -draht; s. Abb. 64. a. 1430: eichen holtz ... hauwen zu stecken lenderichen pfelen oder zu reuffen [StArch. NW-Deidh Weistum 1430]. —
2. FlN, a. 1531: Item ein morgen an den Lenderichen [SSp Domstift, Urk. 411 (NW-Meckh)]. Der FlN ist aus 1 abgeleitet und bezeichnete ursprünglich einen Kammertwingert. — Das Wort ist eine Ableitung auf -ich(t) und gehört wie PfWB Lande, PfWB Geländer zu mhd. lander 'Stangenzaun', denen mit den oberdeutschen Entsprechungen (vgl. Schwäb. IV 951 Lander 'Schindel, Latte, Lehne'; Schweiz. III 1312/13 Landen, Landeren 'Stange, Deichsel, Spalier u.ä.'; Bayer. I 1486 Lander, Landern 'Zaunstange, Latte') eine Grundbedeutung 'aus einem Stamm herausgespaltenes Holz' zugeordnet werden kann (vgl. lit. lenta 'Brett' Kluge-Mitzka20 244). — DWB DWb. VI 129 Ländrich; vgl. auch Christmann in Mitteilungsbl. d. Rhein. Vereinigung für Vk. 1950, S. 58.

 

 ländrich, m. eine art weinspalier: ländrich, kammerlatten Nemnich; vgl. lander sp. 104 und geländer.