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 PfWB Käse-fissel (Bd. 4, Sp. 91)   PfWB Käse-kar (Bd. 4, Sp. 92)   PfWB Käse-brenke (Bd. 4, Sp. 88) 
 -fissel f.:
1. = PfWB Käsesieb, -fissel [ KU-Breitb Brück], -fessel [ IB-Bliesmg/Bolch WD-Niedkch ZW-O'aub]. —
2. 'dreibeiniges, durchlöchertes Gefäß, worin die Molke zum Abfließen gebracht wird', -fessel [ KL-Queidb]; vgl. PfWB Käsekar 1 a α. — Der zweite Wortteil zu PfWB fiseln 2 'fein regnen'. — ElsWB Els. I 149. —

 

 -kar n., f., m.:
1. 'Behälter zur Bereitung von Käse', Käs-, Keeskar [verbr.], Käse- [vereinzelt]. —
a.
α. 'irdenes oder blechernes, oft dreibeiniges Gefäß mit Löchern in Wand und Boden zum Abrinnen der Molke vom Käse' [verbr.]; vgl. PfWB Kar 1 a, PfWB Käsebrenke; vgl. Abb. 46. 's erscht werd 's K. gerischt un uf'n Kiwwl g'schtellt. Dann werd 's Keesduch neingelecht un die Sauermillich neingeleert. Noot, wann die Molk abgelaafe isch, werd 's Duch iwwernandgschlache un mit'me Haffe b'schwert [Nd'lustdt]. Nach Angaben eines alten Nordpfälzers spielte die K. in kleiner Zierform früher auch bei Brautschau und Brautwerbung als Zeichen der Zustimmung oder Ablehnung eine Rolle [Feierowend 1967, Nr. 3]. —
β. 'wannenförmiges Gefäß mit zwei halbkreisförmigen Brettern an den Enden, die mit Latten verbunden sind' [mancherorts südl. VPf]; vgl. Abb. 47. —
γ. 'Haarsieb zum Durchseihen der Käsemilch', Käsekar [ BZ-Ingh]. —
b. 'kleines Gefäß zum Formen der Handkäse' [verbr. NWPf KB-Orbis]. —
c.
α. 'durchlöchertes irdenes Gefäß zum Trocknen und Aufbewahren der Handkäse' [mancherorts NPf KL-Weilb Heimkch Kirchhbol]. —
β. 'aus Holzleisten hergestellter Käfig, in dem die Handkäse getrocknet und aufbewahrt werden' [KU-A'glan RO-Münchw Kirchhbol NW-Weish/S GH-Nd'lustdt PfId. 73]; vgl. PfWB Käsereuse 1 b. a. 1521: ... vor heffen deckel körbe keßkar leffel vnd beßem [GgHospR]. —
2.
a. 'Quark, weißer Käse', Käskar [ BZ-Kapswey], -kare [ GH-Kuhdt]; vgl. PfWB Käse 1 a. —
b. 'großer Käse in einer besonderen Form' [ RO-Dielkch]. —
c. = PfWB Käselab [ LA-Herxh]; vgl. PfWB Lab, PfWB Labmagen. — F.: Gen. n. überwiegt. — Südhess. III 1162; RhWB Rhein. IV 234; ElsWB Els. I 462. —

 

 -brenke f. : 'viereckiges Holzgefäß, selten Bottich, Kübel oder Blechwanne zur Käsebereitung', Keesbrenk [ KB-Gauh Kriegsf LU-Alsh/Gr Assh Neuhf NW-Kallstdt Weish/S SP-W'see], Käse- [ NW-Meckh]; vgl. PfWB Käsekar 1. Über die K., deren Wände bzw. Wand und Boden durchlöchert sind, wird ein Leinentuch gelegt und darüber die Sauermilch geschüttet. Die Molke rinnt ab, der zurückbleibende Käse wird in das Tuch geschlagen und durch Auflage eines schweren Gewichts vollends leergepreßt. — Zum Grundw. vgl. PfWB Brenke. — Südhess. III 1159. —