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 PfWB Kitsche (Bd. 4, Sp. 250)   PfWB Brot-kitsche (Bd. 1, Sp. 1258)   PfWB Kitsche (Bd. 4, Sp. 250) 
  Kitsche1 f.: 'Pflanzenbeet', Kitsch [Schandein Sprachsch. 27]; vgl. PfWB Kutsche2.

 

  -kitsche f.: 'Holzgerät, mit dem das Brot aus dem Ofen geholt wird', Brotkitsch [ PS-Schindhd], Brout- [ LA-Nußd]; vgl. PfWB Brotschieße, Backkitsche, PfWB Kitsche. —

 

   Kitsche2 f.:
1. 'Gerät, bestehend aus einem halbkreisförmigen oder rechteckigen Eisen oder Brett mit eingesetztem Stab', Kitsch (kid), Dim. Kitschche, -je, Kitschel [verbr., auch Don Gal Buch]. Zs.: PfWB Scharrkitsche. Man verwendet die K., um a) die glühenden Kohlen aus dem Backofen zu scharren, auch um die Kohlen auseinanderzuscharren [verbr. Pf (außer SPf) PfId. 75 mancherorts Gal Buch Rußl Lambert Penns 94]. Zs.: PfWB Back-, PfWB Backofenkitsche; vgl. Abb. 11. Volksgl.: Kitsche und Backschieße wurden bei Gewitter kreuzweise vor die Haustür gelegt zur Abwehr der Blitzgefahr [Gal-Bolech

[Bd. 4, Sp. 251]

Obl]. — b) den Ruß aus dem Ofen oder Herd zu entfernen, Kitschl [LU-Oggh mancherorts SOPf (Heeger Nachl.)]. — c) den Schmutz auf der Straße zusammenzuscharren [verbr., Kühn Hamet 118]. Zs.: PfWB Dreck-, PfWB Gassen-, PfWB Straßenkitsche; vgl. auch PfWB Dreckabziehchen, PfWB Kratze. — d) den Stall zu reinigen [mancherorts SWPf u. nördl. VPf]. Zs. PfWB Stallkitsche. — e) gedroschenes Getreide zusammenzuscharren, die Getreidekörner vor dem Auslauf der Putzmühle wegzuscharren [verbr. NPf KL-Queidb GH-Westh vereinzelt Gal]. Zs. PfWB Fruchtkitsche. — f) den Mosttreber aus der Lotte, die Hefe aus den Weinfässern zu kratzen, Kitsch, Kitschl [verbr. VPf]. Zs.: PfWB Trauben-, PfWB Mostkitsche. — g) den

[Bd. 4, Sp. 252]
Mörtel anzurühren, Maurergerät [ LU-Assh NW-Freinsh]. Zs.: PfWB Sand-, PfWB Speiskitsche. — h) die Zwetschen beim Latwergkochen durchzurühren [ FR-Colgst]. —
2. = PfWB Backofenschieße, vgl. Abb. 12, Kitsch [KU-Dietschw KL-Gimsb u. Umg.]; vgl. PfWB Brotkitsche.

 


Aus den Nachträgen

3. 'Stelle, bei der der Pflüger aus Unachtsamkeit oder wegen eines Hindernisses aus der Furche gerutscht ist', Ketsch (kęd) [LA-Impfl]; wohl zu PfWB kitschen 'schleifen, kratzen'.

Südhess. III 1349/ 50; RhWB Rhein. IV 570.