Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB kegeln (Bd. 4, Sp. 148)   RhWB kegeln (Bd. 4, Sp. 362) 
   kegeln schw.:
1. wie schd., keele (kēlə), kiele (kīlə), kech(e)le (keχələ, keχlə), keggle (keglə) [zur Verbr. vgl. PfWB Kegel 1]. Zs. PfWB herauskegeln. Mer kechele heit owend [ LU-Opp]. SprW.: Wer kechle will, muß ach ufsetze 'Wer Rechte beansprucht, muß auch Pflichten auf sich nehmen' [LA-Gommh, verbr., auch Don Gal Buch, Hebel 47]. —
2. übertr.
a. vom Donnergeräusch bei Gewitter. Im Himmel kegele se [ KU-Diedk PS-Geisbg GH-Zeisk]. De Petrus kechelt [ KU-Bedb KB-Kriegsf GH-Vollmw]. —
b. übertr. 'zum besten halten, übel (mit einem) umgehen'. Mit dem kammer kechele un er merkt's nit [ LA-Wollmh, RO-Dielkch Pirmas NW-Frankeck]. — Südhess. III 1227/28; RhWB Rhein. IV 362; ElsWB Els. I 428 keiglen; Bad. III 100.

 

 kegeln [in Lennep, Mettm kījəln bei walzenförmigen Wurfgegenständen, ketən (s. kitten) bei Kugeln] schw.: 1. wie nhd.; de Mann ka k. (derb kack k. scheisst Kegel Grevbr-Hochneuk). RA.: De kann net karten on net k. er versteht nichts Heinsb. Ovven sen se am k. wenn es donnert Sieg. Do kammer k. wenn auf dem Tische alles voll steht Eusk-Zülp. We möt kegelt, mott (muss) och möt opsette auch das Unangenehme einer Sache muss man tragen Nfrk, Allg. — opmocke Aach. Möt denge Knoche kann ech noch K. spille ich überlebe dich Sieg-Ägid. — 2.a. Kegelartiges machen. α. Heu k., auf Kegel 2 a α setzen Wittg. — β. Garben k., mit dem Flegel umschlagen; jede folgende Schobbe wird auf die vorige gekegelt Dür-Frauwüllesh. — b. ein Sputum auswerfen beim Husten Neuw-Dierd; kę·i.ələ keuchen Daun-Katzwinkel. — c. mit Schneeballen werfen Köln-Weiss. — 3.a. einen do k. einen plump hinwerfen Aach-Merkst. — b. heə kejjelet övver jen Eərd er ist gefallen u. kugelte sich über den Boden Aach, Verbr.; de Appel (udgl.) k. heraf kollern hinab Dür-Merzenich. — c. sich k., sich überschlagen; ech hauen dech, datste dech kegels! Rip, Nfrk. — Abl.: die Kegel(er)ei, dat Gekegels, der Kegeler.