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| PfWB Knecht (Bd. 4, Sp. 345) | PfWB Pfingsten-knecht (Bd. 1, Sp. 837) | PfWB Knecht (Bd. 4, Sp. 345) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'Dienstknecht', Knecht (gnęχd, selten -e-) u. Kneecht (gnēχd) bzw. Knäächt (gnχd) [zur Verbr. s. K. 244], Knescht (gnęd) [ KU-Rothsbg Kaislt], Knacht (gnaχd) [ PS-Petbch GH-Wörth], Knaacht (gnāχd) [ PS-Nothw GH-Neubg]; Auslandspfälzer: Knecht (gnęχd) [verbr.], Kneecht (gnēχd) [mancherorts Don Gal, doch vgl. 1bβ]; e guder, fleißicher, fauler K.; e K., wo gut, fleißich schafft [verbr.]; e K. dinge 'in Dienst nehmen'; sich als K. verdinge [verbr. schon seit etwa 1930 selten werdend]. RA.: Bin ich dann dei K.? [ Gal-Michalowka Dolina Obl Buch-Tereblestie]. SprW.: Wer sich selbscht macht zum K., dem geschiehts recht [ RO-H'stätt]. Sei aajner K., sei aajner Herr [ Don-Tscherwk mancherorts Don Gal Buch]. 'me gude K. gehts net schlecht [ Don-Gertianosch]. — α. im bes. 'Knecht, der beim Bauern dient'; Zs.: PfWB Bauern-, PfWB Pferds- 1, PfWB Vieh-, PfWB Fuhr-, PfWB Futter-, Gäuls-, PfWB Koppel-, Küh-, PfWB Neben-, PfWB Stall-, PfWB Stuten-, Wingertknecht. Knechte wechseln die Stellung gewöhnlich am zweiten Weihnachtstag; vgl. Bündels-, PfWB Wandertag. De K. fiedert 's Vieh, fahrt mit de Kih (de Gail) [(1930) verbr.]. RA.: Das is fun dem K. seim Werrer, von schlechtem Wetter [ NW-Frankeck]; vgl. RhWB Rhein. IV 913 Knechtenwetter. SprW.: For K. un Maad is nimmand zu schad [LA-Edh, verbr. Don Gal Buch]. De Weingarte brauch e K., ke Herr [mancherorts Don (Steinmetz)]. VR. (Dienstbotenvers aus alter Zeit): Ich bin meim Herr sei liewer K., was ich dun, is alles recht [ HB-Böckw]. Sechs mol sechs es sechsedreißich, unser Maad es noch so fleißich, unser K. es noch so faul wie e alder Schäsegaul [ KU-Kaulb]; Var. s. PfWB fleißig 1, vgl. auch VR bei Bettlade 1. — β. Zs.: PfWB Pfeffer-, PfWB Bier-, Besuchs-, +Turn-, +Forst-, Gestüts-, +Grempel-, Haus-, Hengst(en)-, +Opfer-, Saal-, +Spett-, Stubenknecht. — γ. 'im Rang unter dem Ritter stehender Edelmann'; vgl. +knechtisch. Zs. PfWB Edelknecht. 15. Jh.: Kumpt ein man, er sy ritter oder knecht, pfaff oder leye [PfWeist. I 244 (LA-Diedf)]. — b. α. 'junger [Bd. 4, Sp. 346] Bursche, der αα. 'zur Hochzeit einlädt, als Brautführer fungiert'; vgl. Zs. PfWB Braut-, PfWB Haupt-, PfWB Ladeknecht. - - ββ. 'beim Quackumzug an Pfingsten den Pfingst(en)quack abgibt'; vgl. Zs. PfWB Pfingstenknecht. - - γγ. 'sich keck gebärdet'; vgl. Zs. Rauschenblattknecht. — β. 'lieber kleiner Junge', Kosewort, Kneecht, Knäächt, -che [(1925) verbr. WPf NPf NW-Gönnh verbr. Don Gal Buch (ältere Gener.)], Knecht, -che, -el [mancherorts VPf Rußl-Worms]. Kosewort der Mutter zu ihrem folgsamen Söhnchen: Du bischt mei Kneechtche! [KU-Trahw, verbr.], mei braver K. [ Gal-Sap]. Kumm her, mei Knecht! [LA-Impfl]; vgl. PfWB Magd. — 2. übertr. a. von Tieren; vgl. PfWB Bäcker-, Kukkucks-, PfWB Schneider-, PfWB Weberknecht. — b. Hilfswerkzeuge u. Geräteteile. α. 