| Netz-Navigator | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| PfWB Kar-freitag (Bd. 4, Sp. 72) | PfWB regnen (Bd. 5, Sp. 459) | PfWB Brezel (Bd. 1, Sp. 1213) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
[Bd. 4, Sp. 73] erscht mol im Johr fische gehn, no beiße die Fisch 's ganz Johr [ebd., Nr. 1382]. Brauchtum: Uf K. werd kein Fläisch gekocht [KU-Schmittw/O, verbr.]. Am K. gebt's Nurele (Nudeln) [KL-Reichb, verbr.], Nudele mit gederrte Quetsche [ KB-Bubh]. Bei Katholiken werd 's Feier im Herd abgestellt [ LU-Muttstdt]. Am K. liest de Parre e gschdeert (gestörte) Mess 'Messe ohne Wandlung', die Katholike schaffe im Haus, putze, backe usw. [LA-Maik, mancherorts (kath.)]. S. auch PfWB Judas 1. Südhess. III 1122/23; RhWB Rhein. IV 181 ff.; LothWB Lothr. 276; ElsWB Els. II 662; Bad. III 73.
| 1. wie schd., rächne [Bergz (Kamm 52), mancherorts mittl. u. südl. VPf], reschne [ LU-Friesh], räächne (rχnə) [Otterstetter 52], rechene (ręχənə) [Heeger Südostpf. 16], (rγənə) [ NW-Dürkh], rejene [ FR-Heßh], rejjne, rejne [Lambert Penns 124], reene (rēnnə, rēnə) [verbr. WPf NPf, Mang 95, Don-Schowe Torscha Krämer Gal 173], rääne (rnnə, rnə) [Bd. 5, Sp. 460] [mancherorts südl. VPf O-PS RO-Lettw, Schneckenburger 22 Otterstetter 52], raane (rnə) [KU-Konk PS-Busbg Bundth Erfw Fischb GH-Neubg (Heeger Südostpf. 15)], riene [ RO-Als Nd'mosch KL-Heimkch]; vgl. PfWB regern, PfWB regencheln; Zs.: PfWB ab-, PfWB aus-, PfWB herein-, PfWB herunter- 1, PfWB hineinregnen; PfWB verregnet; 's rächent [ GH-Knitth]; 's rachet [ GH-Wörth]; 's reent (gleich, ball) [ RO-Messbhf]; 's dut reene [ KU-Schmittw/O]. 's werd (gleich, ball) r. [LA-Nußd, verbr.]. 's fangt glei an zu r. [ NW-Ruppbg]. 's gett rääne, dass. [HB-Medh, verbr. SWPf]. Mer missen mache, daß mer häämkummen, ebb's anfangt se rechene [ GH-Kand]. 's reent fein [ KB-Kriegsf, mancherorts], zart [ GH-Knitth], for die Stadtleit [ ZW-Gr'bundb], fer die Herreleit [ KU-Börsbn]; Syn. für 'fein regnen' s. PfWB rieseln 2. 's räänt Erbse 'Es hagelt' [ ZW-Bechhf]. RA. für langen oder starken Regen: Heit reent's nor (bloß, numme) eemol [ZW-Gr'bundb, verbr.], an eem Stick (fort) [KU-Hinzw KL-Hütschhs, verbr.], an ääm Sääl fort [ GH-Kand], an eem Bennel [ KB-Kriegsf], an eem Hängl [ BZ-Albw], in ää Loch nein [ BZ-Annw GH-Leimh]. 's reent Bindfade (Strick) [ ZW-Battw LA-Mörzh]. 's will gar nimmi ufheere se r. [ KL-Reichb, mancherorts]. 's reent Binnknewwel (Scheißdreck) [ FR-Bockh], saumäßich (kanonemäßich) [ KU-Schmittw/O], Mischtgawwele (Haaigawwele) [verbr. Don Gal], wie uf Bollacke [ Gal-Königsberg], was vum Himmel runner kann [ KU-Schmittw/O Diedk], as wann e Sintflut käämt [ NW-Ellstdt]. Was unaufschiebbar ist, muß erledigt werden, un wann's Haigawwele reent [ KB-Bennhs, mancherorts], Mischtgawwele (Scheißdreck) reent [ KU-Bedb Diedk HB-Einöd ZW-Ernstw], Mischtgräffe rejent [ LA-Maik], Spieß rechent un Mihlsteen hachelt [Krieger 47]. 'm Bauer reent's in die Werkstatt 'Der Bauer ist vom Wetter abhängig' [ KU-Schmittw/O]. Wenn langerwarteter Regen reichliche Ernte bringt, sagt der Bauer: 's hot Bohne (Grumbeere, Wein) gerechent [LA-Rhodt, Wilde Notizen]. Wann's reent muschde hin- un herhuppse, daß de naß wersch, scherzh. zu einem sehr Mageren [Kaislt]. Dem reent's in die Nas 'Er hat eine Stupsnase' [ ZW-Gr'bundb]. Dem hot's ins Dach gerechent 'Er ist verrückt' [ FR-Eppst], en de Kopp geräänt, dass. [ WD-Niedkch], in de Härnkaschde (ins Gehärn) geräänt [ IB-Hass, ZW-Lambsbn]. Wann's uf mich reent, derf's uf die annere troppse 'Hauptsache, ich habe meinen Vorteil' [NPf (Thielen 102)]. SprW.: Wann's Brei (Herschebrei) rechent, hot mer kän Leffel [LA-Impfl, mancherorts, auch Don Gal]. 