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 PfWB Klappe (Bd. 4, Sp. 267)   PfWB Patsche (Bd. 1, Sp. 602)   PfWB Tape (Bd. 2, Sp. 86) 
  Klappe2 f.: 'Ohrfeige'; eem e Klapp gewwe [ Gal-Dornf, mancherorts]; vgl. PfWB Patsche 1 a. Zu PfWB klapp. Südhess. III 1366 Z. 53; ElsWB Els. I 494.

 

   Patsche f.:
1. 'klatschender Schlag'.
a. 'Backenschlag', Batsch [allg.]. Zs. PfWB Backenpatsche. Syn. s. PfWB Ohrfeige. Oft Dim. Bätschche, Bätschel, Bätschelche, Bätschi (s. F.). RA.: Dem Dreck e B. gewwe 'Mißerfolg haben' [ LA-Venn]. RhWB Rhein. I 500/01. Bätsche gewe 'in die Hand schlagen' [ LA-Nußd]. —
b. die letscht Batsch 'Schlag, den die Kinder einander beim Gutenachtsagen geben' [ KB-Einsth]; 'Abschlag beim Kinderspiel', die Batsch [ Gal-Josbg]; vgl. PfWB Abend-, PfWB Eß-, PfWB Nachtpatsche. —
2. 'breiige, schlammige Masse, Kot'. Der ganz Weg is e Batsch [ZW-Marthh, westl. WPf Gal-Otths]. Syn. s. PfWB Baberatsch. —
3.
a. 'Schaden, Verlust'. Der hot e orndlichi B. kriegt [NW-Geinsh KU-Schmittw/O Bedb verbr. NPf LU-Alsh]. —
b. 'Klemme, Notlage', Der sitzt in de B. [allg.]. —
4. 'Klatschweib'; die alt Batsch [KU-Bedb Kaulb PS-H'eischw NW-Dürkh Hamb LA-Venn Bornh Schandein Ged. 232 Keiler 151], Bätsch [ BZ-Lug]. Zs. PfWB Dorfpatsche. —
5. 'schwerfällige, ungeschickte Frau' [ KU-Kaulb KL-Weilb], 'nachlässige Frau' [ BZ-Dernb]. —
6. 'Hand', Kinderspr.; e Batschel gewwe [ LU-Opp]; Batschelche 'Händchen' [Müller Luscht 48]; vgl. PfWB Patschhand. —
7. 'großer, breiter Fuß', gew. Pl., scherzh. Der hat Batsche! [KL-Reichb, verbr.]. —
8. 'Fußspur', bes. des Rindes [verbr. NPf nördl. VPf]. Zs.: PfWB Bären-, PfWB Gänse-, PfWB Rinds-

[Bd. 1, Sp. 603]
patsche.
9. 'Gerät zum Glattschlagen' in Mistpatsche. — F.: vielerorts bad; bḁd [vorn. NWPf KL-Lind VPf]. Die Verdumpfung ist in der südl. VPf stärker als in der mittleren und nördlichen. Der städtische Einfluß läßt -a- immer mehr aufkommen. Dim.: będχə u. -jə [fast allg. WPf nördl. VPf], będi [NWPf], będl [mittl. u. südl. VPf], będlχə [Kus KU-Erdb Eschau Körbn W'mohr KL-Gimsb u. Umg. ZW-L'wied Bechhf RO-Obd Rehbn Semb PS-Nd'simt FR-Bockh LU-Alsh NW-Erph]. — Subst. zu PfWB patschen. — RhWB Rhein. VI 572; LothWB Lothr. 27 Batsch I, Batsch II, Patsch; Bad. I 125.

 

