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1. a. α. 'das Kind im Mutterleib; Mensch von der Geburt bis zur Geschlechtsreife', Kind (kind), Kinn (kin), Kend (kend, kęnd), Kenn (ken, kęn), Keend (knd) [Verbr. in der Pfalz s. K. 234]; Auslandspfälzer: Kind [verbr.], Kend [ Gal-Burczyce]. Pl. u. Dim. s. F. — Sie geht merme K. 'Sie ist schwanger' [KL-Stelzbg, verbr.]. Sie kriet ball e K. [ RO-Dielkch]. Sie kriet kä Kinn 'keine Kinder' [ZW-Battw, verbr.]. Der hot er e K. gemacht 'hat sie geschwängert' [RO-Dielkch Sippf, verbr.]. Die hot sich e K. mache losse, um ihn zur Heirat zu zwingen [ NW-Freinsh]. Bei denne isch e K. (e Kläänes) uf die Welt kumme [LU-Böhl, verbr.]. 's es um e K. kumm 'Die Frau hatte eine Fehlgeburt' [ KB-Kriegsf]. Zur Frage, was man kleinen Kindern zu ihrer Herkunft sagt, s. PfWB Kindchensbrunnen. Umschreibung für Kinderreichtum: Die han e Haus voll Kinn [KU-Bedb, verbr.], e Stall voll Kinner [ BZ-Dierb], de Aasch (Arsch) voll Kinner [ LU-Friesh]; auch: Die han se wie die Orgelpeife, immer äns Kopps klenner wie 's anner [ ZW-Battw]. Am Enn vum Dorf sinn die menschte Kinner, weil dort die armen, kinderreichen [Bd. 4, Sp. 201] ![]() [Bd. 4, Sp. 202] des K. gewachse! [ NW-Freinsh Kallstdt]. Das K. kann schun laafe [ KU-Brück]. 's K. kodert 'stammelt' [NW-Kallstdt, verbr., auch Gal]. Das arem K. hat die englisch Kranket [ KL-Reichb]. Ungehorsame Kinder heere gar net [Rockhs]. Die Eltern klagen: Mer hot doch e Kreiz mit denne Kinner [ LU-Opp]. Die Kinner werre ganz verdätschelt 'werden ganz verwöhnt' [ RO-Semb]. Manche Mutter kennt nix wie ihr Kinn [ ZW-Battw], isch arich närrisch uf ehr Kinner [ LA-Gommh]. Andere Eltern gehen mit dem K. um wie die Sau mirem Beddelsack [ FR-Tiefth]. Kosenamen für ein kleines Kind: Boppelche, Buppes'che, Trutschelche, Engelche, Fischelche, Freschelche, Goldche, Hämmelche, [Bd. 4, Sp. 203] Herzche, Herzflattche, Knechtche, Liewes'che, Mais'che, Schäfche, Schätzche, Schauckelche, Zukkerherzche u. a. m. RA.: Das macht de Mäd kän K. 'Das hat weiter keine (schlimmen) Folgen' [ KL-Hirschhn]. Ach Gottche, secht 's Lottche: Siwe Kinner un ken Mann; 's is e Schann! [ LU-Friesh]. Ausdruck des Ärgers: Do kennsche e Kind krie vun Lumbe, wenn etwas nicht klappt [ KB-Bischh]. Scherzhaftes Dankeswort: Vergelt's Gott mit lauter kläne Kinn! [Eid 89]. Von einem schwächlichen Kind heißt es: Des K. is wie e Fischel uf em Baam [Land]. Der Ratlose steht da wie 's K. beim Dreck [ RO-O'mosch]. Einem Gast, der nicht Platz nehmen will, sagt man: Traa dem K. net die Ruh fort! [mancherorts Gal]. Ausspruch des Gastes: Ich traa eire Kinner die Ruh naus, wenn man der Aufforderung, Platz zu nehmen, nicht Folge leisten kann [ FR-Ebertsh]. Der Schmeichler will sich, z. B. beim Herr Parre, lieb K. mache [KU-Kaulb, verbr.]