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 PfWB knallen (Bd. 4, Sp. 329)   PfWB Schatz (Bd. 5, Sp. 891) 
   knallen schw.:
1.
a. 'einen Knall von sich geben', knalle (gnḁlə) [verbr. WPf VPf; vgl. Christmann Kaulb § 7b, Höh § 7A5, Bertram § 27, Heeger Südostpf. § 52], (gnalə) [verbr. NPf verbr. Don Gal Buch]. Die hot geknallt, von einer schallenden Ohrfeige [RO-Lohnsf, verbr.]. Ich geb der ään, daß es knallt [ RO-Semb]; vgl. PfWB verknallen 1 a. —
b. '(mit etwas) einen Knall erzeugen'. Namensneckerei: Walder, do owwe knallt er [ BZ-Billh]. —
α. mit de Beitsch (mit de Gääschel) k. [verbr., bes. südl. WPf]; vgl. PfWB kläppern. SprW.: Net jeder is e Fuhrmann, wu mit dr Beitsch knallt [ Gal-Brig]. VR.: Mei(n) Schatz is e Fuhrmann, er fahrt mit zwee Gail. Ich hörene knalle, er kummt alleweil [Feierowend 5/1950, S. 2]. —
β. met de Zung k., vom Zungenschlag [ RO-Alsbr]; mit de Finger k. 'durch schnelles Zusammenschlagen der Finger einen Knall hervorbringen' [ FR-Bockh]. —
γ. vgl. PfWB verknallen 2 a. —
2.
a. 'mit lautem Knall schießen'; in die Luft k. [KU-Schmittw/O, verbr.]; vgl. PfWB ab-, PfWB an-, PfWB daraufknallen. —
b.
α. '(beim Spiel) den Ball, die Scheibe u. ä. mit Wucht in eine bestimmte Richtung schießen'; uf's Dor, ins Netz k. [verbr.]. —
β. 'den Klicker schnellen', knolle (gnǫlə) [ LA-Bornh Herxh]; vgl. PfWB knällen 1. —
c. einen k. 'einen knallenden Schlag versetzen'. Ich knall der ään! [ PS-Gersb]. Ich han em e paar geknallt [ KU-Dennw/Frohnb]. —
d. 'mit Wucht irgendwohin werfen, hart aufsetzen'; die Schuh ins Eck k. [NW-Kallstdt, verbr.]. Er hot ne uf de Boddem geknallt [ KL-Enkb]; vgl. PfWB hin-, PfWB zuknallen. —
3. Fleh k. 'Flöhe zerdrücken' [ PS-Gersb]. —
4. 'mit einem Knall zerspringen'. De Luftballon es geknallt [ KU-Bedb]; vgl. PfWB verknallen 1 a. —
5. Vgl. im weiteren: (sich) aufknallen 2, PfWB verknallen 1b, 2b, 3. — Südhess. III 1459/60; RhWB Rhein. IV 844; LothWB Lothr. 296; ElsWB Els. I 504.

 

   Schatz m.:
1.
a. 'Kostbarkeit, Menge kostbarer Gegenstände (Geld, Gold, bes. wenn es verborgen, vergraben ist)', Schatz [verbr. (jedoch selten gebraucht)]. SprW.: G'sundheit is de greescht Sch. [ LU-Opp]. Volksgl. s. Schandein Bav. IV,2 402. —
b.
α. 'große Menge'? a. 1480: Item wan ein arman jme rin vff der weyde (Fischwasser) setzet zwo docken (Pflöcke), darjne magk er ein wardolff (Fangnetz, s. PfWB Wartolf) setzen, machet er aber ein gantzen schatze zu einem garn so hait recht ein ander ein wartdolff darneben zu setzen [Hagenbacher Weist. (MHVPf. 1870 IV S. 5)]. —
β. s. die Zs. PfWB Eckerschatz. —
2. 'Geliebte', seltener: 'Geliebter', Schatz [verbr., auch Auslandspfälzer, Schneckenburger 16, 45], Pl. Schätz [Münch Werke I 151], Dim. Schätzje [verbr. WPf NPf, Christmann Kaulb 75

[Bd. 5, Sp. 892]
Schneckenburger 16, 45], Schätzche [ KU-Bedb Pirmas Don-Schowe], Schätzel [verbr. VPf O-PS, Lambert Penns 133]; vgl. PfWB Bube 5a, PfWB Bursche 3, PfWB Mensch 2c; Zs.: PfWB Mutschelschatz. Du bischt mei Sch. [ ZW-Battw]. Er hot e Sch. [ NW-Hardbg], isch bei seim Sch. [ LA-Gommh]. Er hot en Schnurres un en Backebart un net emol en Sch., von einem alten Junggesellen [ BZ-Dernb]. SprW.: E scheenes Frätzel kriet leicht e Schätzel [Krieger 27]. VR.: Bahnekraitche, Dimiäänche (Thymian, Dim.) wachst in unserm Gaarde, Mudder, ich will e Schätzel hawwe, kann nit länger waarde [ NW-Freinsh]. 's hot emol gereent, die Hecke troppse noch. Ich hun emol e Sch. gehatt, ich wollt ich härren noch [ KU-Reiffb]. Weitere VR. s. PfWB Acker 1, PfWB Adel, PfWB backen 1b, PfWB Birne 1a, PfWB Brezel 1, PfWB Dienstagabend, PfWB Faxen, PfWB gehen 5a, PfWB hübsch 2, PfWB jagen 2a, PfWB kaputt 2a, PfWB kennen 1a, PfWB Hecke 3b, PfWB Hochzeitskuß, PfWB Holzapfelbaum 1, PfWB Kirbe 1 a, PfWB Klarinette 1, PfWB knallen 1 b, PfWB lohnen, PfWB Rose 1 a, PfWB Saustall 1, PfWB Schornsteinfeger 1, PfWB Schmarotzer. — Südhess. V 208/09; RhWB Rhein. VII 950/51; LothWB Lothr. 436; ElsWB Els. II 446.