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| PfWB Kränke (Bd. 4, Sp. 542) | PfWB Kramm(en)-not (Bd. 4, Sp. 535) | PfWB Epilepsie (Bd. 2, Sp. 915) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. 'schwere Krankheit, bes. Epilepsie', Kränk (gręŋg, -e-) [verbr.]; vgl. PfWB Teufels-, PfWB Hahnen-, PfWB Höllen-, PfWB Millionenkränke; PfWB Krankheit, PfWB Kramm(en)not; PfWB Einmaleins. Krie die K.! [KB-Kerzh, verbr., Lambert Penns 70 Don Gal Buch]. Do kennt mer die K. krien, vor Ärger [LU-Oggh, verbr.]. a. 1590: ein Mann so die schwer Krenck hat [LeyArch. A. 2730 (LA-Burrw)]. a. 1597: einem so zu der schwehren Krenckh gehaischen [ebd.]. — 2. 'Unheil, Verderben'. a. 'gesundheitlicher Ruin, Tod'. Er hot die K. 'Er ist tot' [ LA-Mörzh, mancherorts]. Der kriet die K. 'ärgert sich zu Tode über etwas' [ Gal-Josbg]. Mer määnt, de Kopp mißt die K. krie'e 'müßte einem zerplatzen vor Schmerzen' [ ZW-Bechhf]. SprW.: Wann de Himmel ei(n)fallt, hunn alle Spatze die K. [Hebel 48]. — b. 'geschäftlicher Ruin'. Er hot die K. [NW-Kallstdt, verbr.]; vgl. PfWB blutt 6. RA.: 's ganz Gerschtel 'Besitztum' hot die K. [ KL-O'arnb]. — c. 'Verderb von Sachen'. Des Klääd hot die K. [NW-Neidfs, verbr.]. Bei dem Reenwerrer kriet de Grummet die K. [ KU-Schmittw/O]. RA.: Die ganz Butscher hot die K. 'Alles ist hin' [verbr. südl. VPf (Heeger Nachl.)]. BR.: Wann zwää Newwel ufenannerkumme, do hän die Wingert die K. [ NW-Ellstdt]. — 3. a. in Ausdrücken des Unwillens bei Mißerfolgen. Do kennt mer die K. krie [KB-Mauchh, verbr., auch Gal]. — b. in der Verurteilung böser Mitmenschen. Der hot die K. im Leib (im Bussem) [LU-Oggh, verbr.]. Die hot die 99 Kränk im Bauch, von einer bösen Frau [Krieger 42]. Er hot die K. in 'Dem ist nicht zu trauen, er hat es hinter den Ohren' [ ZW-O'hs]. SprW.: Rore Hoor hän die K. 'Menschen mit roten Haaren ist nicht zu trauen' [ NW-Geinsh, mancherorts]. — 4. in Ausdrücken der Überraschung. Kriech die K., dich hab ich schun e Ewichkeit nimmi gesehne!, Ausdruck übersprudelnder Begrüßung [LA-Mörzh, verbr.]. O hättschde die 99 Kränk!, Ausruf [Bd. 4, Sp. 543] bei einer Uzerei, einem guten Witz [ RO-Obd, mancherorts]. Der hot die Millione K., als Lobeswort für gute Arbeit [Schandein handschriftl. Notizen]. — Südhess. III 1754 ff.; RhWB Rhein. IV 1374/75; LothWB Lothr. 309; ElsWB Els. I 521.
| 1. 'Fallsucht, Epilepsie', Krammenot (grḁmənōd) [mancherorts mittl. VPf Lambert Penns 69], Krummenot (grumənōd) [KL-Gimsb u. Umg. Schandein Sprachsch. 46 Heeger Vhk. 123], Krummnot (grumnōd) [SOPf (Heeger Nachl.)]; vgl. PfWB Not; PfWB gottskrummenot; die K. krieche [ NW-Deidh, mancherorts]. Syn.: PfWB Epilepsie, PfWB Fallendkrankheit, PfWB Fallsucht, PfWB Getippel, PfWB Grau, PfWB Krampf 1 bβ, PfWB Kränke 1, PfWB Schwerenot; vgl. auch PfWB fallend, PfWB fallig, PfWB fallicht, hinfallend; PfWB Tier 2, PfWB Veitstanz. — 2. 'Notlage, Elend'. Der Weinbau hätt die Krummenot! (wenn es die Westpfalz als Eichenholzlieferant für Fässer usw. nicht gäbe) [Schandein Ged. 118]. — 3. in Ausrufen des Fluches, der Verwünschung, (seltener) der Verwunderung, Krammnot, -nout [LA-Gommh SOPf (Heeger Nachl.)], die krumm Not [NPf (PfId. 101)]. Du sollscht die K. krieche! [ LA-Gommh]. Krie die K.! [KL-Gimsb u. Umg.]. Kriescht net die krumm Not! (angesichts der mißlichen Lage) [RO-Sippf]. — Zu PfWB Krampf, PfWB Kramm, PfWB Krampen2 1 bβ; umgedeutet: Krummnot. — Südhess. III 1744; RhWB Rhein. IV 1358.
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