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 PfWB klopfen (Bd. 4, Sp. 314)   PfWB hinein-klopfen (Bd. 3, Sp. 1023) 
   klopfen, klöpfenschw.:
1.
a. 'mehrmals leicht an, auf etwas schlagen', kloppe (globə) [fast allg.], kleppe (glębə) [ WD-Niedkch], klopfe (globfə) [Südostecke der Pf (vgl. Linie Appel/ Apfel K. 1)]; vgl. daran-, PfWB daraufklopfen; ans Fenschder (Finschder) k., uf de Disch k. [allg.]. RA.: sich an die Bruscht k. [ NW-Hardbg]; einem uf die Pode, die Finger k. 'einen zurechtweisen' [KU-Kaulb, verbr.]; e bißje uf de Busch, die Heck k. '(einen) aushorchen' [ KL-Katzw, vereinzelt]; einem uf die Schiller (Schulter) k. [ KU-Bedb, mancherorts]. Er kloppt uf sein Geldsack 'pocht auf sein Geld' [ KU-Schmittw/O]. Brauchtum: de Wein k. 'durch Klopfen an das Weinfaß dem Wein den Tod des Winzers anzeigen' [ SP-Heiligst]. Vgl. den bei Biene 1 a erwähnten ähnlichen Brauch. —
b. durch Klopfen
α. 'etwas andeuten, ausdrücken'; mit 'm Fuß de Takt k. [KL-Mackb, verbr.]. —
β. 'sich durch Klopfen bemerkbar machen'. 's kloppt an de Deer (Tür) u. ä. [verbr.]; vgl. PfWB anklopfen. Er hot mich aus 'm Schloof gekloppt [verbr.]. Er hot 'm Kattche (abends am Fenster) gekloppt [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB herausklopfen 1 b. —
γ. 'durch Klopfen etwas reinigen'; Staab aus de Klaarer k. [KB-Bennhs, verbr.]; de Deppich k. [verbr.]; vgl. PfWB ab-, PfWB ausklopfen. RA.: einem de Frack, die Hosse k. 'einen verhauen' [PS-Schmalbg, verbr.]. Ich du der de Schneirer aus 'm Anzuch k., von den ersten Schlägen in einem neuen Anzug [ KU-Schmittw/O KL-Hütschhs]. —
δ. 'etwas zerkleinern'; Stään k. [ KU-Rammb]; uf 'm Acker Scholle k. [ZW-Battw, verbr.]. SprW. (scherzh.): Scholle k. un Märe (Mägde) wecke es unnerich 'unnötig'. Begründung: Bei Regen zerfallen die Schollen sowieso und Mägde stehen von selber auf, wenn sie ausgeschlafen haben [ BZ-Albw]. Var. s. PfWB Tütze 1 b. —
ε. 'etwas weich und mürbe machen'; Flääsch k. [LA-Nd'hochstdt, verbr.]; Äppel, was noch net zeidich 'reif' sin, (weech) k. [ Gal-Dornf]. De Schuhmacher kloppt 's Ledder [ LA-Edk]. a. 1721: 24 kr von Rößge Jüdin, die uff Pfingsten Garn geklobt [Niedhammer 246]. —
ζ. 'etwas in etwas treiben'; de Nachel in die Wand k. [PS-Dahn, verbr.]; vgl. PfWB hineinklopfen. —
2.
a. einen k. 'verhauen' [verbr.]; vgl. PfWB verklopfen. Syn. s.

[Bd. 4, Sp. 315]
PfWB verhauen 1. Er hot 'n dichdich gekloppt [Spey], hot 'm de Hinnere gekloppt [ NW-Kallstdt], hinner die Ohre gekloppt [Spey]. Ich klopp dich, daß die Schwaat kracht [Land]. Hun die zwaa sich gekloppt! [KB-Bischh, verbr.]. KR. s. PfWB Bube 1, PfWB Vater 1 a, Kaffebohne 1. —
b. kloppe geh(e)
α. 'auf die Wanderschaft gehen', vom Handwerksburschen [ BZ-Stein, veraltet]. —
β. 'betteln gehen' [ BZ-Annw, mancherorts]; vgl. PfWB abklopfen. —
c. eens k. 'ein Spiel machen' [vereinzelt]. Gruß- und Anredeformel beim Eintritt ins Wirtshaus: Was is, klopp mer eens? [ RO-Hallgt]. —
d. Sprich k. 'dummes Zeug schwätzen, auf schneiden' [KU-Eschau, verbr.]. Syn. s. PfWB prahlen. —
e. Griff k. 'Gewehrgriffe üben', Soldatenspr. [verbr.]. —
f. die Flämm k. 'faul, träge sein' [Kus Spey]; vgl. PfWB Flame 4 b α. —
3. intrans.
a. von pulsierender Bewegung. 's Herz kloppt [allg.]. 's Herz kloppt mer bis an de Hals [SOPf (Heeger Nachl.)]. —
b. von zuckendem Schmerz. Das kleppt mer em Zahnt (Zahn)! [ WD-Niedkch]. —
c. 'ein schlagendes Geräusch von sich geben'. De Modor kloppt [verbr.]. — Südhess. III 1428 ff.; RhWB Rhein. IV 757 ff.; LothWB Lothr. 294; ElsWB Els. I 496.

 

  -klopfen schw.: wie schd.; de Nachel in die Wand eninkloppe [Kaislt, verbr.]; vgl. PfWB hineinschlagen 1 a α. Südhess. III 529; Bad. II 711.