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 PfWB Klapper-buben (Bd. 4, Sp. 268)   PfWB Gärr(en)-bube (Bd. 3, Sp. 45) 
   Klapper-buben, Kläpper-Pl.: 'Buben, die in katholischen Orten am Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag klappern (s. d. 1bα)', Klapperbuwe [ RO-Obd PS-Fehrb], Kläpper- [mancherorts, bes. VPf]; vgl. Gärr(en)-, Leier-, PfWB Rätscherbuben. Die K. rufen

[Bd. 4, Sp. 269]

abends: Ave Maria, Betglock. Am Karfreitag morgen rufen sie: Heit esch de heilich Karfreidach, wo unser Herr Jesus im Grabe lach - Ave Maria, Betglock. Ihr Ruf am Karsamstag lautet: Der Daach fängt an zu bleiche, für Arme un für Reiche - Ave Maria, Betglock. Sie sagen auch die Zeit vor Beginn des Gottesdienstes an, indem sie rufen: Das is das erschde, das zwette, das dritte Mal for in die Kerch [mancherorts]. Beim dritten und letzten Umzug am Karfreitag bleiben sie an den Häusern der reicheren Einwohner stehen und singen folgenden Vers: Das ist das drittemal von Haus zu Haus - die Hutzele owe raus! Nach dem Gloria am Karsamstag rufen sie: Das ist das letztemal für das ganze Jahr! Richtet den Osterhas,

[Bd. 4, Sp. 270]
nicht so groß und nicht so klein, daß es geht ins Kerwel (Körbchen) nein. Eins, zwei, drei, Geld oder Ei! [NW-Hamb u. Umg. (Wilde 23)]. Am Karsamstag holen die K. alte Kreuze vom Friedhof, die vom Kirchendiener auf der Kirchtreppe verbrannt werden. Mit der Asche wird Wasser geweiht [ KU-Brück]. Weitere Bräuche der K. s. bei Wilde 48; vgl. auch PfWB Feuerweihe, PfWB Judasfeuer. Südhess. III 1369; RhWB Rhein. IV 626; Bad. III 149.

 

   Gärr(en)-, Garren-, Gärrer-bubem.: Pl. 'Knaben, die in der Karwoche mit der Gärre 1 a den Beginn des Gottesdienstes ankünden', rrbuwe [SOPf], Gärre- [ BZ-Dernb], Garre- [ GH-Hatzbühl], Gärrer- [ GH-Otth]; vgl. PfWB Gärrer, PfWB Kläpper-, Rassel-, Rätscherbube.

[Bd. 3, Sp. 46]
Die G. dun (am Karsamstagmorgen) ehr Oschderaier einsammle [ BZ-Dernb].