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| PfWB Kätzel-gras (Bd. 4, Sp. 121) | PfWB Gras (Bd. 3, Sp. 410) | PfWB Hirsen-gras (Bd. 3, Sp. 1090) | |||||||||||||||||
1. a. wie schd., Gras (-ā-) [verbr. WPf NPf nördl. VPf Lambert Penns 69], (grs) [KU-Kaulb Kreimb Seel Nd'eisb RO-Lohnsf KB-Zell verbr. Gal], (g Rs) [ KL-Lind], (grḁs) [verbr. mittl. VPf (Bertram § 32) südl. VPf (vgl. Heeger Südostpf. §. 52)]; e Sack voll G. [Bertram § 293]; e Lascht G. 'Bündel G.' [ WD-Niedkch]. Zs.: PfWB Bodem-, PfWB Faschen-, Hart-, Rai-, PfWB Reh-, PfWB Sumpf-, PfWB Wald-, PfWB Wiesengras. Die Wies hat sieß (sauer, fett, safdich) G. [Kus, verbr.]. In de Wisse steht 's G. schun houch [ LA-Herxh]. Die Wiss hot e klään Grässel [ LA-Herxh, WD-Niedkch], e fein Gräsje, von dem schmalblätterigen, weichen und kleinwüchsigen Gras der Bergwiesen [ KU-Kaulb]. 's G. kummt (wachst) scheen [KU-W'mohr, verbr.]. 's G. treibt [ PS-Schmalbg]. 's G. macht sich noo'm Reen [ KU-Kaulb]. Ich muß noch ins G. gehe 'G. für das Vieh holen' [SP-Heiligst, verbr.], ins G. fahre, dass. [ LU-Opp]. 's G. werd schun gemäht [allg.], geschruppt, vom dritten Grasschnitt [ RO-Breunigw]. 's G. is trucke, mer kann's zu Haufe mache, vom Heu [ LU-Opp]. RA.: Er heert 's G. wachse, wer sich für besonders klug hält [KU-Trahw, verbr., auch Don Gal Buch]. In deim Hof soll G. wachse, Verwünschung [GH-Vollmw Wilde 79]. Wo der hintret, wachst keen G. mehr [verbr., auch Gal]. Er loßt sich kään G. unner de Fieß wachse, vom Fleißigen [ZW-Stamb, verbr., auch Gal]. Loß ken G. driwwer wachse! 'Laß es nicht lange anstehen!' [Wilde 79]; dass. ins Gegenteil verkehrt: G. driwwer wachse losse [LU-Opp, verbr. Don Gal Buch]. Er hot zu frih ins G. beiße misse [LA-Gommh, verbr.]. Gebt Gott e Häs'che, gebt er aa e Gräs'che [Kaislt, verbr.]. WR.: Wann de Hund G. freßt, gebt's Reen (Regen) [KL-Stelzbg, verbr.]; dass. von der Katze [ LU-Böhl GH-Scheibhdt]. Wann 's G. daut (sich mit Tau [Bd. 3, Sp. 411] bedeckt), gibt's gut Werrer [ HB-Höch]. BR.: Wächst das G. im Januar, wächst es schlecht dorch 's ganze Johr [ NW-Frankeck]. Märzestaab bringt G. un Laab (Laub) [KL-Schneckhs, verbr.]. De April soll 'm Bauer halwer G. un halwer Laab bringe [ GH-Neubg]. Kihler Mai bringt G. un Heu [ GH-Leimh]. Wann am Fronleichnamsdag 's G. derrt, gibt's e guri Hääern (Heuernte) [ NW-Geinsh]. VR.: Margretel, mein Maad, geh met mer ins G.; dort peife die Vöchel un klappert de Has [KU-Lauteck (Wilde 79)]. Saft, Saft Seire (Seide), Holler in die Weire (Weiden), Holler in das grüne G. leet (legt) mer aach de Oschterhas [ KB-Boland]. Den VR. vom Osterhasen s. PfWB Ei (I 741 Z. 49). - 14. Jh.: Item hatt der herr in der herrn wiesen gewalt, wan hauw (Heu) oder graß in der wiesen ist, zu nemmen vnd zu uerätzen (verätzen 'verfüttern') [PfWeist. II 644 (KU-Glmünchw)]. — b. 's dritt G. 'der dritte Grasschnitt' [verbr. SWPf]. Zs.: PfWB Futter-, PfWB Nach-, PfWB Stoppelgras; s. auch PfWB Grummet-, PfWB Heugras. — 2. 'Unkraut (bes. im Garten)'; G. roppe 'Unkraut jäten' [NW-Haardt, verbr., Wilde 285]. Zs.: PfWB Beutel-, PfWB Binsen-, PfWB Dreck-, PfWB Flechten-, PfWB Floh-, PfWB Gät-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Hirsch-, PfWB Hirsen-, PfWB Honig-, Käse-, PfWB Kätzel-, PfWB Kleber-, PfWB Liesch-, PfWB Quecken-, PfWB Rassel-, Samt-, PfWB Sau-, PfWB Schlaf-, PfWB Schleif-, PfWB Schmielen-, PfWB Schneid-, PfWB See-, PfWB Seiden-, PfWB Spitz-, PfWB Stink-, PfWB Zieh-, PfWB Zier-, PfWB Zittergras. — 3. a. 'Vogelmiere' [ IB-Ensh Gersh]. Zs.: PfWB Darm-, PfWB Gänse-, PfWB Haus-, PfWB Hunds-, PfWB Hünkels-, PfWB Wingertsgras. — b. spanisch G. 'englisches Bandgras (Phalaris f. picta)' [ KL-Fischb]. — c. 'Hirtentäschelkraut', Grässel [ LA-Mörzh]. — Südhess. II 1443/44; RhWB Rhein. II 1355 ff.; LothWB Lothr. 213; ElsWB Els. I 280/81; Bad. II 460.
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