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| PfWB Kloster (Bd. 4, Sp. 317) | PfWB Ostern1 (Bd. 5, Sp. 282) | PfWB Buben-schenkel (Bd. 1, Sp. 1312) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. a. wie schd., Kloschder (glōdər) [verbr.], Klouschder (gloudər) [mancherorts südl. VPf], Kluschder (glūdər) [ RO-Als]; Pl. Kleschder (glēdər, -ei-). Zs.: PfWB Frauen-, PfWB Mönchs-, PfWB Nonnenkloster. Die N. N. geht ins K. [verbr.]. RA.: ins K. geh, wu zwääerlää [Bd. 4, Sp. 318] Schuh unnerm Bett stehn 'heiraten wollen' [ NW-Hardbg]. Sie traacht e schwarz Hinkel ins K. (um den ungeliebten Mann totbeten zu lassen) [ LU-Böhl]. Spiel der Kinder: Ins K. ufnemme. Zwischen zwei Stühlen ist ein Zwischenraum in der Breite eines Stuhles. Ein Tuch wird über die Stuhlsitze gebreitet. Zwei Kinder setzen sich auf die zwei Stühle. Das Ganze stellt das Kloster vor. Ein Kind tritt herzu und wünscht, in das Kloster aufgenommen zu werden. Man fordert es auf, sich zwischen die zwei Kinder zu setzen. Während es sich niederläßt, stehen die beiden auf. Das Tuch gibt nach und das Kind fällt auf den Boden [ KB-Kriegsf]. a. 1357: vnd der scholteis vnd die scheffen sin zu aller zyt mit deme eyde gebunden deme apt vnd sime vorgen. cloyster [PfWeist. I 258 (KB-Dreis)]. — b. FlN; amtl. Kloster [ LA-Edk BZ-Apphf], Am K. [ RO-Potzb], Hinterm K. [Kirchhbol]. — 2. scherzh. a. 'Abort' [vereinzelt]. Syn. s. PfWB Abtritt. — b. 'das Gesäß'. Neckerei: Wer net warte will bis Oschtere, der guckt meim Kind ins Kloschtere. Dabei hob man das Kind empor und hielt dem Genasführten das Gesäß des Kindes entgegen [ Gal- Dornf]. — Südhess. III 1437; RhWB Rhein. IV 772/73; LothWB Lothr. 294; ElsWB Els. I 498.
| [Bd. 5, Sp. 283] Pingschde 'Er ist nicht ganz richtig im Kopf' [ KU-Wolfst]. Ich schlan der hinner die Ohre (an de Kopp, uff de Backe usw.), daß de maanscht, O. un Pingschde wäre (falle) uf een Dag [KU-Kaulb, verbr.]. SprW.: Die hot soviel Arweit wie dr Paff an O. [vereinzelt Don]. Wann bei de Jurre wär kän O. un bei de Krischde wär kän Kerwe, mischde mer im Dreck verderwe, weil vor Ostern und Kirchweih gründlich sauber gemacht wird [ KU-Schmittw/O]. BR.: Wann an O. 's Korn so groß is, daß sich e Rab drin versteckele kann, dann gebt's e guri Ernt [ ZW-Bechhf]. WR.: Weihnachde im Klee - O. im Schnee oder auch: Weihnachde im Schnee - O. im Klee [KU-Hinzw, verbr.]. Lichtmeß im Klee - O. im Schnee [ LU-Alsh, mancherorts]. Grieni Weihnachde - weißi O. [ LU-Alsh, mancherorts]. Osterbrauchtum s. Becker Vk. 312 ff. und Judasfeuer, Karsamstag, kippen 2c, Klapperbuben, Osterbrand, -ei, -gärtchen, -hase, -lamm, -morgen, Ostergebäck, das meist von den Paten geschenkt wurde, s. PfWB Brezel, PfWB Bubenschenkel, PfWB Puppe 3a, PfWB Osterhase 2, -lamm 2, -mutzen, -weck, PfWB Zitronenbrötchen und Bertram in: WestmAbhandl. 5/1941-42 280 ff. Einen VR. s. PfWB Kloster 2b. Mitte 14. Jh.: sehs hvnre zv ostern [Lam 1 59v (PS-Heltbg)]. a. 1502: uf sontag nach ostern [HornbReg. n. 620]. a. 1566-87: zu ostern alß mir den dauff han gesegent [SSp, Kirchenrechnungen 63 (BZ-Wernbg)]. Südhess. IV 1116/17; RhWB Rhein. VI 428; LothWB Lothr. 396; ElsWB Els. I 81.
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