'Tritt des Spinnrads, womit das Rad in Bewegung gesetzt wird', Knäächt [KU-Kaulb HB-Limb (PfId. 77)], Knecht [ NW-Frankeck], Knechdel [ LA-Venn]. — β. 'Schüttler der Windmühle', Knecht [ KB-Bennhs]. — γ. 'Eisenzapfen am Kelterkranz, der beim Vordrehen des Kelterbackens die Kelterschraube mitnimmt, sie beim Rückdrehen im Gewinde ruhen läßt', Knecht (gnęχd) [Bertram § 278]. Auch: 'zwei schmale Latten, auf denen in der Kelter die Legdielen beim Zudecken des Leseguts ruhen', Knechde, Pl. [Bassermann-Jordan Weinbau]. Syn. s. PfWB Bajaß 7. — δ. 'Gestell des Schreiners, das dazu dient, lange Bretter, die an einem Ende in die Hobelbank eingedreht sind, zu stützen, um das Herabsinken zu verhindern', Kneecht [ KU-Kaulb Gal-Mierow]. Zs. Leimknecht. — ε. Zs. PfWB Standknecht 'Wabenständer'. — ζ. 'Balken des Fachwerks', Pl., Knechde [ LA-Gommh]. — Südhess. III 1486 ff.; RhWB Rhein. IV 908 ff.; LothWB Lothr. 297; ElsWB Els. I 502.
| [Bd. 1, Sp. 838] am Pfingstsonntag im Dorf herumgeführt wurde, Pingschdeknecht [PS-O'simt Lembg (seit 1961 nicht mehr) Ruppw L'mühl Glashtt Lu'wink Hintwdth]; vgl. PfWB Pfingstenbutz, PfWB -quack. In PS-O'simt gingen drei P. von Haus zu Haus und sangen das Heischelied: Es kamme drei arme Pingschdeknecht, die hätten so gere das Pingschderecht. Sie schaue nach de lange Stange, wo laurer (lauter) Speck un Wärschde hange. Gebt Eier heraus, gebt Speck heraus, es isch e scheni Jungfrau im Haus. Wohl net so klein, wohl net so groß, so daß das Messer in Speck neinstoß. Wurden die P. beschenkt, dann dankten sie mit den Worten: Ihr habt uns auch ein Gackerlein geben, drum schenk euch Gott das ewige Leben. Hatte man ihnen aber die Gabe verweigert, dann sangen sie: Ihr habt uns auch kein Gackerlein geben, drum soll eich 's Hemd am Arsch ankleben. — ElsWB Els. I 503.
| 1. a. 'Dienstknecht', Knecht (gnęχd, selten -e-) u. Kneecht (gnēχd) bzw. Knäächt (gnχd) [zur Verbr. s. K. 244], Knescht (gnęd) [ KU-Rothsbg Kaislt], Knacht (gnaχd) [ PS-Petbch GH-Wörth], Knaacht (gnāχd) [ PS-Nothw GH-Neubg]; Auslandspfälzer: Knecht (gnęχd) [verbr.], Kneecht (gnēχd) [mancherorts Don Gal, doch vgl. 1bβ]; e guder, fleißicher, fauler K.; e K., wo gut, fleißich schafft [verbr.]; e K. dinge 'in Dienst nehmen'; sich als K. verdinge [verbr. schon seit etwa 1930 selten werdend]. RA.: Bin ich dann dei K.? [ Gal-Michalowka Dolina Obl Buch-Tereblestie]. SprW.: Wer sich selbscht macht zum K., dem geschiehts recht [ RO-H'stätt]. Sei aajner K., sei aajner Herr [ Don-Tscherwk mancherorts Don Gal Buch]. 'me gude K. gehts net schlecht [ Don-Gertianosch]. — α. im bes. 