Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB Krem-schüssel (Bd. 4, Sp. 581)   PfWB Schüssel (Bd. 5, Sp. 1513)   PfWB Schwenk-schüssel (Bd. 5, Sp. 1598) 
   Krem-schüssel f.: 'Rasierschale', Kremschissel [ GH-Zeisk].

 

   Schüssel f.:
1.
a. 'rundes oder ovales, oben offenes Gefäß (zu den verschiedenen Verwendungszwecken s. die Zs.)', Schissel (isl), Pl. -e (-ə) [verbr., Christmann Kaulb 22 Mang 112 Schneckenburger 28 Otterstetter 65, Lambert Penns 133 Krämer Gal 194]; Zs.: PfWB Apparaten-, PfWB Aufspül-, PfWB Aufwäsch-, PfWB Back-, PfWB Balbier-, PfWB Blech-, PfWB Blut-, PfWB Bund-, PfWB Butter-, PfWB Tauf-, PfWB Teig-, PfWB Deisem-, PfWB Dom-, PfWB Dünger-, PfWB Fleisch-, PfWB Formkuchen-, PfWB Form-, PfWB Geld-, PfWB Gemüse-, PfWB Geschirr-, PfWB Holz-, PfWB Käse-, PfWB Krem-, PfWB Kuchen-, PfWB Latwerg(en)-, PfWB Leib-, PfWB Mermit-, PfWB Milch-, PfWB Molken-, PfWB Mus-, PfWB Ohren-, PfWB Rasier-, PfWB Ratonkuchen-, PfWB Raton-, PfWB Salat-, PfWB Sä-, PfWB Schaum-, PfWB Schwenk-, PfWB Seih-, PfWB Senf-, PfWB Spauz-, PfWB Spül-, PfWB Spülwasser-, PfWB Suppen- 1, Waschschüssel, PfWB Tapp-in-die-Schüssel; e Sch. (Dim. Schisselche) vun Blech 'eine Schüssel, in die u. a. die Trauben gelesen werden' [ NW-Herxh u. andere Weinorte]. Hollemohl die Schisselcher fa de Pudding rinnsemache! [IB-Ensh (Glass I 56)]. Un Schissle un Kachle aus Hettrumer (Hettenleidelheimer) Lehm, / un en Weikrugg, mit Wei drin, do sin mer dehääm [Wilms Land und Lewe 14]. Ehr Kinner, essen die Schissele leer, daß es gut Wedder gebt! [Frankth, KU-Schmittw/O LU-Dannstdt]. RA.: aus eener Sch. gedääft werre 'gleichaltrig sein' [ KU-Schmittw/O]. Er is e Hanstappes in die Sch. 'ein ungeschickter Mensch' [ KU-Schmittw/O]. Er hat e Riß in de Sch. 'ist geistig nicht ganz normal' [Thielen So rerre mer 103]. Der muß a iwwerall sei Maul in de Sch. han 'sich in alles einmischen' [Kus]. Der verhungert newe de Sch., von einem faulen, hilflosen Menschen [ KU-Herschw/Petth]. SprW.: Was nitzt e scheeni Sch., wann nix drin is [ PS-Saalstdt, mancherorts, auch Don Gal], gesagt, wenn z. B. ein Bursche ein sehr schönes Mädchen ohne Mitgift heiraten will [ Don-Gert]. Wer protzt an de Sch., dem schadt's am Rissel [ NW-Kallstdt, LU-Maud]. Var.: Wer trutzt in die Sch., dem geht's ab am Rissel [ PS-Burgalb], speert's am Rissel [verbr. Don Gal Buch Rußl]. Wer trinkt on de Sch., dem schadt's om Rissel [ Don-Schowe]. Mer sott net 's Geld verachde, wu

[Bd. 5, Sp. 1514]
in 're roschdiche Sch. leit [Penns (Barba)]. Die Schulde esse mit eem aus der Sch. [ Gal-Obersdorf]. Die fresse net aus ääner Sch. 'haben Streit' [ KL-Wörsb]. VR. s. PfWB Pastor 1, PfWB prosit 2, PfWB Brühe 1 a. 1553: Item soll der meiger zü fasthnacht bringen dem vogt ein schussell mit viesch, XII pfundt oleis [PfWeist. 633 (IB-Gersh)]. a. 1587: 1 zinnen schißel [Westpfälzische Geschichtsblätter 1903 48 (Inventarium)]. —
b. 'Tasse, Kaffeetasse' [verbr. mittl. u. südl. VPf O-PS, Bertram § 296]; Zs.: PfWB Kaffeeschüssel; Verbr. u. Syn. s. K. 267, Kümpfchen. Trink noch e Sch. voll Kaffee! [ LA-Gommh]. —
2. s. die Zs. PfWB Hofschüssel, PfWB Suppenschüssel 2. — Südhess. V 838 ff.; RhWB Rhein. VII 1940 ff.; LothWB Lothr. 444 Schissel; ElsWB Els. II 441.

 

  -schüssel f.: 'Spülschüssel', bes. 'Schüssel mit klarem Wasser zum Nachspülen des Geschirrs', -schissel [Kaislt PS-Wallhalb]; vgl. PfWB Spülschüssel. Südhess. V 916.