Krist-baum ( Christ-) m.: wie schd., Krisch(t)baam, -boom, -bääm (zur Verbr. des Grundwortes vgl. K. 26 Baum) [MPf SWPf NPf (neben PfWB Weihnachtsbaum) VPf (neben PfWB Zuckerbaum und PfWB Buchsbaum)], Kresch(t)- [lothr. SWPf vereinzelt westl. WPf westl. NPf mittl. u. südl. VPf]; vgl. K. 265. Oft wird das Wort, ohne daß eine besondere geographische Verteilung erkennbar wird, im Dim. gemeldet. Syn.: PfWB Baum 2, Kristkinds-, Buchs-, PfWB Lichter-, Weihnachts-, PfWB Zuckerbaum. Der K. wird von den Eltern oder den älteren Geschwistern gewöhnlich am Nachmittag des 24. Dezember geschmückt. Den kleinen Kindern sagt man, der K. sei vom Kristkind gebracht worden. Als K. dient zumeist eine Rottanne oder Fichte, seltener eine Edeltanne. Früher schmückte man auch Kiefern, oder man stellte aus einem Holzstab und Fichtenzweigen oder mit grünem Papier umwickelten Drahtstücken einen K. her. Den K. befestigt man im Kristbaumständer oder im Kristbaumgärtchen; bis etwa 1910 hängte man ihn mit der Spitze an der Zimmerdecke auf. Ärmere Leute begnügten sich damit, daß sie einen Zweig an der Decke oder an der Wand befestigten. Syn. für das Schmücken des K. s. PfWB putzen 3 a und K. 76. Zum Schmücken verwendete man früher Äpfel (s. PfWB Kristkindsapfel), Nüsse, Zuckerwerk; in unserer Zeit sind es hauptsächlich Glaskugeln, Engelshaar u. dgl. Abgeräumt wird der K. zu- [Bd. 4, Sp. 611] meist nach Neujahr; vgl. PfWB abmachen I 1 c. RA.: Mit dem kann mer Krischbäämcher fange, von einem Dummen, der alles mit sich machen läßt [ZW-Marthh Kaislt LU-Friesh Land Feierowend 33/1966]. KR.: Krischtkinnel, kumm in unser Haus, leer dein goldig Kerwel aus, stell de Krischbääm uf de Disch, daß mer sieht, daß Weihnachte isch [ LA-Mörzh, LU-Altr LA-Kl'fischl BZ-Heuchh]. — Zur Wort- und Sachgeschichte vgl. Christmann Vk. 61-69. — Südhess. III 1844; RhWB Rhein. IV 1532; Saarbr. 41; Lothr. 314. | | Buchsbaum m. Buchsbaumstock, gew. Pl. zu Buchs Heidolsh. Kirschl. 2, 48. — Schweiz. 4, 1243. |
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