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 PfWB Lamm (Bd. 4, Sp. 746)   PfWB Pfingst-lämmchen (Bd. 1, Sp. 844) 
   Lamm n.:
1.
a. 'junges Schaf', Lamm (lam, lḁm) [verbr., auch Penns (Buffington-Barba Penns 154 Lambert Penns 96) Don Gal (Krämer Sprachsch. 137)], Lamp (lamp) [lothr. SWPf (Keiper Nachl.)]; Pl.: Lämmer; oft nur im Dim. gebraucht: Lämmche, Lämm(e)l, Lämmli [Beam Penns], Pl. Lämmcher, Lämmercher, Lämmel, Lämm(e)lcher, Lämmle, Lämmlich; zur Verbr. der Formen vgl. K. 27; Zs.: Hammel-, Schaf-, PfWB Zehntlamm; Syn.: PfWB Hammel 1 d, Schäfchen, Schaflämmchen; RA.: so fromm wie e L. 'gutartig', von Menschen und Pferden [ ZW-Battw, mancherorts], vgl. PfWB lammfromm; so gedullich wie e L. [RO-Dielkch, verbr., Gal (Krämer Sprachsch. 137)]; so unschullich wie e L. [ KU-Schmittw/O]; brav wie e L. [ LU-Opp]. Der hält wie e L. 'Er hält still (und läßt alles über sich ergehen)' [ RO-Dielkch]. Dem gehn die Hänn, wie em dodne Lamm der Schwanz, von einem Faulen [mancherorts Don Gal Buch]. VR. s. PfWB schlafen. a. 1553: Item von den zehen lämmeren jahrs ungefehr 1 fl., darnach die lämmer geraten [ABlieskst 56]. a. 1574: vnnd gibt man für ein lamb ii albus, item für ein ferckhel iii albus [PfWeist. 838 (RO-Gundw)]. —
b. 'Mutterschaf' [ KL-Ottb BZ-Annw]; vgl. PfWB Mutterlamm. —
2.
a. 'in Lammform zu Ostern, Pfingsten gebackener Kuchen'; vgl. PfWB Oster-, PfWB Zuckerlamm, PfWB Pfingstlämmchen 2. Kirchweihbrauchtum das Lämmel heraustanze: Während des Kirbetanzes wird um eine brennende Kerze ein Seil mit einem daran hängenden Glas gebunden. Paar um Paar tanzt an der Kerze vorbei. Derjenige, bei dem die niederbrennende Kerze das Seil durchbrennt, so daß das Glas herunterfällt, muß einen Kuchen in Lammform, einen Kranzkuchen und zwei Faß Bier spendieren [ BZ-Dierb]; vgl. PfWB Hammel 1 d heraustanzen. —
b. Lamm Gottes, im kirchlichen Bereich der kath. Liturgie (Agnus Dei) und aus der biblischen Überlieferung bekannt [ NW-Elmst BZ-Dernb]. —
3. Dim. Pl. 'Blütenstand der Haselnuß', Lämmcher [»Südpfalz« (Wilde Notizen)]. —
4. vgl. PfWB Hurenlamm,

[Bd. 4, Sp. 747]
Pfingstlämmchen 1. — Südhess. IV 101/02; RhWB Rhein. V 64/66; LothWB Lothr. 327; ElsWB Els. I 586.

 

  Pfingst-lämmchen n.:
1. Neckname für das Kind, das am Pfingstmorgen am längsten schläft, Pingschtlämmche [KL-Fischb (1902)]. Dem P. wird der Pfingstkranz umgehängt. Mit dem Kranz wird dann das »Kuhhämmelchen« geschmückt (Kleeberger 32). —
2. ein Gebildbrot an Pfingsten, Pingschtlämmle [LA-Venn (um 1935, 1966 unbekannt)].