Klapper-buben, Kläpper-Pl.: 'Buben, die in katholischen Orten am Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag klappern (s. d. 1bα)', Klapperbuwe [ RO-Obd PS-Fehrb], Kläpper- [mancherorts, bes. VPf]; vgl. Gärr(en)-, Leier-, PfWB Rätscherbuben. Die K. rufen [Bd. 4, Sp. 269] abends: Ave Maria, Betglock. Am Karfreitag morgen rufen sie: Heit esch de heilich Karfreidach, wo unser Herr Jesus im Grabe lach - Ave Maria, Betglock. Ihr Ruf am Karsamstag lautet: Der Daach fängt an zu bleiche, für Arme un für Reiche - Ave Maria, Betglock. Sie sagen auch die Zeit vor Beginn des Gottesdienstes an, indem sie rufen: Das is das erschde, das zwette, das dritte Mal for in die Kerch [mancherorts]. Beim dritten und letzten Umzug am Karfreitag bleiben sie an den Häusern der reicheren Einwohner stehen und singen folgenden Vers: Das ist das drittemal von Haus zu Haus - die Hutzele owe raus! Nach dem Gloria am Karsamstag rufen sie: Das ist das letztemal für das ganze Jahr! Richtet den Osterhas, [Bd. 4, Sp. 270] nicht so groß und nicht so klein, daß es geht ins Kerwel (Körbchen) nein. Eins, zwei, drei, Geld oder Ei! [NW-Hamb u. Umg. (Wilde 23)]. Am Karsamstag holen die K. alte Kreuze vom Friedhof, die vom Kirchendiener auf der Kirchtreppe verbrannt werden. Mit der Asche wird Wasser geweiht [ KU-Brück]. Weitere Bräuche der K. s. bei Wilde 48; vgl. auch PfWB Feuerweihe, PfWB Judasfeuer. Südhess. III 1369; RhWB Rhein. IV 626; Bad. III 149. | | PfWB Klapper-buben (s. S.) Rhfrk, Saar Pl.: die Knaben, die in den Kartagen klappern: Karfreitag heischen die Kl. Eier u. Geld: Meihm (Muhme), de Kl. hewen of! Saarl. | | in sammleⁿ einsammeln. Im Früeʰjoʰr sammleⁿ d Immeⁿ iⁿ Bf. |
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