. Ortsneckerei: Wer iwwer de Reiter (Reiterhof) geht un kriet ken Wind, wer dorch Hochste (Hochstein) geht un sieht ken Kind, wer dorch Winnwiller (Winnweiler) geht ohne Spott, der hot e Gnad vun Gott [ RO-Gundw]. SprW.: Veel Kinn, veel Glick [Hebel 46]. Gesunde Kinn sein e Gab Gottes [ KU-Kaulb Kreimb]. Kläine Kinn, kläiner Lascht, große Kinn, großer Lascht [KU-Schmittw/O, Hebel 46]; ... kleene Sorje - große Sorje [verbr. Don Gal Buch]. E K. uhne Stoß (ohne Krankheiten) isch ball groß [ LU-Böhl, mancherorts Don Gal Buch]. Gescheide Kinner werre net alt [Hebel 47]. Kinner sinn Kinner [ KU-Trahw Bechb]. Kleene Kinner treten der Mutter uf de Schoß, große uf's Herz [verbr. Don Gal Buch]. E barmherzichi Mutter erzieht lausiche Kinner [verbr. Gal]. Wammer de Kinner de Wille dut, greinen (heilen) se net [verbr. Don Gal Buch]. Je strengr die Rut, je liewr 's Kind [ Don-Gottlob]. Aus Kinner werre(n) Leit [verbr. Don Gal Buch]. Parres Kinn un Millers Kih, wann's geroot, gibt's gut Vieh [Hebel 46]. Kinner un Narre sagen die Wohret [NW-Lach/Speyd, Frankth Horne Penns 18 verbr. Don Gal Buch]. Wann 's Kind gedaaft es, es gut Perrer (Pate) sei (weil dann die Taufgeschenke wegfallen) [ KB-O'wies]. S. auch PfWB Vater, PfWB Mutter. BR.: Wann die Niß geroden, geroden aach die Kinner [Wilde 183 (verbr.)]. Wann die Kenn kreische, gebt's am annere Dag Räin [ WD-Niedkch]. Wann Leit schene Kinner hawwe wolle, misse sie schene Piktschers (engl. pictures 'Bilder') in der Stub hawwe [Fogel Beliefs Penns Nr. 1891]. Wammer en Wieg zu zwet schockelt, wachst 's Kind an [ebd. Nr. 38]. En K., as mer abgewehnt, wann die Beem blieh, werd glei groo (grau) [ebd. Nr. 107]. 's siwet K. gebt en großer Mann [ebd. Nr. 170]. Ein Kind tröstet man: Heile, heile Seche, drei Dach' Reche, drei Dach' Schnee, jetzt dut meim K. sein Finger [Bd. 4, Sp. 204] (Fuß) nimin weh [SOPf]. KR.: Schlof, mei Kindche, schlof, dei Vatter hiet die Schof, dei Mutter hiet die Lämmerche mit de goldne Bännerche [KB-Kriegsf, verbr., auch Don Gal]. Hoppe-loppe-leiche, koch 'm Kindche Breiche! Koch 'n net so dick, daß mein Kindche net verstickt! [ KU-Bedb, mancherorts]. Patsche, Patsche Händelcher, was werd der Vatter kaafe? For mei Kindche Schickelcher. Werd des Kindche laafe! [ Gal-Obl]. S. auch PfWB Aa1, PfWB Brei 1 a, Gakkel 1, PfWB sechs. Kinderspiel: Frääche, willscht dein K. verkaafe? Spielregel: Die Kinder stehen in Kreisform, zu zweien hintereinander; das hintere stellt die Mutter, das vor ihr das ihr gehörige Kind vor. Ein Mädchen fragt irgend eine der »Mütter«, ob sie ihr Kind verkaufen wolle. Mutter und Käuferin laufen nun, in entgegengesetzter Richtung, solange um den Kreis, bis das Verslein gesungen ist: »Lieber will ich betteln laufen, als mein gutes Kind verkaufen, das mit mir schlafen geht, das mit mir aufersteht«. Wer zuerst nach beendigtem Gesang beim Kind ist, dem gehört es [J. Hoffmann Chronik d. rheinpfälz. Dorfes Kriegsfeld, 1897, S. 63]. a. 1311: minen swestern Benzeln von Flanborn, Lutzen von Randecken, iren kinden vnd allen vnsen miderben andersite [OttbgUrkb. 