's braucht net se rääne, wann's nore treppst [ KB-Bischh]; Var.: Wu's net reent, dort troppst's 'Ein kleiner Gewinn ist immer zu erwarten' [Krämer Gal 173, in Var. verbr. Don Gal Buch]. Volksgl.: Wenn es am Hochzeitstag regnet, gibt [Bd. 5, Sp. 461] es viele Tränen (viel Unglück) in der Ehe [ NW-Mußb, Bobh BZ-Nd'ottb GH-Lingf]. Em Glickliche reent's ins Grab, em Unglickliche uf de Hochzetdag [ KL-O'mohr, auch Don Gal Buch]; Var.: Em Seeliche..., em Unseeliche... [ BZ-Dernb], Em Gerechde..., em Ungerechde... [ Gal-Brig]. Em Glickselige rächent's ins Grab, em Unglickselige schneicht's uf de Hochzetdag [ LA-Nd'hochstdt]. WR.: Wann's an de verzich Ridder (10. 3., s. PfWB Ritter 1 b) regent, regent's verzich Dag lang [ LU-Alsh/Gr, KU-Diedk KB-Kriegsf NW-Geinsh LA-Altd GH-Zeisk]. Wann's morjens frih reent, währt's net lang [ KL-Siegb]. Wann's sunndags morjens räänt vor'm Spruch, räänt's die ganz Wuch [ZW-Stamb]. Wann's am Sunndag reent vor'm Esse, braucht mer's die ganz Woch net ze vergesse [ KU-Hinzw, LA-Birkw]. Wann's am Sunndag räint, räint's die ganz Wuch [ WD-Niedkch]. Wann's an Maria Lichtmeß reent, reent's vier Woche lang [ PS-Fehrb]. Wann's of de Karfreidag rechent, dann rechent's 's ganz Johr un macht net naß [ GH-Knitth]. Winzerregel: Räänt's uf Barnabas (11. 6.), schwimmt de Wein bis ins Faß [ FR-Albsh], nimmt de Wein ab bis ins Faß [ NW-Freinsh Ungst LA-Burrw Venn BZ-O'ottb], nemmen die Trauwe ab bis ins Faß [ KB-Otth NW-Kallstdt], fallen die Trauwe ab bis ins Faß [ FR-Grünstdt NW-Bobh], schwimme die Trauwe bis ins Faß [ Don-Gottlob]. Scherzh. WR.: Wann die Dächer treppsle, reent's [ RO-Obd]. Wääscht ach was? Wann's rächent, werd's naß [ LA-Nd'hochstdt]. Wann's genug geregent hot, heert's widder uf [ NW-Wachh]. Wann's Hait reent, werren die Schuh billich, wann's Morje reent, die Äcker (Gleichklang: Hait Häute, heit heute; Morje Morgen (Ackermaß), morje morgen) [ KU-Bedb]; Var. s. PfWB Leder 1 a. Weitere WR. s. PfWB Annatag, PfWB Palmen 3, PfWB Pfarrer 1, PfWB Blase 5, PfWB Faß 1 a, PfWB vergessen1 1 a, PfWB Vierteljahr, PfWB Fronleichnam, PfWB Futtermangel, PfWB gedeihen, PfWB gießen 3, PfWB Heimsuchung, PfWB Himmelfahrt 1, PfWB Groschen 1b, PfWB Johanni, PfWB Johannistag 1, PfWB Karfreitag, PfWB Karwoche, PfWB Maienregen, PfWB Maria 1, PfWB Margarete 1a, PfWB Markt 1a, PfWB Messe 1a, PfWB neun, PfWB Nordwind, PfWB Regen 1, PfWB Regenbogen, PfWB regern, PfWB Ritter 1b, PfWB Siebenschläfertag, PfWB Stein, PfWB Winzer. KR.: Es sitzt e Vechelche uf em Dach; / Es rechent un es werd nit naß. / Es zählet seine Federlein, / Es missen zweiunddreißig sein (Die Kinder machen bei jeder Silbe einen Strich) [ GH-Leimh]. Es räänt un schneet, es geht e kalder Wind, / Die arme Soldade mascheere mit de Flint, / De Ranze uf em Buckel, de Säwel in de Hand. / Adjee, mein liewer Vader, ich lere (lerne) Musigant [HB-Kirrbg, in Var. verbr.]. Weitere VR. u. KR. s. PfWB plätschnaß, PfWB Brezel 1, PfWB Tropfen 1, PfWB Faß 1 a, PfWB verlieren 1 a. Rätsel s. PfWB Palisaden, PfWB Ellerchen, PfWB naß 1. — 2. a. [Bd. 5, Sp. 462] 'massenhaft herabfallen' [mancherorts ges. Pf]; Zs.: PfWB herunterregnen; Syn. s. PfWB kotteln1 1 a, K. 257. 's reent Äbbel (Beere) [ KL-Drehthhf]. — b. 'massenhaft erscheinen, erhalten'; 's regent Geld (Hieb, Kinner) [ LU-Alsh/Gr, mancherorts]. Bei dem hot's Hieb gereent [ KU-Schmittw/O]. — Südhess. IV 1316 ff.; RhWB Rhein. VII 249 ff.; LothWB Lothr. 401; ElsWB Els. II 242.
