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 PfWB Land (Bd. 4, Sp. 750)   PfWB Samenreben-land (Bd. 5, Sp. 736)   RhWB Rebschule (Bd. 7, Sp. 203) 
   Land n.:
1. 'nicht vom Wasser bedeckte Erdoberfläche, Festland', nur Sg., Land (land, lḁnd) [verbr., Christmann Kaulb 7, 94 Höh 88 Karch Jockgr/Nd'horb 156 Karch Dahn/Wilgws/Iggb 85, 128 Mang 81 Müller Dietschw 47 Lambert Penns 97 Buffington-Barba Penns 154 Beam Penns 63 Don Gal (Krämer Sprachsch. 138) Rußl], Lann [LA-Venn Schandein Ged. 3]; Pl. u. Dim. s. 2; RA.: an L. komme 'nach einer Aufregung wieder ruhig werden' [ HB-O'bexb]. Er loßt Gottes Wasser iwwer Gottes L. laafe, von einem Menschen, der sorglos in den Tag hinein lebt [ IB-Bliesmg/Bolch]. —
2. 'nicht näher abgegrenztes Gebiet, Gelände, Landstrich, Region, Gegend', Sg. wie 1, Pl.: Länner [verbr.], Länn [lothr. SWPf (Keiper Nachl.)], Dim. Ländche, Län(d)el, Pl. Ländcher, Län(d)ercher, Länd(e)lcher, Ländle; Zs.: PfWB Buchfinken-, PfWB Hinter-, PfWB Holz-, Kleinholl-, PfWB Kirschen-, PfWB Kohlen-, Kukkucks-, PfWB Ober-, PfWB Schlappen-, PfWB Schnapphahnen-, PfWB Unter-, PfWB Weinland; 's L. 'das ebene Land, die Region vor dem Bergland', [ ZW-Battw Pirmas KB-Kriegsf], im einzelnen: 'die Gegend von GH-Rh'zab' [ BZ-Gossw], Ländl 'die elsässische Ebene' [Gimmel in PfL 10. 12. 1927], drunne vum L. 'Hessen' [ KB-Kriegsf], Uf'm L. 'die Gegend von Mainz (weil sie flacher ist als das Hügelland des Westrich)' [ KU-Schmittw/O]. Och wann ich dehēme nor wär, / Im Westrich dehēme, dehēme bei mer! / Kann dich nie vergesse, dich liebherzig Lann [Schandein Ged. 3]. Doch 's L. dart drauß - ! 's wärd jo gelobt als iwer 's Buhnelied [Christmann Grummet 33]. RA.: L. un Leit 'das Land und seine Bewohner' [ KU-Schmittw/O, vereinzelt]; iwwer L. gihn 'verreisen, in ein anderes Dorf gehen' [KL-Siegb, verbr.]. Heit is 'r iwwr L. 'heute ist er verreist' [ KL-Reichb]. SprW.: Met 'm Hut in de Hand kimmt mer dorchs ganz L. 'Mit gutem Benehmen kommt man weit' [KU-Hundh, verbr., PennsDeitschEck 17. 9. 1935]. Treie Hand geht dorchs ganz L. [KU-Schmittw/O, Var. Krieger 18]. BR.: Geroot (gerät) die

