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| PfWB knaupeln (Bd. 4, Sp. 338) | PfWB schnellen (Bd. 5, Sp. 1320) | PfWB schnicken (Bd. 5, Sp. 1332) | |||||||||||||||||||||||||||||
1. 'mit den Fingern schnellen'. a. 'den Klicker (seltener Knopf) schnellen', knaip(e)le (gnaibələ, gnaiblə) [verbr. mittl. VPf sowie Nord- u. Ostteil der südl. VPf KU-Wolfst], knaiwele (gnaiwələ) [ FR-Tiefth NW-Wachh LA-Walsh GH-Westh]; zur Verbr. s. K. 243. Daumen und Zeigefinger oder Mittelfinger werden gespannt aufeinandergesetzt; durch plötzliche Lösung der Spannung wird der Klicker (der Knopf) auf das Ziel hin geschleudert; vgl. ab-, PfWB fortknäubeln. — b. α. 'den Finger an die Stirn, den Kopf schnellen lassen', knaipele [mancherorts VPf (PfId. 77)]. Ich knaipl dich [ GH-Zeisk]. — β. e bissi uf em Kopp knauwle 'durch Kratzen Schuppen auf der Kopfhaut lösen' [ RO-Rehborn]; vgl. PfWB knaupen, abknauben 1. — 2. a. 'an etwas drücken, knautschen', knaiple [ SP-Harths]; vgl. PfWB herumknäupeln, PfWB knobeln. — b. 'ungeschickt arbeiten, pfuschen'; vgl. PfWB knaupen2. Do knaupelts dran erum, z. B. beim Nähen [ KL-Hirschhn]. — c. vgl. PfWB ausknäubeln. — d. 'Beischlaf ausüben'. Er hat se geknaupelt [Kl-Gimsh]. — RhWB Rhein. IV 879 knaubeln, 893 knaupeln; ElsWB Els. I 506 knupple.
| 1. 'eine rasche Bewegung machen, etwas rasch in Bewegung versetzen, springen (lassen)', schnelle (nęlə) [RO-Dielkch Obd PS-Gersb LU-Friesh NW-Geinsh Kallstdt LA-Wollmh BZ-Dernb GH-Kuhdt, Lambert Penns 137]; Part. Perf. g'schnellt (gnęld) [BZ-Dernb GH-Kand, Lambert Penns 137]; Zs.: PfWB auf-, PfWB zurückschnellen; Syn.: PfWB abschnelzen, PfWB auffahren 1 b, PfWB aufkippen, PfWB aufschnappen 2 a, PfWB prallen, PfWB pritschen 4 a, PfWB toppen, PfWB dornschnäppen, PfWB tupfen 1aβ, PfWB fahren I 3 b, PfWB verschlenkern 2, PfWB feuern 2 c, PfWB fliegen 2, PfWB fortknäubeln, PfWB fortschießen, PfWB fortschlenkern, PfWB fortschnärren, PfWB fortschnellern, PfWB fortschnelzen, PfWB fortschnicken, PfWB geheien 1 a, PfWB hereinschlenkern 1, PfWB herschleudern, PfWB herumschukken, keideln1 2b, PfWB knallen 2d, PfWB knällen 2, PfWB knällksen, PfWB rollen 1d, PfWB schicken1 1 b ek">β<, PfWB schießen 1c, PfWB schlaudern 1a, PfWB schlauzern, PfWB schlenkern 1 b, PfWB schlenzeln, PfWB schleudern 1 a, PfWB schmeißen 1 a, PfWB schmettern 1, PfWB schnalzen, PfWB schnappen 4, PfWB schnäppen 1, PfWB schnärren 1a, PfWB schnätzeln, PfWB schnätzeln, PfWB schnätzen, PfWB schnaupeln, PfWB schnellern 1, PfWB schnelzen 1, PfWB schnelzern 1, PfWB schnicken, PfWB schnurren, PfWB schuben, PfWB schucken 1b, PfWB spritzen 3. De Fisch schnellt [ PS-Erfw]. Der Fusch schnellt aus em Wasser [ BZ-Dernb]. Der Fisch is g'schnellt [ GH-Kand]. Der Zweig schnellt in d' Höich [ BZ-Dernb]. Die schnelle deim Hinnermann jo ins G'sicht [ BZ-Dernb]. — 2. a. 'mit dem Finger etwas ruckartig fortschleudern', bes. beim Klickerspiel, schnelle [ KU-Nerzw KB-Niefh FR-Bockh Merth LU-Altr SP-Heiligst LA-Offb GH-Leimh]; Syn. s. PfWB schnellern 2 a; s. K. 243 knäupeln; de Klicker sch. [ PS-Erfw LA-Mörzh]; nach de Kaut sch. [ SP-Heiligst]. Die hot alle drei Knepf ins Käutel g'schnellt, beim Knopfspiel der Kinder [ BZ-Dernb]. — b. 'mit den Fingern knipsen und dabei ein Geräusch machen, schnalzen' [ SP-Heiligst]; vgl. PfWB knaupeln 1bα, PfWB schnellern 2 b. Er hat [Bd. 5, Sp. 1321] ihm unter die Nase geschnellt [Klein Prov. 134]. — x 3. 'sich an die Arbeit begeben, tätig werden'. Nau du dich moll wennich schnelle [Beam Penns 95]. — 4. 'betrügen'. Er hat mich drum geschnellt [Klein Prov. 134]. — RhWB Rhein. VII 1612; ElsWB Els. II 500; Hess.-Nass. III 358; Kluge-Seebold22 647.
| 1. a. 'etwas ruckartig fortstoßen, werfen', schnicke (nigə) [RO-Dielkch Mannw PS-Geisbg Gersb Pirmas (Kieffer 71) KB-Bubh Kriegsf LU-Maud NW-Dürkh Frankeck Kallstdt, Kühn Hamet 134 Kühn Schnitze I 254 PfId. 127, mancherorts Don Gal Krämer Gal 190 [Bd. 5, Sp. 1333] Buch]; Part. Perf. g(e)schnickt (gənigd, gnigd) [verbr. wie Inf.]; vgl. PfWB Backofenschnicken; Zs.: PfWB fort-, PfWB herumschnicken; einen Sack uf die Schulter schnicke [ LU-Opp]. KR.: Hangawrelche (Dim. von Johann-Gabriel), schnick dei Ställche, iwwer Schraijersch Haus. Dortel, komm mol raus! [ Gal-Dornf]. — b. 'kleine Früchte (Kartoffeln, Obst) mit einer Gerte fortschleudern', Zeitvertreib der Kinder [ RO-Obd]. — 2. 'klickern, den Klicker (oder Bohnen) mit dem (Mittel-)finger fortschnellen', schnicke [KU-A'glan Bedb Friedhs Hachb Hundh Lauteck RO-Gonb Münchw Obd O'hs Winnw PS-Winz KB-Bubh Marnh Stauf FR-Beindh Flomh Frankth Gerolsh Gr'niedh N'lein], schnecke (nęgə) [ KU-Godhs]; vgl. PfWB schicken1 1 bβ; Syn. s. PfWB knäupeln und K. 243. — 3. 'den Kopf ruckartig zurückwerfen' [ KU-Hundh]. — 4. 'stoßen' [RO-Münstapp KB-Kerzh]. Er hot mich geschnickt [ KB-Kerzh]. — 5. 'einen elektrischen Schlag versetzt bekommen', nur pass.; een geschnickt kriehe [ RO-Ruppeck]. — RhWB Rhein. VII 1617/18; Hess.-Nass. III 363; DWB DWb. IX 1327/28; Frankf. V 2794.
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