305]. a. 1565: ist Groß armutt vnd viell kleiner kindt do [WerschwSchR]. — Zs.: PfWB Armeleute-, PfWB Bäbä-, PfWB Papa-, PfWB Bettel-, PfWB Pfarr-, Pfarrstunds-, PfWB Bruders-, PfWB Brust-, PfWB Teufels-, PfWB Doktors-, PfWB Dorf-, PfWB Tützen-, PfWB Enkel-, PfWB Extra-, PfWB Findel-, PfWB Findlings-, PfWB Flaschen-, PfWB Gassen-, PfWB Gedeih-, PfWB Glücks-, PfWB Heiden-, PfWB Höllen-, PfWB Honig-, PfWB Huren-, PfWB Jesus-, PfWB Kinds-, Königs-, Mama-, PfWB Menschen-, PfWB Milch-, PfWB Mutter-, Nachbar-, Nachgeschwister-, Nachtmahl-, PfWB Neben-, PfWB Reichmanns-, PfWB Sau-, PfWB Schmerzens-, PfWB Schul-, Schüler-, PfWB Schwesters-, PfWB Siebenmonats-, PfWB Sonnen-, Sonntags-, PfWB Sorgen-, PfWB Spei-, PfWB Stadt-, PfWB Städter-, PfWB Stief-, PfWB Straßen-, PfWB Vaters-, PfWB Waisen-, PfWB Wickel-, PfWB Wiegen-, PfWB Windel-, PfWB Zieh-, PfWB Zigeuner-, PfWB Zuckerkind. — β. Zs. PfWB Kristkind. — b. von Erwachsenen. α. 'Nachkomme allgemein'. Unser Kinner sin schun verheirat [NW-Kallstdt, verbr.]. Zs. PfWB Geschwisterkind. — β. Eine Dorfschöne is e sauwer K. [ RO-Dielkch]. — γ. in Ausrufen der Verwunderung. Kinner, wie die Zeit vergeht! [verbr.]. Kind Gottes in der Hutschachtel! [Kaislt]. — δ. Kinner, Neckname für die Bewohner von IB-Hass. — 2. a. α. 'Pupille im Auge', Kinn [ BZ-Dernb GH-Kapswey], Kien [ PS-Bruchw], Kinnche [RO-Feil Sippf Pirmas FR-Bockh], Kienche [ Don-Schowe Torscha], Kinnl [PS-Busbg NW-Geinsh SP-Harths LA-Wey Impfl Ilbh Venn Heeger Südostpf. 23]; vgl. PfWB Augenkind. Syn. s. PfWB Pupille. — β. 'Augapfel', Kinnel [ NW-Haßl Spey], [Bd. 4, Sp. 205] Kinnche [Schandein Sprachsch. 27]. — b. 'Mohn' im Rätsel: Der Mann (Stößel) aus'm Wald, die Fraa (Schüssel) aus der Stadt, die Kinner (die Mohnkörner) aus'm Gaarde [ Gal-Neudorf]. — c. Kinncher 'Flachsbündel' [ KU-Bedb]. — d. Zs. PfWB Pfaffenkind (Pflanze). — e. 'Pfeife', im scherzh. Ausspruch: 's Kind hot kään Luft, wenn die Pfeife verstopft ist [ KL-Mackb]. — F.: Pl. a. Kinner zu Sing. Kind [verbr.], Kinn [mancherorts lothr. SWPf], Kenn [ SP-Harths]; b. Kinn zu Sing. Kind [verbr. NWPf NW-Freinsh Don-Schowe Torscha Gal-Ranischau]; c. Kenner zu Sing. Kend [ ZW-Maßw LA-Mart Mörzh GH-Wörth Gal-Neu-Burczyce]; d. Kenn zu Sing. Kend [WD-Niedkch Ingb ZW-Schmitshs verbr. mittl. u. südl. VPf], zu Sing. Kenn [mancherorts südl. VPf]. — Dim. s. unter 2aα. — Südhess. III 1290 ff.; RhWB Rhein. IV 470 ff.; Lothr. 285/86; ElsWB Els. I 448; Bad. III 123.
