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 PfWB knuffen (Bd. 4, Sp. 382)   PfWB knuppen (Bd. 4, Sp. 385)   RhWB nuppen (Bd. 6, Sp. 280) 
   knuffen schw.:
1.
a. 'stoßen, bes. mit der Faust, dem Ellenbogen, den Knöcheln', knuffe [verbr., bes. VPf, Lambert Penns 68 mancherorts Gal]; vgl. PfWB knuppen 1, knuffeln; 'heimlich stoßen' [vereinzelt VPf Schandein Ged. 241 Journ. 4. Jg. (a. 1787) S. 213]; vgl. PfWB verhauen 1; 'mit den Hörnern stoßen' [ FR-Bockh]; vgl. PfWB ver-, PfWB herumknuffen; PfWB Geknuffe; PfWB knuffig. —
b. 'kneifen, zwicken' [ NW-Hardbg Spey]. —
2. 'flüchtig, schlecht arbeiten' [ KU-Wolfst]; vgl. PfWB knaupen2. — Südhess. III 1552/53; RhWB Rhein. IV 1028; LothWB Lothr. 300; ElsWB Els. I 506 knuppen.

 

   knuppen schw.:
1.
a. 'schlagen, stoßen, knuffen', knuppe (gnubə) [verbr. WPf (einschl. SWPf) NPf mancherorts VPf]; vgl. PfWB ver-, PfWB herumknuppen 1, PfWB knuffen 1 a, PfWB knüppeln 1, PfWB knuppsen. Syn. s. PfWB verhauen 1. Er dut em met de Knechel uf die Stern k. [ KU-A'glan]. Knupp net so! [ KB-Kriegsf]. Er knuppt mich 'stößt mich (mehr im Scherz) an' [Zweibr]. Er hot den arme Bu sou geknuppt! [ BZ-Dernb]. Die Kuh hot mich geknuppt [ RO-Dielkch]. Sie knuppe sich mitenanner 'verhauen sich' [ LU-Opp]. Die Aajer sin geknuppt 'Die Eierschalen sind (durch Stoßen) gesprungen' [ KU-Bedb]. —
b. vgl. PfWB herumknuppen 2. —
2. 'den Beischlaf ausüben'. Er hat se geknuppt [KL-Gimsb u. Umg.]; vgl. PfWB knüppeln 2. Syn. s. PfWB begatten. —
3.
a. 'arbeiten',

[Bd. 4, Sp. 386]
abschätzig. Der knuppt alles selbscht (statt vom Handwerker die Arbeit ausführen zu lassen) [ KU-Bedb]. —
b. 'pfuschen'. Der knuppt un knuppt un bringt nix ferdich [ KU-A'glan Kus]; vgl. PfWB zusammenknuppen. — Südhess. III 1562/63; RhWB Rhein. IV 1043/44; LothWB Lothr. 300; ElsWB Els. I 506.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB nuppen -u- (vgl. knuppen, nippen) schw.: 1. einen n., hinterlistig, heimtückisch stossen, knuffen mit geballter Faust Eusk, Rheinb, Bo, MülhRh, Erk-Elmpt; an engen n. rühren, tippen Jül-Tetz (-o-), Meis-Otzw. — Einen iwern. übergehen; dat loss eich mer nit gefalle, dat se meich lo so mer neist der n. iwernuppt hon Simm-Laub. — Absol. mit einem verbotenen Ruck den Klicker schnellen, etwa mit dem Knie, der Hand nachstossen Bo, Schleid-Lückerath; den Klicker des Gegners n., treffen Koch-Lutzerath. — Absol. einen zähen Lebkuchen mit der Hand oder auch mit einem Messer durchschlagen; das Messer muss dabei auf eine eigentümliche Weise zwischen den

[Bd. 6, Sp. 281]
Fingern gehalten werden Kobl-Stdt. — 2.a. mit dem Kopfe nickend, auf dem Sessel (Stuhle) sitzend einschlafen, schlummern, ein Nickerchen halten Saarbr-Sulzb, Saarl, Goar-Liesenf NSpay, Koch-Moselkern, Kobl, May, Aden, Ahrw, Rheinb-Ludend Wormersd, Bo, Bergh-Berrend, kurköln. Neuw, Altk-Seifen, Sieg; -e- Koch-Hambuch, Siegld-Obersd; -y- Ahrw-Fronr, Jül-Flossd; -ø- Neuw-Albertshf, Altk-Horhsn Michelb Mudersb, Aach-Eschw Bergr. S. neipen. — b. -ø- nippen, spitz trinken Altk-Luchert; -y- Heinsb-Saeffelen. — c. -y- weinerlich den Mund verziehen, sich beleidigt zeigen, bes. von Kindern Bo. — Abl.: die Nupperei, dat Genupps, der Nupper.