'Knecht, der beim Bauern dient'; Zs.: PfWB Bauern-, PfWB Pferds- 1, PfWB Vieh-, PfWB Fuhr-, PfWB Futter-, Gäuls-, PfWB Koppel-, Küh-, PfWB Neben-, PfWB Stall-, PfWB Stuten-, Wingertknecht. Knechte wechseln die Stellung gewöhnlich am zweiten Weihnachtstag; vgl. Bündels-, PfWB Wandertag. De K. fiedert 's Vieh, fahrt mit de Kih (de Gail) [(1930) verbr.]. RA.: Das is fun dem K. seim Werrer, von schlechtem Wetter [ NW-Frankeck]; vgl. RhWB Rhein. IV 913 Knechtenwetter. SprW.: For K. un Maad is nimmand zu schad [LA-Edh, verbr. Don Gal Buch]. De Weingarte brauch e K., ke Herr [mancherorts Don (Steinmetz)]. VR. (Dienstbotenvers aus alter Zeit): Ich bin meim Herr sei liewer K., was ich dun, is alles recht [ HB-Böckw]. Sechs mol sechs es sechsedreißich, unser Maad es noch so fleißich, unser K. es noch so faul wie e alder Schäsegaul [ KU-Kaulb]; Var. s. PfWB fleißig 1, vgl. auch VR bei Bettlade 1. — β. Zs.: PfWB Pfeffer-, PfWB Bier-, Besuchs-, +Turn-, +Forst-, Gestüts-, +Grempel-, Haus-, Hengst(en)-, +Opfer-, Saal-, +Spett-, Stubenknecht. — γ. 'im Rang unter dem Ritter stehender Edelmann'; vgl. +knechtisch. Zs. PfWB Edelknecht. 15. Jh.: Kumpt ein man, er sy ritter oder knecht, pfaff oder leye [PfWeist. I 244 (LA-Diedf)]. — b. α. 'junger [Bd. 4, Sp. 346] Bursche, der αα. 'zur Hochzeit einlädt, als Brautführer fungiert'; vgl. Zs. PfWB Braut-, PfWB Haupt-, PfWB Ladeknecht. - - ββ. 'beim Quackumzug an Pfingsten den Pfingst(en)quack abgibt'; vgl. Zs. PfWB Pfingstenknecht. - - γγ. 'sich keck gebärdet'; vgl. Zs. Rauschenblattknecht. — β. 'lieber kleiner Junge', Kosewort, Kneecht, Knäächt, -che [(1925) verbr. WPf NPf NW-Gönnh verbr. Don Gal Buch (ältere Gener.)], Knecht, -che, -el [mancherorts VPf Rußl-Worms]. Kosewort der Mutter zu ihrem folgsamen Söhnchen: Du bischt mei Kneechtche! [KU-Trahw, verbr.], mei braver K. [ Gal-Sap]. Kumm her, mei Knecht! [LA-Impfl]; vgl. PfWB Magd. — 2. übertr. a. von Tieren; vgl. PfWB Bäcker-, Kukkucks-, PfWB Schneider-, PfWB Weberknecht. — b. Hilfswerkzeuge u. Geräteteile. α. 'Tritt des Spinnrads, womit das Rad in Bewegung gesetzt wird', Knäächt [KU-Kaulb HB-Limb (PfId. 77)], Knecht [ NW-Frankeck], Knechdel [ LA-Venn]. — β. 'Schüttler der Windmühle', Knecht [ KB-Bennhs]. — γ. 'Eisenzapfen am Kelterkranz, der beim Vordrehen des Kelterbackens die Kelterschraube mitnimmt, sie beim Rückdrehen im Gewinde ruhen läßt', Knecht (gnęχd) [Bertram § 278]. Auch: 'zwei schmale Latten, auf denen in der Kelter die Legdielen beim Zudecken des Leseguts ruhen', Knechde, Pl. [Bassermann-Jordan Weinbau]. Syn. s. PfWB Bajaß 7. — δ. 'Gestell des Schreiners, das dazu dient, lange Bretter, die an einem Ende in die Hobelbank eingedreht sind, zu stützen, um das Herabsinken zu verhindern', Kneecht [ KU-Kaulb Gal-Mierow]. Zs. Leimknecht. — ε. Zs. PfWB Standknecht 'Wabenständer'. — ζ. 'Balken des Fachwerks', Pl., Knechde [ LA-Gommh]. — Südhess. III 1486 ff.; RhWB Rhein. IV 908 ff.; LothWB Lothr. 297; ElsWB Els. I 502.
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