[Bd. 4, Sp. 751]
Frucht im Sand, trauert das ganze L. 'Wenn es so naß ist, daß die Frucht auf Sandboden gedeiht, verdirbt sie auf den anderen Böden' [ PS-Erfw]. —
3. 'nutzbares Stück Erdboden, Kulturland'.
a. 'landwirtschaftlich nutzbare Fläche, Feld, Grundbesitz' [verbr., auch Gal-Dornf]; vgl. PfWB Acker, PfWB Feld, PfWB Grund 3; Zs.: PfWB Acker-, PfWB Pacht-, PfWB Bau-, PfWB Brach-, PfWB Garten-, PfWB Gemeine-, PfWB Grundbirn(en)-, PfWB Lehns-, PfWB Neu-, PfWB Öd-, PfWB Samenreben-, PfWB Schul-, PfWB Stein-, PfWB Werk-, PfWB Wiesenland; gures L. 'fruchtbares L.' [NW-Kallstdt, verbr.]; schlechtes L. [PS-Gersb, verbr.]; wild L. [ NW-Lindbg]; drei Dagwerk L. [ NW-Haßl]; zwanzich Morje L. [ BZ-Nd'horb]. Er baut sei L. selwer [ GH-Kand, mancherorts]. Er hot veel L. [KU-Brück, verbr.]. Er hot sich L. kääft (gekauft) [GH-Kand, verbr.]. Er gebt sein L. ab an seinen Erben, an einen Käufer [ KU-Brück, mancherorts]. Er duht sein Geld in L. anlege [ LA-Wollmh]. Sie losse ehr L. verstääge (versteigern) [ GH-Kand]. —
b. 'die durch fußbreite Pfädchen abgeteilten kleinen Beete des Gartens', oft nur Dim. [verbr. VPf mancherorts WPf Wilde 284 Beam Penns 66 Don-Schowe Torscha Gal]; vgl. PfWB Beet, PfWB Schemel; Zs.: PfWB Blumen-, PfWB Bohnen-, Endivien-, PfWB Erbsen-, PfWB Kukumern-, PfWB Salat-, PfWB Spinat-, Zwiebel-, PfWB Zwiebelschlottenland; e L. Erbse [ KL-Fischb]; e L. Spinat [ NW-Elmst]; zwee Länner Erbse [ KU-Bedb]; die Länner plätsche 'mit einem Brett durch Aufschlagen glätten' [ KB-Kriegsf]. Ich honn disstuur (diesmal) Sticker vier Länncher Onndiewich (Endiviensalat) geplonzt [IB-Ensh (Glass 57)]. RA.: Der kann das L. abtrete, von Menschen mit großen Füßen (die eignen sich besonders zum Treten der Pfädchen zwischen den Beeten) [Kaislt]. —
4. 'Spielfeld'; vgl. die Kinderspiele Landabnehmen, Landabstecherleins.
5. 'das Land im Ggs. zur Stadt, Gebiet außerhalb der städtischen Zivilisation' [verbr.]; e Fraa vum L. [ KU-Kaulb]; Leit (Leute) vum L. 'Dörfler' [Land, mancherorts]; uf'm L. wohne [ LA-Wollmh]; ufs L. gehe, von Städtern, die auf die Dörfer gehen [Pirmas, mancherorts]. Die Gräser dudschle: Siehscht'n kumme! Der es' vum L. [Christmann Grummet 15]. —
6.
a. 'politisch selbständiges, von Grenzen umgebenes Gebiet, Staat' [verbr.]; Zs.: PfWB Deutsch-, PfWB Dollar-, PfWB Vater-, PfWB Heimat-, Holl-, PfWB Ruß-, PfWB Welschland. Die Schwalme fliegge widder heem, / In scheene, waarme Lenner [Birmelin Penns Poems 29]. SprW.: Die Sunn hat noch keen Bauer aus em L. gescheint [ KL-Weilb, mancherorts]. Im Kartenspiel Bauer aus'm L. treiwe [KU-Diedk, KU-Bedb IB-Alschb (Dimel 143) RO-Dielkch]; vgl. PfWB Bauer 1. a. 1324: nach des landes recht und gewonheit [OttbgUrkb. 344]. a. 1512: käme ein armer man von vier landen zu der Altenn Leiningenn ohne nachfolgende heren und amptmann, der

[Bd. 4, Sp. 752]
ist meines herrn von Leiningen alleine [PfWeist. 60 (FR-A'lein)]. —
b. 'ehemaliges weltliches oder geistliches Territorium, Fürstentum, politischgeographische Untereinheit' in den Zs.: PfWB Pfälzer-, PfWB Pirmans-, PfWB Pommer-, PfWB Schwaben-, PfWB Remigiusland. —
7. FlN, mda. 's Landl [ RO-Als], 's nei Land [ PS-Lembg]. — Südhess. IV 107/09; RhWB Rhein. V 79/86; Lothr. 327/28; ElsWB Els. I 593.

 

   Samenreben-land n.: 'Beet, in dem Rebsetzlinge herangezogem werden; Rebschule', Samereweland [ FR-Albsh NW-Herxh]; vgl. PfWB Samenrebe 1.

 

  PfWB Reb-schule r:fō:l Trier-Mesenich Metzd, Bernk-Dusemond; rē:pu·l. Ahrw-Hepping f.: Gartenstück, in dem die bewurzelten Reblinge gezogen werden.