   Tape f., Tapen m.:
1. 'Tierpfote', Tob, Tobe [südl. Hälfte der WPf, selten übrige Pf], Toub [ KU-Breitb], Toube [ IB-Rohrb BZ-Münchw GH-Rh'zab], Dob, Dobe [nördl. Hälfte der VPf (bis etwa Speyerbach) Südteil der südl. VPf, selten übrige Pf Lambert Penns 42], Doub, Doube [VPf vom Speyerbach bis zur Linie BZ-O'schlettb — GH-Leimh, NW-Meckh Niedkch LU-Altr Alsh FR-Kl'niedh]. Hierzu vgl. K. 79. Zur Lautung s. F. Zs. PfWB Katzentape. Syn.: PfWB Pfote 1, PfWB Patsche 8, PfWB Tappe 2 b, PfWB Tappsche 1 a, PfWB Tatsche 1 a, PfWB Tratsche2 2 b. In NW-Herxh ist Tape die Katzen-, Pfote dagegen die Hundepfote. In GH-Hatzbühl unterscheidet man: die Pfote am Vorder-, die Tape am Hinterfuß des Tieres. Zuruf an den Hund: Her dein Dob! [ BZ-Annw]. RA. (auf den Menschen bezogen): Der fällt immer uf die Dobe 'weiß sich immer herauszureden' [ NW-Weish/S., HB-Webh]. KR.: ABC, d'Katz geht in de Schnee, wann se wirrer häämekummt, dut ehr 's Debel weh [ GH-Vollmw BZ-Gossw]; Var. s. bei ABC. —
2.
a. 'große, breite, klobige Hand', meist scherzh. oder verächtlich [w. o.], dass. als Dim. Pl. Doobscher [ KB-Gauh]; vgl. PfWB Pfote 2 a. Ich häb mer die Doube verbrennt [ LA-Birkw, FR-Bockh]. Du dein Doube weg! [ LU-Altr]. Ich klopp der uf die Dobe [ KB-Albish]. Syn. s. PfWB Hand. —
b. im Pl. vielfach 'Finger', meist mit dem Nebensinn 'dicke, ungeschickte Finger' [HB-Kirrbg KL-Fischb verbr. mittl. u. südl. VPf]. Der muß immer alles mit seine Dobe aanfasse [ NW-Haßl]. Loß dei Double weg! [ LA-Birkw]. 's Kind hot kalde Dejblich 'kalte Fingerchen' [ LA-Rhodt]. —
c. 'die in Art einer Pfote zusammengelegten Fingerspitzen einer Hand', Dobe [ NW-Haßl SP-Mechth], Tob [ Don-Schowe Torscha Tscherwk], Tebelche [ZW-Battw Stamb], Debel [mittl. u. südl. VPf], Däibl [ LA-Birkw GH-Leimh]; vgl. PfWB Pfote 2 c. Mein Finger sin so steif, ich kann kän Debl mih mache [ PS-Erfw]. Davon e Debel (Tebelche usw.) voll 'eine Prise' [verbr. wie o.]. 's muß noch e Deebel voll Salz an d'Supp [ LA-Gommh]. —
d. 'ein Schlag auf die ausgestreckte Hand' (s. o. 2 a), Dobe [ LA-Venn], Debel [pfälz.-elsäss. Grenzgebiet (PfL 27. 1. 1923)]; vgl. PfWB Tapps 2, PfWB Pfötchens.
e. Däibl, Übername eines Mannes mit

[Bd. 2, Sp. 87]

[Bd. 2, Sp. 89]
verkrüppelter Hand in LA-Edk. —
3. Dääble 'kleine Fußspur', auch 'kleine Schuhe', vgl. PfWB Tappe 3 [ BZ-Dernb]. —
4. Pflanzennamen in den Zs. PfWB Hasen-, PfWB Katzen-, Wolfstape. — F.: Wie bei Tappe fällt auf, daß der Anlaut t- (tōb, tōbə) im wesentlichen der WPf, d- der VPf angehört. Gebietbildend sind tōbə u. dōbə bzw. doubə, vgl. K. 79. Die endungslosen Formen (tōb, dōb, doub) sind selten. In Einzelbelegen erscheinen: toub in KU-Breitb, toubə in HB-Kirrbg, tūbə in HB-Webh, daubə in GH-Leimh, doubə in BZ-Wind, dbə in GH-Neubg, dauwə in LA-Roschb. Gen. f.: dōb, tōb, doub, toub; m.: dōbə, tōbə, doubə, toubə. Dim.: tēbəlχə in ZW-Battw Stamb LU-Alsh NW-Freinsh, dēbχə in LU-Friesh, dēb(ə)l u. dęibl in der mittl. u. südl. VPf. — Aus mhd. tāpe. — Südhess. I 1364; RhWB Rhein. VIII 1061/62; LothWB Lothr. 96; ElsWB Els. II 698; Bad. 419/20.