| 1. a. 'breiige Speise aus Grieß, Hirse, Reis, Haferflocken, Mehl', bes. als Kindernahrung, Brei, Bräi, s. F. [allg.]; Brei rehre 'während des Kochens umrühren' [ KU-Schmittw/O]. De Klää (Kleine) kricht schun Brei [ LA-Gommh]. RA.: Der hot sich en scheene Brei engerihrt 'sich Unannehmlichkeiten zugezogen' [KB-Albish verbr.]. Mer määnt, der hätt Brei im Maul, von einem Mundfaulen [LA-Herxh, verbr.]; vgl. PfWB Breimaul. Er hot'm de Brei ums Maul erumgeschmert 'hat ihm geschmeichelt, leere Versprechungen gemacht' [RO-Alsbr, verbr.]. Er [Bd. 1, Sp. 1187] geht drum rum wie die Katz um de hääße Brei, von einem Zögerer [ LU-Alsh, allg.]. SprW.: Wer Bech hot, brecht sich de Finger im Brei [verbr.]; vgl. PfWB brechen1 A I 1. Wann's Brei rechent, hot mer keen Leffel 'Wenn die Gelegenheit günstig ist, kann man sie nicht nützen' [LA-Impfl, verbr., auch Penns Don Gal Buch]. AR.: Eens, zwee, drei, hicka, hocka, hei, Zucker uf der Brei, Peffer uf der Speck; Hahna geh weg, oder ich schlag dich in der Dreck! [Horne Penns 119]. Tintilin — das Kind is krank; Tintilin — was fehlt'm dann? Tintilin — e Pann voll Brei; Tintilin — das kann schon sei! [ Gal]. Einen weiteren AR. s. bei PfWB Butter 1. a. 1444: dinstag am morgen: musch, erbiß odir bry; dab y fleysch [Zweibr. I]. Zs. PfWB Grieß-, PfWB Hirsen-, PfWB Kind(chen)s-, PfWB Mehl-, PfWB Milch-, PfWB Reisbrei. — b. andere breiige Speisen in den Zs. PfWB Apfel-, PfWB Pflaumen-, PfWB Erbsen-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Quetschenbrei; vgl. auch PfWB Mus, PfWB Stampfes. — 2. übertr. 'dünne Masse'. a. 'dünner Straßenkot' [ KU-Bedb]. Syn. s. PfWB Baberatsch. — b. Ich kennt'n zu Brei verdricke (zerdrücken) [ BZ-Dernb]. — F.: brai weithin herrschend; bręi SWPf, vgl. Äis 'Eis' auf K. 1. — Südhess. I 1091/92; RhWB Rhein. I 952 ff.; LothWB Lothr. 61; ElsWB Els. II 177; Bad. I 315.
| 1. wie schd., Butter, Botter, Boutter, Bottern, s. F. [allg.]; vgl. PfWB Anken. Zs. PfWB Bauern-, PfWB Bettel-, PfWB Geißen-, Glucken-, PfWB Kuh-, PfWB Landbutter. Mer stoße heit B. 'bereiten B. durch Stoßen im Butterfaß' [PS-Lembg, allg., in der Pfalz bis etwa 1900, in Gal bis 1939]. Mer leiere (drehe) heit B., dass. (mit der Butterleier) [von etwa 1900 an immer stärker aufkommend bis etwa 1920, als die Butterbereitung nach und nach an die Molkereien überging]. De B. geht samme 'klumpt sich' [ KL-Stelzbg, allg.]. Um das Zusammengehen des Rahms zu beschleunigen, wandte man (meist im Scherz) den Zauberspruch an: Butter, Butter, klimbel dich, 's gebt kee greeßeri Hex als ich [Gal-Schönth, verbr. ]. Näheres zur Butterbereitung s. bei PfWB buttern. Der ungeformte Butterkloß ist der Klumbe Butter, auch Butterklumbe, s. PfWB Butterklumpen; den geformten Butterlaib nennt man das Stick Butter. Um die B. als Speisefett auch über längere Zeit aufbewahren [Bd. 1, Sp. 1404] zu können, wird sie zu PfWB Butterschmalz ausgelassen. — Eigenschaften der B.: Gebräuchlich sind besonders die Vergl. gäl (gelb) wie Budder [Westricher Kalender 1957, S. 103], wääch wie B. [NPf, allg.], zart wie B. [Pirmas, verbr.]