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 PfWB Korn-blume (Bd. 4, Sp. 485)   ElsWB Gret (Bd. 1, Sp. 285b) 
  -blume f.:
1.
a. 'Kornblume (Centaurea cyanus)', -blumm, -blum [verbr.]. Syn.: PfWB Tintenblume, PfWB Heckengretel, PfWB Kaiserblume 1, -liebling; vgl. DWA V. —
b. wie a., jedoch nur in Verb. mit dem Adj. blau (im Ggs. zu rote K., vgl. 2b), die bloo K. [ HB-Erb IB-Ballw ZW-Riedbg Zweibr O'aub PS-Erfw Fischb Heltbg Leim Nünschw Pirmas KL-Bruchmühlb], blooi K. [Wilde 148]; vgl. PfWB blau 1. Volksmed.: Ein altes Rezept aus der NPf: Von Kornblumen nehme die Blättcher, pflicke sie in ein Glas, verbinde es gut, stelle es drei Wochen in ein Ameisenhaufen; stärkt die Augen [E. Christmann in: Pf. Volkszeitung 25. 7. 1950, Wilde 149]. —
2.
a. 'Klatschmohn (Papaver rhoeas)'; Verbr. u. Syn. s. K. 241, PfWB Klapperrose 1. »Es gibt in der Pfalz Gegenden, in denen die wirkliche Kornblume nicht vorkommt. Ihre Stelle vertritt als Pflanze und als Name der Klatschmohn« [Wilde 130]. —
b. wie 2. a., jedoch nur in Verb. mit dem Adj. rot (im Ggs. zu blaue K., vgl. 1 b), die rot K. [KU-Gries Kollw Sand IB-Wolfh ZW-Gr'steinhs Käshf PS-Fehrb GH-Knitth Wilde 130]. —
3. = PfWB Kornrade, Kornblumm [Pirmas GH-Neubg (Wilde 149)], Koor- [IB-Heckdh Ingb (Wilde Notizen)]. — Südhess. III 1685; RhWB Rhein. IV 1264; LothWB Lothr. 305.

 

  Gret [Krét Hi. Dü. K. Hf. Str.; Krièt M.] 1. Koseform des weiblichen Vornamens Margareta, der bes. bei den protestantischen Bäuerinnen beliebt ist. Daher 2. Mädchen überhaupt. Dis sin noch zwo wispligi Greteⁿ zwei mutwillige Mädchen Obhergh. Du dummi G.! gutartiges Scheltwort für ein Frauenzimmer, das irgend eine Dummheit begangen hat M. Armi G. arme Person: ich bin halt dr armeⁿ Greteⁿ Soʰn, Tochter ich habe kein Glück. ‘O weh, o weh Kätt, d Gret het s Laufeⁿ! da ist etwas Schlimmes passiert Str. Gret Müllerin Hauptperson in Murners Mühle von Schwindelsheim. — Schweiz. 2, 824. Bayer. 1, 1017. Koseformen: