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 PfWB kösen (Bd. 4, Sp. 494)   PfWB Köse (Bd. 4, Sp. 494) 
   kösen schw.:
1. sich k.
a. 'sich selbst loben, prahlen, eingebildet sein', keese (kēsə) [ HB-Nd'gailb IB-Heckdh Herbh Ingb RO-Messbhf KL-Erlb Stelzbg Kaislt Pirmas]. Er keest sich 'Er rühmt sich' [Pirmas]. ... die Määd awer han sich geziert un schä'geduh, un sich u'bännich gekeest,

[Bd. 4, Sp. 495]
daß Buwe aus de Schdadt sich die Mieh ... machen, nore um drei Bauremääd se begrinsele [Sunndag 34/1965 2]. —
b. 'schadenfroh lachen' [ KL-Baalbn]. —
2.
a. 'dummes Zeug schwätzen' [ IB-Hass HB-O'bexb RO-Semb KL-Ottbg]. Syn. s. PfWB schwätzen. —
b. = PfWB sprechen [ NW-Wachh FR-Watth]. —
3.
a. 'dem Lehrer eifrig zu Gefallen handeln, um seine Gunst zu erwerben', Schülerspr. [Kaislt]. —
b. '(fleißig) lernen' [ KU-Erdb Kaislt]. — Zu mhd. kōsen, koesen 'sprechen, plaudern' ( Lexer Lexer I 1686) < lat. causari. — Südhess. III 1146 käsen, 1692 kosen; RhWB Rhein. IV 239 käsen; DWB DWb. V 1842 ff..

 

  Köse Gen.?: In der Wendung sich Käs gewwe 'öffentlich prunken, hoffärtig tun' [Schandein Ged. 240]. Vgl. Lothr. 277: Der get (gibt) sich awer e K.! 'bildet sich was ein'; DWB DWb. V 249: sich einen Käse geben 'wichtig tun'; RhWB Rhein. IV 231: sich K. gewe 'sich wichtig machen, prahlen'. — Zu mhd. koese 'Rede, Gespräch, Geschwätz' ( Lexer Lexer I 1686). Hierher wohl auch PfWB Käse 2 gβ 'dummes Gerede', vgl. PfWB kösen 2 a 'dummes Zeug schwätzen'. DWB DWb. V 1841.