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 PfWB Kirbe-stand (Bd. 4, Sp. 228)   PfWB Stand (Bd. 6, Sp. 423)   PfWB Hutmacher-stand (Bd. 3, Sp. 1279) 
  -stand m.: 'Verkaufsstand auf dem Kirbeplatz', -stand [mancherorts]; am K. Guts'cher kaafe [ KB-Bischh]. Südhess. III 1325. —

 

   Stand m.:
1.
a. 'der mit Brettern gebaute Verschlag für Stallvieh', manchmal zum Separieren von besonderen Tieren, Stand [mancherorts]; Pl. Stänn [KU-Kaulb RO-Sippf KL-Reichb Trippstdt Kaislt], Ständ [PS-O'simt LU-Alsh Altr Muttstdt Opp GH-Nd'lustdt Henn Mda.-Int. 110]; Zs.: PfWB Vieh-, PfWB Gauls-, PfWB Kälber-, PfWB Küh-, PfWB Scheide-, PfWB Sprungstand; zur Trennwand: Syn. s. PfWB Scheidewand. De Kuhstall hot Scheidewänd zwische de Stänn [RO-Sippf]. Mach dem Raipling (Räupling 'Jungrind') en St.! [ LU-Alsh]. Zwische 'm Jungveh un de Alde sin holzene Ständ [ GH-Nd'lustdt]. Die Gail stehn im St. [ KB-Kriegsf]. —
b. 'Verkaufsbude auf dem Jahrmarkt, Marktstand' [mancherorts, Klein Prov. 167]; Zs.: PfWB Bänder-, PfWB Dreikreuzer-, PfWB Guts-, PfWB Kirbe-, PfWB Markt-, Nachbar-, PfWB Schieß-, PfWB Schubkarch-, PfWB Zuckerstand. Middachs gehn mer an d' Ständ nunner [ LA-Gommh]. E paar Stänn warn schun fort [Karch Gimmdg/ Muttstdt 154]. Manche hetzen, manche schleichen / un an de Schtänd die Händler kreischen [Damm Nachtdischlamp 18]. —
2. 'Art des Stehens, Stehvermögen, Halt'; Zs.: PfWB Hand-, PfWB Schulterstand. Du hasch kää St. uf dere Lääder, baß uf! [Kaislt]. Er hot kee feschte St. [Krämer Gal 205]. —
3.
a. 'das Mal, von dem aus beim Spiel mit Klickern, Knöpfen oder Bohnen geworfen wird' [ KU-Eßw BZ-Dernb]; Syn. s. PfWB Anmal1. —
b. 'Erdhaufen im breiten, seichten, fließenden Wasser, von dem aus der Fischer sein Netz wirft' [ Don-Schowe Torscha]. —
4. übertr. 'Zustand, Befindlichkeit, Position'; Zs.: PfWB Anstand 1 und 3, PfWB Auf-, PfWB Bauern-, PfWB Be-, PfWB Braut-, PfWB Buben-, PfWB Ehe-, PfWB Ein-, PfWB Ver-, PfWB Vor-, PfWB Land-, PfWB Lehr-, PfWB Miß-, PfWB Mittel-, PfWB Nähr-, PfWB Rück-, PfWB Um-, PfWB Wehestand; in de geischtliche St. trere 'Pfarrer, Mönch, Nonne o. ä. werden' [ LA-Wollmh]; in eme annere St. sen 'schwanger sein' [ KU-Bedb]. Do is kee Menschesprooch im Stann, / daß mer die Schlacht beschreiwe kann [Münch Werke I 205]. Die Landwertschaft war flott im Stand, / 'es Handwerk hat gebliht im Land [Münch Werke I 79]. Sag wie schteht 's mit deine Wingert - / Sin se all recht schää im Schtand? [Sommer Hausapothek 88]. Un die Kuldur im Pälzer Land, / Die is noch tadellos im Stand [Münch Werke I 130]. RA.: em St. sein 'zu etwas fähig sein' [vereinzelt, Lambert Penns 142]. Der hot deham en schlechte St., hat es schwer in seiner Familie [ KB-Mauchh]. De Acker es gut im St., ist gut gedüngt [ RO-Als]. Dodevor tret mer in de heilig St. vun de Eh [Krieger 61]. —
5. weitere Zs.: PfWB Anstand 2, PfWB Bienen-, PfWB Hoch-, PfWB Hutmacher-, PfWB Immen-, PfWB Kappen-, PfWB Ruhe-, PfWB Sonnen-, PfWB Wasserstand.RhWB Rhein. VIII 515/16; LothWB Lothr. 493; ElsWB Els. II 602.

 

   Hutmacher-stand m.: scherzh. 'altes, abgetriebenes Pferd', Hutmaerstand [ KU-Rutsw/G]. Syn. s. PfWB Mähre.