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| PfWB Klam(m) (Bd. 4, Sp. 262) | PfWB Ohren-klamm (Bd. 5, Sp. 243) | |||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'die Rinne neben der Straße, dem Weg', (der) Klaam (glām) [ KU-Wolfst Etschbg RO-Rehborn Unkb], (glm) [ KU-Kaulb], Kloom (glōm) [ KU-Reipkch], (der) Klame (glāmə) [verbr. westl. NPf Kr. KL LU-Limbghf], Klome (glōmə) [ KU-Nußb RO-Gundw], Kläme (glmə) [ KU-Rothsbg], (die) Klaam (glām) [verbr. Kr. KU HB-O'bexb ZW-Ixh Zweibr RO-Callb Münchw O'mosch KL-Gimsb Erfb Hoheck Enkb PS-Vinn [Bd. 4, Sp. 263] PfId. 76], (glm) [ KU-Hundh Bechb Roth Kaulb Welchw], Kloom (glōm) [ KU-Schmittw/O Aschb Bechb Elzw Heinzhs], Kleenm [ KU-Adb], Kläämche [ HB-Einöd ZW-Hornb RO-Obd], Klämml [ LA-Edk Freimh], Krämmel (durch Dissim.) [ LA-Kl'fischl]; zur Verbr. s. K. 219. Zs.: Gassen-, PfWB Straßenklam(m)en. Syn. s. PfWB Rinne. 's hot stärk gereent, die Kloom hot gerauscht [ KU-Schmittw/O]. Die Gaß es' sauwerche gekehrt, im Klame leit kaa(n) Halme [Christmann Grummet 18]. SprW.: 's Geld kammer net in de Kloom ufscheppe [ KU-Schmittw/O]. a. 1606: ein truckhene kleine Steinechte Glam [HanLicht. 7 (PS-Lembg)]. — b. α. 'kleiner Graben, Furche, durch Regenwasser entstanden', Klame, Klaam [vereinzelt NPf u. WPf]. De Reen hat Klääme (Pl.) geriss [Zweibr]. — β. 'Vertiefung zum Bohnenlegen'. Zieh en Klame for die Bohne zu lege [Frankth]. — c. α. 'Rinne unterhalb der Nase'. Die Rotznas laaft'm (dem Kind) de Kloome enunner [ KU-Schmittw/O]. — β. 'Furche am Körper, entstanden durch starkes Schnüren', Klame [ KU-Kaulb]. — 2. a. 'enge Felsspalte, aus der Wasser fließt', (die) Klamm (glam) [ WD-Niedkch NW-Frankeck Lambr BZ-Dimb], (der) Klame [ KU-Ehw], Klämm (glem) [ KU-Hachb], (die) Klaam [verbr. südl. WPf FR-A'lein]. Zs.: PfWB Felsenklamm. — b. α. 'Schlucht, Hohlweg', Klaam [ KU-Konk ZW-O'hs Krähbg Battw RO-O'mosch PS-Trulb], Kloom [ KL-Bruchmühlb], Klamm [ PS-Dahn Erfw]; vgl. PfWB Hohl1 1 b. E bißche abseits steht noch in ere Klaam dem Nochber Schorsch sein alter Beerebaam [Kühn Hamet 27]. a. 1535: die Glam herauf da stehet ein stein bei den Kiefern, da an bis uff des schultheißen glam [ABlieskst 89 (IB-Ormh)]. — β. FlN, Klamm [ PS-Geisbg Dahn BZ-Ingh]; An der Klamm, Waldabteilung [ PS-Erfw]. Zs.: Bühl-, Elends-, Scheiblingsklamm. — c. 'Enge zwischen Rheinschlingen', Klamm [ LU-Altr]. — d. vgl. PfWB Schinderklamm. — 3. vgl. PfWB Ohrenklamm(e). — Zu mhd. klam 'eng, dicht'. — Südhess. III 1363; RhWB Rhein. IV 604; LothWB Lothr. 291; ElsWB Els. I 492; Bad. III 147.
| 1. 'Mumps', -klamm (-glam, -glḁm) [verbr. WPf westl. NPf mancherorts östl. NPf NOPf Mang 81 Gal-Dornf], -klomm [IB-Ensh (Glass II 44)], Ohrklamm [ LU-Neuhf], Gen. m. nur aus BZ-Dernb gemeldet. Das Wort ist im angegebenen Verbreitungsgebiet häufig neben neuerem Mumps gemeldet. Nach Heimatbl. f. Lu'haf 1913, 3 galt Ohrenklamm früher auch in der mittl. u. südl. VPf. Des Kind hot die O. [ NW-Freinsh]. Unser Luwwiesche hadd zinnder ('seit') gischder die O. [Glass II 44]. Volksmed.: Gegen O. wurde vom Schmied mit der Feuerzange (Kluft 2) gebraucht (vgl. PfWB brauchen 1c): »Man holte ihn, wenn die Kinder die Ohrenklamm (Mumps) hatten. Dann faßte er das Ohrläppchen des kleinen Patienten mit der Kluft, sprach die drei höchsten Namen und das Sprüchlein: Kind, hoscht' die Ohreklamm, so petz ich dich mit dieser Zang und kniff zu. Ähnlich machte es ein Schmied im Holzland. Er hielt die glühende Zange dicht an das Ohr des kranken Kindes und sagte ein derbes Sprüchlein: Hoscht' die Ohreklamm, nemm [Bd. 5, Sp. 244] ich die Beißzang. Kummscht' devan, so kummscht devan. Verreckscht, so licht mer ah nix dran [F. Heeger in Feierowend 11/1952 4]. Ein weiterer Brauchspruch: O., O., ich brauche der met de Feierzang [ KU-Kaulb]. Brauchen durch den Schmied ist auch für LU-Friesh bezeugt. — 2. = PfWB Ohrwurm 1 [ PS-Bundth FR-Maxd Studh BZ-V'weidth], Ohrklamm [ LA-Herxh]; vgl. PfWB Ohrenklammer, -klemm. — Südhess. IV 1081; RhWB Rhein. VI 375; ElsWB Els. I 492. —
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