Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB Kopf-schülpe (Bd. 4, Sp. 471)   RhWB Schülpe (Bd. 7, Sp. 1886)   PfWB Schülpe (Bd. 5, Sp. 1491) 
 -schülpe f.: = PfWB Kopfschuppe, -schilp [Gal-Rehdf Stanin], -schilwe, Pl. [ Gal-U'wald]; vgl. PfWB Schülpe, PfWB Schübe. Rhein. IV 1231. —

 

  PfWB Schülpe das Wort, zu dem Schülbe, Schülche, Schülke, Schülze zu vergleichen sind, zu ndl. schelp, schulp, mndl. scalpe, scilpe, scolpe, sculpe, mnd. schulpe, scholpe »Schale, Muschel« gehörig, ist in drei mehr oder weniger geschlossenen Geb. verbr., die z. T. zusammenhängen u. zusammengenommen, fast das ganze rhein. Geb. umfassen, u. zwar α. im u. an der Grenze des Schülbe-Geb. iləp, –e-, Pl. -lbə Saarbr-Burb Fürstenhsn Güding Hilschb Quierschd (-o-), Ottw-Merchw Uchtelfang, Wend-Merzw Reichenb, Birkf, Meis, Kreuzn-Eckw Hahnenb Heddesh Hergenf (-u-) Monzing Oberhsn Seesb Strombg Winterbg; n. davon am Rande des Geb. Saarl (Diefflen -o- u. -e-), Merz-Nunk (-u-) Warden; Trier-Mettnich (-o-), Bernk-Rhaunen, Zell-Lötzbeuren Raversbeuren Wahlenau; β. elp, Pl. -lbə, –lpə uMos in Koch (Hambuch -o-), Kobl, May u. Westerw (im nicht entrundenden Geb. -ø-); γ. an May u. Westerw anschliessend ølp, Pl. -lpə Rip n. einschl. Aden, Ahrw, Eusk, Malm, Monsch geschlossen (es fallen also aus die M u. WEif, Schleid), rrhn. nach O. sich über rip. Waldbr, Wippf u. Gummb-Drabenderhöhe Pergenr sich erstreckend u. das Siegld mit ølb, –e-, –o-, Pl. -lbə umfassend; an das lrhn. Rip (-o- Bo-Stdt) schliesst sich unmittelbar an Eup-Stdt mit øylp, Pl. -lpə u. das SNfrk in Geilk, Heinsb, Erk, MGladb, Kemp mit øləp, Pl. -lpə, das über Geld-Leuth Hinsbeck Straelen nach Klev hineinreicht (es fallen also aus Grevbr, Neuss. Kref, Mörs u. rrhn. Klevld, Ruhr (doch -ø- Dinsl-Möllen) NBerg u. nfrk. OBerg) f.: 1. sich ablösende Schale. a. Haut-, Kopfschuppe Saarbr (s. o.), Wend-Merzw, Kreuzn (s. o.), Bernk-Rhaunen, Zell (s. o.), Koch, May, Aden, Neuw-Rodenb, Altk, uWupp, Köln-Stdt, Eusk, Rheinb-Heimerzh, Bo, Dür, Jül, Aach, SNfrk, Geld; Fischschuppe Kreuzn-Hahnenb, Köln-Stdt, Heinsb-Oberbr. — b. vereinzelt: Schale des Getreidekornes Koch-Leienkaul; die Sch. um die einzelnen Bohnen oder Erbsen, die sich beim Kochen löst Kemp-Breyell; Schote des Rapses, Zitronenschale Klev; Faserteilchen, beim Brechen des Flachses Geld-Straelen; Deckblättchen (Schildchen) über der sich entwickelnden Traube Goar-ODieb; Haut der Traubenbeere Goar-Burgen; H. der Hülsenfrüchte, die sich beim Kochen ablöst Birkf-NHosenb, Dinsl-Möllen; Kerngehäuse des Kernobstes Birkf-Kirschw OTiefenb. — c. Muschel Klev; Schlüsselbeinknochen an der Schulter Koch-Leienkaul; Fehler an Gussstücken; Hosenlatz Eup-Stdt; Hautblase Kobl-Mallendar. — 2. grosse Scholle. a. Ackerscholle Verbr. im Geb. α, β, Siegld, Gummb (s. o.), Waldbr, Wippf, Rip in Sieg, MülhRh, Aden, Ahrw, Bo, Köln (also nur ein Teil von Geb. γ.). — b. Eisscholle,

[Bd. 7, Sp. 1887]
auch Issch.c. grösseres, flaches Stück Stein Saarbr; flacher Geröllstein im Wasser May-Stdt; grosser Eisensteinblock, in der Bergmspr. Altk, Siegld. — d. Scheibe, Flatsche, in der Bergmspr. ebd. — e. übertr. verächtl. mageres Stück Vieh May-Kehrig.

 

   Schülpe, Schulpef., Schülpen, Schulpenm.:
1. 'Haarschuppe', Schilp, Pl. Schilwe [ KU-Bedb RO-Als], Schilp, Pl. Schilwe [Krämer Gal 194], häufig nur Pl. Schilwe belegt [KU-Kaulb, mancherorts NWPf NPf, PS-Geisbg SP-Heiligst GH-Sondh Thielen 98, mancherorts Gal], Schilbe [ KU-Brück Ehw Elschb Hüffl Herschw/Petth Obw/Tiefb RO-Dielkch KL-Erlb Hütschhs Weilb, mancherorts Don Gal], Schulwe [ KB-Stett]; s. K. 342; Syn. s. PfWB Schuppe 1; Zs.: PfWB Haar-, PfWB Kopfschülpe. —
2.
a. 'plattenförmiges, flaches Stück', von Eis oder gefrorenem Boden beim Aufhacken, Schilp, Pl. Schilwe [ RO-Odh Don-Schowe Torscha], m. Schilbe [Krämer Gal 257], Pl. oder ohne Genusangabe [Bliesg (PfId. 123) RO-Messbhf], Pl. Schulbe [ KL-Olsbr]; Zs.: PfWB Eisschülpe; e Schilbe Eis [ Gal-Josbg]. —
b. allg. 'Scholle, Erdklumpen', m. Schilbe [ KU-W'mohr Don-St. Andreas, mancherorts Don], Pl. oder ohne Genusangabe [Müller Dietschw 64 ZW-Battw RO-Dielkch Lettw], Schilwe [ Gal-Obl], Schulbe [ KB-Gauh]; Zs.: PfWB Wasemschülpen. —
c. 'beim Pflügen entstehende Scholle, wenn der Boden feucht ist', Schilp, Pl. Schilwe [ KU-Rutsw/L], m. Schilwe [IB-Eschring], Schilbe, Schilwe (ohne nähere Angabe) [mancherorts WPf NWPf vereinzelt NPf nördl. VPf (neben PfWB Scholle bzw. Schwolle)]; Syn. s. PfWB Scholle. —
d. 'Erdscholle mit Grasnarbe zum Auffüllen nasser Stellen der Wiese', m. Schilbe [ IB-Habkch], Pl. Schilbe [ ZW-Walshs PS-Schmalbg Windsbg]; Zs.: Grasschülpe; e Sch. Wasem [ IB-Habkch]. —
e. 'große gefrorene Scholle', Schilp, Pl. Schilbe [ KL-Weilb]. — Südhess. V 811/12; RhWB Rhein. VII 1886/87; ElsWB Els. II 412; Schwäb. V 1100, 1181; DWB DWb. IX 1962/63.