. RA.: Der hot e Herz so wääch wie B. [ LU-Opp Don-Gottlob]. Ein weicher Stein schafft sich so zart wie B. 'läßt sich leicht bearbeiten' [Kaislt]. Ein stumpfes Messer schneid wie B. [ KB-Bennhs]. Wenn ein Fußballspieler sich im Strafraum »tot« stellt, dann heißt es: Alla, alla, mach weiter, du bischt doch net aus B.! [Rheinpfalz vom 28. 1. 1967]. Der geht sesamme wie Bodder in de Sunn, von einem Abmagernden [ KU-Lohnw, FR-Bockh BZ-Dernb], dass. iron.: Er nemmt zu, wie B. in der Sunn [Rockhs]. Der hot B. uf'm Kopp (und darf nicht an die Sonne gehen), wer ein schlechtes Gewissen hat [verbr. Gal Don Buch]. SprW.: Wer B. uf'm Kopp hot, soll net in die Sunn gehn [Don (Steinmetz)]. — Wertschätzung der B. in den RA.: Der saat dir for drei Penning, was de Bodder in Mänz koscht! 'macht dir den Standpunkt klar' [KL-Wörsb Kühn Palz 94]. Zwische denne zwee is alles in Butter 'herrscht das beste Einvernehmen' [Krieger 26]. SprW.: Kannscht lang Käs esse, bis de B. in de Maa kriescht [ Gal-Brig]. Wann der B. uf de Speicher geht (teurer wird), gehn die Aajer in de Keller (werden die Eier billiger) [ Gal-Dornf]. Ich meen grad, ich hätt e halb Pund B. ohne Brot gesse, alles schwimmt in mer, sagt man von sich bei großer Rührung [Hebel 25]. VR.: Andrees freßt de Käs, loßt de B. leie, weil er is so teier [ Gal-Josbg]. Eins, zwei, drei, Butter auf den Brei, Salz auf den Speck und du gehst weg [ Gal-N'Chrusno]. Weitere Reime s. bei PfWB Anna-Maria, PfWB backen 1 b. — 2. 'Augenschleim' s. PfWB Augenbutter, PfWB Butterauge. — F.: budər fast allg. außer NWPf; bǫdər Westteil der NPf vorherrschend NWPf IB-Habkch Ingb KB-Mörsf Dannfs, bǫdÄr KU-Kaulb Dietschw, bǫdərn (neben den jüngeren Formen bǫdər u. budər) in GH-Neubg, bǫudər in WD-Niedkch IB-Rohrb. Das Genus 1930 fast durchweg m.; f. (neben m.) gilt für KB-Zell FR-Grünstdt Neustdt SP-Mechth. In den historischen Belegen ist der Stammvokal meist -o- (auch VPf!), seltener -u-. a. 1490: 4½ maß bottern [KellR Lichtenberg]. a. 1521: Vßgab in die kuchen: Item 15 Sch. 4 Pf vor botter [GgHospR]. a. 1521: 11½ alb. vor 3 mais bottern [LandsbgKellR]. a. 1532: Innam verkauft bottern, Nuß, mandeln, Eppel [SSp, Lgb. des Klosters Seebach]. a. 1566: funff massen vnd anderthalb schopfen botter [KSchArch. IV 2255]. a. 1590: Keeß, Buetter, Ayer [ZweibrUrkb. 161]. a. 1626: 10 Maß Butter und 60 Bündel Keß [Groh Wörschw. 39]. — Südhess. I 1259/60; RhWB Rhein. I 1170 ff.; Saarbr. 41; LothWB Lothr. 74; ElsWB Els. II 119; Bad. I 386.
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