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 PfWB Kreis (Bd. 4, Sp. 575)   PfWB An-mal (Bd. 1, Sp. 259)   ElsWB Zil II (Bd. 2, Sp. 902a) 
   Kreis m.:
1. 'gleichmäßig runde, in sich geschlossene geometrische Figur', Kreis (gręis) [vereinzelt SWPf, Buch-Illisch], Kraas (grās) [mittl. NPf Christmann Kaulb 68 Mang 130], Krääs (grs) [verbr. VPf mittl. WPf NWPf, vgl. K. 194 heiß], Krees (grēs) [Don (Steinmetz) Gal-Dornf u. Umg. Brig]. —
2.
a. 'ringförmiger Dunstkreis um den Mond' [ KU-Bedb Hundh Körbn Obw/T KL-Matzb Weilb PS-Windsbg]. Zs.: Mondkreis. De Muund hat e K. [ KL-Weilb]. BR.: De Mound had e K, 's gibt Rään (Regen) [ PS-Windsbg, mancherorts]. —
b. 'der Platz, auf dem man beim Kinderspiel nicht geschlagen werden darf' [ LA-Walsh BZ-Münchw]. Syn. s. PfWB Bott 1. —
c. 'das Malzeichen beim Klickerspiel, nach dem geworfen wird', Krääs [mancherorts], Krääsel [ HB-Erb PS-Erfw LU-Assh], Kreis [ ZW-A'hornb PS-H'einöd Leim KB-Lauth LU-Ruchh]. Syn. s. PfWB Kaute 1 g. —
d. 'das Malzeichen beim Klickerspiel, von dem aus geworfen wird', Krääs [mancherorts]. Syn. s. PfWB Anmal1. —
e. 'ringförmig angeordnete oder ausgestreute Materialien u.ä., im Zusammenhang mit magischen Praktiken (Kreiszauber)' [Becker Vk. 141, 143, 302]. —
3. 'politische Verwaltungseinheit', meist nach dem Schd., Kreis [verbr.]. a. 1684: ... und hot sollen enthauptet werden, nach gebrochenem staab aber durch die auf der Zeiten ahm Creis gehaltenen Herrn ambtsbedinter den Churfl. gnädt. pardon vernohmen, worauf derselbe zum schanzen ... condemniert worden [Niedhammer 249 (NW-Wachh)]. — Südhess. III 1803; RhWB Rhein. IV 1452; LothWB Lothr. 311; ElsWB Els. I 524.

 

   An-mal1 n.: 'Mal, von dem aus beim Spiel mit Klickern, Knöpfen oder Bohnen geworfen wird', Aanmol (ˈnmōl) [ KU-Jettb]. Syn. (1935): An(en), Anhalte, -kaute, -maß, -satz, -schießmal, -setze, -stoß, -strich, -werfkaute, -wurf, Bot, Botkaute, Bütte, Dreimeterstrich, Gesetz, Grenze, Grenzstrich, Haus, Hinterkaute, Hinterstrich, Klickerstrich, Linie, Mal, Maß, Motte, Platz, Schurgelplatz, Seele, Setzer, Stand, Stellstrich, Strich, Unterkaule, Zeichen, Zoll. (Vielerorts fehlt eine Bezeichnung.) RhWB Rhein. V 784.

 

  PfWB  RhWB Zil II, Ziel [Tsíl Pfetterhsn. Hi.; Tsél Co. Mutzig K. Ingenh.; Tsìèl Hf.; Tsîl Str. Ingw.] n. (f. K. Ingenh.) 1. Ziel z. B. beim Barlauf K. Ingenh., beim Stünzer- oder Bohnenspiel: wer mit der Kugel zunächst

[Bd. 2, Sp. 902b]
kommt, darf anfangen Pfetterhsn. Z. = Läuferles Knabenspiel Mutzig. 2. Zeit des Dienstboten- und Wohnungswechsels: s gross Z. Weihnachten, Frauentag (24. März), Johanni, Michaeli; s klein Z. 14 Tage später Hf. Ingw. ‘so bald das ziel aus ist si tost que ce terme sera escheu’ Martin Parl. N. 93. ‘die wolff essen kein zil’ Geiler Narr. 77. ‘Us vil armbrusten schissen, trifft selten das zil’ ders. in Als. 1862, 134. Frage aus dem Verhör des Altkircher Malefizgerichts: ‘Ob Ir der böss Feindt, Ir Bul, kheine Ziel geben, wie lang sie solches treiben soll?’ Als. 1856, 285. 3. = Aufschub. ‘vnd welcher do ist vnd Ziel bittet, dem soll man Ziel geben 14 tage’ Eckbolsh. Als. 1854, 65. — Basel 325. Bayer. 2, 1113.