-spielzeug n.: wie schd., -zeig, -zeich [mancherorts], vgl. PfWB Kinderspielsachen. Südhess. III 1307. — | | PfWB LothWB RhWB Sach(e) [Sàə S.; Sàχ sonst allg.] f. 1. a) Die ältere Bed. liegt noch vor in der Rda. s het keⁱⁿ (keⁱn K. Z.) S. Co. Mb., sël het keⁱⁿ S. M., od. kräftiger: Jo, [Bd. 2, Sp. 319a]
dis het jetz keⁱⁿ S. das hat nichts zu bedeuten Pfulgriesh. s het jetz keⁱn S., eⁱn āndermol behummst du eins me an ër wënⁱjer Dunzenh. ‘es wehre denn sach dass Junge oder Newe kämen’ Rchw. 1568 JB. II 161. ‘ist es sach, dass’ Geiler J. Sch. 33. ‘Auf solches sagten die Bauern: es wäre dennoch etwas an der Sache’ 1525, Als. 1854, 140. b) Ding, Sache. Dr Krämer wijt d S. schlëcht; ër git deⁿ Lütⁿ iʰri S. nit Dü. E S. die erforderlichen, verlangten, in Rede stehenden Dinge U. Bring mⁱr e S. für deⁿ Salat anzemacheⁿ Hf. Hes e S. am Salat? M. s is dis Joʰr alles e S. spöter das Getreide usw. Z. Wënn s Wëtter noch e par Taj eso warm is, fangt e S. aⁿ triweⁿ Dü. Das is [tà] siⁿ S. das ist ihm etwas Angenehmes Su. Schöni Sacheⁿ schöne Verkaufsgegenstände, Spiel-, Schmucksachen Steinb. ‘Ich will mein sach nitt uff ein gilgenblatt setzen’ Geiler, Als. 1862, 143. ‘Sein sach durch die weinstrassen schicken’ ebd. 160. c) Angelegenheit. Sin S. macheⁿ seine Pflicht erfüllen, das tun, was ihm aufgegeben ist. Das is siⁿ S. das ist seine Angelegenheit. Iⁿ siⁿm S. noʰ geʰⁿ seinem Beruf nachgehen Su. Ich kënn min S. ich weiss, was ich zu tun habe Dunzenh. ‘Das dunckt mich syn ein wyser Herr, Der syn sach weisz, sunst nyemans mehr’ Brant Narr. 39. Er het siⁿ S. gseit das, was er weiss, (als Zeuge) vorgetragen Dü. ‘E Bür isch grob un kann syn’ Sach’ so fyn nit saaue’ Kur 44. ‘Der lieb Gott wöll .. Sein sach sein Volck erhalten’ aus einem aels. Kriegslied 1592, Als. 1862, 103. Rda. ‘Mir wille emal iwer der Sach schlafe’ W. JB. XI 61. Er het sin S. im Reⁱneⁿ in Ordnung U. Wh. ‘jetz hän se ihr Sach im reine unn sinn Birstle’ Mü. Mat. 5, 42. Unter Schülern: Hes e S. schun gemōcht? die Schulaufgabe K. Z., ähnl. Lutterb. ‘I ka mi Sach scho’ Stöber Mäder 107. d) Sachverhalt. Er het s gseit, wie s an dr S. is Dü. Dis is d. S. Wh. ‘Na, mer welle s Best hoffe by der Sach’ Pfm. III 3. Iⁿ dr S. nüoʰ verhältnismässig M. e) bes. Pl. Ereignis. s sin halt so Sacheⁿ so geht's nun einmal zu allg. Was machs du für Sacheⁿ! für Streiche Co. Sacheⁿ macheⁿ Umstände machen Hf. [Màχ kè Sàχə! M.] unglaublich! f) Kummer, Sorgen. Der het auʰ sini Sacheⁿ Su. Ër seit nix, ër dënkt [Bd. 2, Sp. 319b]
siⁿ S. ebd. g) Mass und Ziel. s het alles sin S. M. ‘s muss alles sin Sach han, sogar de Quetsche in der Blījt’ W. JB. XI 62. 2. Vermögen. Mr muess uf sin S. sëʰn od. luejeⁿ Z. Er git Acht uf siⁿ S. Dü. Zue eineme S. luegeⁿ Sorge tragen um sein Eigentum Su. Um siⁿ S. kummeⁿ Ndhsn. Von eineme Sach(e) kommeⁿ Hf. Der het siⁿ S. im e Nastüechl gebrocht ist als armer Schlucker eingewandert, dann zu Vermögen gekommen Bf. Ingw. Sⁱe han eⁱnandr e S. loˢˢn vrschriweⁿ uf s längst Lëweⁿ zwei Ehegatten haben sich gegenseitig testamentarisch die Nutzniessung ihres Sondergutes nach dem Tode zugesichert Ingenh. Wü dr Lienerts Michl d Aujeⁿ zü duet (stirbt), behummeⁿ die King e S. ebd. ‘Durch sie (die Zunge) verlurt manch armer Man Seyn fach, das er musz bettlen gan’ Brant Narr. 19, 47 f. ‘Wohi mit ihrem Sach?’ ihrer Habe Lustig I 71. Er hat schöne Sacheⁿ ein hübsches Vermögen Ndrröd., aber vil Saches ebd. 3. Anteil: Er het sin S. bekommeⁿ Vermögensanteil, Schläge allg. Gruss: Hän ⁱʰr Firoweⁿ? — Jo, Gott Low e Dank, ass s Nacht is, iʰ ha miⁿ Sach bekummeⁿ hüte! ich bin müde genug geworden Ruf. So, jetz han iʰr eüri S. das euch Zustehende Dü. Iʰ ha miⁿ S. eweⁿ gmacht meinen Teller leer gegessen Obhergh. s Viʰ het siⁿ S. das gehörige Futter Su. K. Z. Jetz hes guet S. zu einem, der seine Güter vermietet od. an seine Kinder abgetreten hat und von Zinsen, Renten u. dergl. lebt ebd. ‘Der Mensch kann nix winiger vertrāue as de gut Sach’ Dehli. JB. XI 48. 4. sin S. haⁿ in Menstruation sein M. K. 5. Notdurft. Siⁿ S. veʳrīchteⁿ M. — Basel 246. Schwäb. 444. Bayer. 2, 209.Demin. |
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