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| PfWB Kopf(en)-brett (Bd. 4, Sp. 466) | PfWB Schild (Bd. 5, Sp. 973) | PfWB Stroh-wisch (Bd. 6, Sp. 721) | |||||||||||||||||||||||||||||
1. 'das aufgestellte Abschlußbrett des Kastenwagens vorn, mancherorts auch hinten', vgl. Abb. 54, Koppbrett, Koppbräät, s. PfWB Brett [verbr. westl. WPf], Koppebrett [ KU-O'alb]. Syn.: PfWB Brett 2 a, PfWB Diel 1 aδ, PfWB Tür 3 a, PfWB Vorderladen, -schild, -tür 2, PfWB Kastenbord, -laden, PfWB Kopfdiel, -teil 2, -türchen, PfWB Schieber, PfWB Schild, PfWB Schuber, PfWB Schütz(el), PfWB Stellbord, PfWB Stirnbrett, PfWB Wagenladen, -schieber, PfWB -türchen. — 2. 'vordere Verbindungsstange der Ernteleitern' [ IB-Nd'würzb ZW-Nd'hs Wintb]. — Südhess. III 1663; RhWB Rhein. IV 1228.
| 1. 'Schutzschild', früher als Ausrüstung des Kriegers, heute nur in den RA.: (ebbes) im Sch. fihre '(etwas) heimlich planen, beabsichtigen' [NW-Haßl, verbr.]; uf de Schild hewe 'auserwählen' [ KU-Schmittw/O]. — 2. a. 'Hinweis- oder Verbotsschild (mit Symbol, Namen oder sonstiger Aufschrift)'. α. eines Geschäftes. einer Gaststätte [verbr.]; Zs.: PfWB Nasen-, PfWB Wirtshausschild. — β. für das Befahren von Wegen [ FR-Maxd, mancherorts]; vgl. PfWB Tafel 1 d. — γ. für das Schließen der Weinberge vor der Weinlese' [ NW-Kallstdt LA-Böching Burrw Edh Gleisw Diedf Maik Wey]; vgl. PfWB Strohwisch. — b. 'Abschlußbrett am Kastenwagen', auch Lattengestell am Leiterwagen', vorn und hinten [KL-Frankst LU-Alsh/Gr Altr Neuhf Muttstdt NW-Dürkh Klein Wag. 112]; Zs.: PfWB Vorder-, PfWB Hinterschild; Syn. s. PfWB Kopf(en)brett 1 bzw. Reff 1 b. — c. = PfWB Sensenreff [ PS-Rodalb]. — d. s. die Zs. Tabak(s)schild. — e. FlN, Acker von schildartiger Form [ LA-Maik]. — Südhess. V 292/93; RhWB Rhein. VII 1121/22; LothWB Lothr. 441; ElsWB Els. II 411.
| 1. a. 'Handvoll Stroh, Strohbüschel, -knäuel', zum Wischen, Feueranzünden u. ä., Strohwisch, Strouh-, Struh-, s. PfWB Stroh [verbr., Lambert Penns 145 Krämer Gal 258]; Pl. wie Sg. Putz dein Fieß merrem (mit einem) St. ab! [ KU-Schmittw/O]. 's Kalb sauft am Finger oder am St. [ KB-Bennhs]; daher die RA.: dem brauch mer käin St. se gewwe, der kann so saufe, von einem, der gern trinkt [ KU-Schmittw/O]. Brauchtum: in der Nacht zum 1. Mai steckt man einen St. in den Schornstein, damit der Rauch nicht abzieht [KL-Landstl]. VR. (Spruch der Heischekinder (Kläpperbuben) in der Karwoche, wenn sie keine Gaben bekommen): Wenn ihr uns nix geben, / soll euch 's Hemd am A... ankleben, / euch un eure Kinder / im Sommer wie im Winter. / Strohwisch, Strohwisch, / gebt uns alle Johr nix! [PfRh. 15. 2. 1935 87]. — b. 'Büschel Heftstroh zum Binden der Reben' [ FR-Albsh]; Strohwisch (Pl.) mache 'Langstroh zum Binden herrichten und bündeln' [ FR-Albsh]. WKW 71. — 2. 'gut sichtbar angebrachtes Büschel Stroh als Verbotszeichen'; s. Abb. 95. a. 'an eine Stange gebundenes Büschel Stroh als Verbot, Äcker oder Wiesen zu betreten', bes. bei frisch eingesäten Äckern oder bei Wiesen, die noch nicht zum allgemeinen Abweiden freigegeben sind [verbr.]; s. Abb. 95; e St. ufstelle [Krämer Gal 258]. De St. derf mer net erausreiße [ KU-Schmittw/O]. — b. 'an einer Stange, einem Baum oder Rebstock angebrachtes oder auf einem Wingertsweg in die Erde gestecktes Strohbüschel zum Zeichen der Schließung der Weinberge' [ RO-Als Dielkch Feilbg Nd'mosch Odh KB-Gauh Otth Stett FR-Grünstdt Quirnh NW-Bobh Duttw Gönnh Mußb SP-Mechth LA-Burrw Frankw Kl'fischl Mörzh Nd'hochstdt Roschb BZ-Albw Dörrb O'ottb]; heute weitgehend durch ein PfWB Schild 2 a γ ersetzt; vgl. PfWB Strohseil, PfWB Schaub 1 c; zu Bed. 2 vgl. ADV (NF) K. 52/53; HRG IV 1365 ff. — RhWB Rhein. VIII 861; LothWB Lothr. 504 Strohwusch; ElsWB Els. II 875. —
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