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 PfWB Küche (Bd. 4, Sp. 655)   PfWB Puppen-küche (Bd. 1, Sp. 1362)   ElsWB Kuch(i) (Bd. 1, Sp. 421a) 
   Küche f.:
1.
a.
α. wie schd., Kich (kiχ) [fast allg.], Kisch (ki) [vereinzelt], Kiech (kīχ) [teilweise Penns (PSA, K. 24)]; die verrerscht (vordere) K. ' Teil des Hausgangs vor der K.' [ PS-Schmalbg].

[Bd. 4, Sp. 656]
Man unterscheidet mancherorts, so auch in Gal, Sommer- u. Winterküche. Ich muß die K. in Ordnung bringe [ LU-Muttstdt], die K. ferdich mache, dass. [NW-Frankeck, verbr.], muß sauweri K. mache [ NW-Kallstdt]. En der ehr K. bleibt mer stecke, von großer Unordnung in der K. [ WD-Niedkch]. RA.: Ferdich mei K.!, Ausspruch bei Beendigung einer Arbeit [ KB-Dreis, mancherorts]. Der (Sie) werd in de K. geschlacht 'Er (Sie) darf nicht heiraten', die Familie bekommt sein (ihr) Vermögen [ KU-Schmittw/O Bedb Etschbg Kirchhbol]. Er dut em die Hase in die K. treiwe 'verschafft einem Vorteile' [ NW-Frankeck, mancherorts]. Do kann ich in Daiwls K. kumme 'in eine unangenehme Lage kommen' [KL-Hirschhn, verbr.]. SprW.: Stehen Küch' und Keller offen, kommen Freund' genug geloffen [KL-Fischb (nach einer handschriftl. Spruchsammlung a. 1669)]. —
β. vgl. PfWB Puppen-, PfWB Feld-, PfWB Vieh-, PfWB Futter-, PfWB Heischer-, PfWB Wäsch-, PfWB Wurstküche. —
b. 'Küchenausstattung'. Die hot e moderni K. [verbr.]. —
c. mit bestimmten Adjektiven 'Art der Zubereitung von Speisen'. Die fihre e fett K., wenn fett gekocht wird [ WD-Niedkch, mancherorts]. Heit gibt's kaldi K. 'kalte Speisen' [ SP-Harths, mancherorts]. —
2. übertr.
a. = PfWB Gesäß. Aam in die K. trere (treten) [ FR-Albsh, mancherorts]. RA.: die K. verrohre 'den Hintern verhauen' [ NW-Kallstdt]. —
b. 'weibliches Geschlechtsorgan'. RA.: Die hot e schän Ausstattung; wann se 's Bään hebt, sieht mer in die K. [ LU-Opp]. — Südhess. IV 2/3; RhWB Rhein. IV 1628 ff.; LothWB Lothr. 284 Kich; ElsWB Els. I 421.

 

  -küche f.:
1. 'Miniaturküche zum Spielen', Boppekich [allg.]. —
2. 'tadellos saubere und aufgeräumte Küche' [ LU-Böhl]. — Südhess. I 1233. —

 

  Kuch(i), Kücheⁿ [‘Xûə Pfetterhsn.; Khùχi Sier. Hirzfn.; Khùχə Hi. M.; Khùχ Su. Ruf. Osenb. Hlkr. Winzenh. Co. Dü.; Khìχə U. W.; Khìχ Str.; Pl. Khùχə, Khìχə] f. Küche. Hes d Kuch bschlosseⁿ? fragt man ein Mädchen oder eine Frau, die einen Russflecken im Gesicht hat Dü. Meⁿ kummt in s Teüfls Kuch wird arg verschrieen Su. Spw. Is e Küch noch so gross, se ghört nur ein Fraü driⁿ Bf. Gassenhauer: Unsri Magd is in dr Kuch, Si wäscht m Vatter s Gschirr u. s. w. Rapp. JB. VII 170. ‘Gehn eurer Wäy in d’ Küche’ Pfm. II 3. ‘Denn ’s Gschäft, weisch, geht d'r Kuche vor’ Stöber Fürst. 10. ‘in der Kuchen’ Fisch. Flöhh. 1509. ‘Kuchen oder Keilre’ Str. 15. Jh. Brucker 51; ‘Kuchin’ ebd. 278. ‘Kuchin culina, coquina’ Dasyp. Zss. Kucheⁿschlüssel, Kuchimutz, Kucheⁿmutzer, –kënsterli, –schaft.

Demin.