| 1. 'Gebäck aus Weißmehlteig in Form verschlungener Arme', Bretzel (brędsəl) [fast allg.], Bretschel [ PS-Fischb Erfw LA-Frankw Siebdg Ilbh GH-Erlb Minderslach], Bratzel [ RO-Rehborn], Bratschel [ PS-Bruchw GH-Neubg], Bretz [ LA-Wollmh]; merb (mürbe) wie e B. [Pirmas]. Besonders bekannt sind die Speyerer Brezeln. Zs. Zweipfennigbrezel. Der is so gelenkig wie e B., von einem Ungelenkigen [ LU-Friesh], stolz wie e B. [Kaislt]. Mer määnt, do deeten Bretzele verdäält werre, z. B. bei großem Zuhörerandrang im Gerichtssaal [Krieger 55]. Auf die Frage des Kindes, was ihm die Mutter aus der Stadt mitbringe, antwortet diese: O Bretzelche mit oom Lechelche, das hängscht der an dei Hälsche [ Buch-Illisch]. VR.: Wann's Brotwerscht reent (regnet) un Bretzle schneit, dann bitte mer de Herrgott, daß es Wetter so bleibt [Krieger 22]. Gud'n Owend, Schätzel, back mer e gudes Bretzel; nit so dinn un nit so dick, da'sch (daß ich) nit verstick (ersticke); nit so dick un nit so dinn, da'sch nit verspring [ LA-Böbing]. Reite, reite Gäuli, alle Stunn e Meili, alle Meil e Wertshaus, bring 'm Daadi en Bretzel raus [Horne Penns 117]. AR.: Enne, wenne, retzel, wer backt Bretzel? Wer backt Kuche? Der muß suche [ Gal-Bagbg]. a. 1590: Item die Becker sollen die Weck, es seyen Luckweck, stahlweck oder Brezeln Anders nit, dhann zu 1 vnd 2 Pfennig werthen [Zweibr-Urkb. 130]. a. 1590: ist durch den Küchenmeister bei Veit Beckern Weißbrot vnd Brezeln geholt worden ... 1 fl 2 alb 4 Pf [HornbSchR]. a. 1688: die Bäcker sollen auch 4 Pf.-Lücken und 4 Pf.- [Bd. 1, Sp. 1214] Bretzeln backen [StArch. Zweibr, Stadtkontraktenbuch 1661-1714]. Vgl. auch die Verfügung des Herzogs von Zweibrücken vom 12. 6. 1759 bei Pfetter 1. — Die B. war das hauptsächliche Gebildbrot der Pfalz, vgl. Bertram, Pfälzische Gebildbrote, in: Westm. Abhandlungen, Band 5. Zu PfWB Neujahr wurden Brezeln allenthalben von den Patinnen an die Patenkinder verteilt; in den Kreisen HB, IB u. ZW sowie in KL-Bann erhielten nur die Buben B., die Mädchen hingegen Backwerk in Puppen- oder Kreuzform. Beim Abholen der B. sagten die Kinder den Vers auf: Viel Glick im naue Johr, e B. wie e Scheierdor [ IB-Bliesmg/Bolch], oder: Prosit Neijohr, e B. wie e Scheierdor, e Kuche wie e Oweplatt, do esse mer uns allegare satt [HB-Nd'bexb, verbr.]. Var. s. bei PfWB Bratwurst, PfWB Floh, PfWB Kuchen, PfWB Lebkuchen, PfWB losgehen, PfWB Ofenplatte, PfWB satt, PfWB Scheuertor, PfWB Wagenrad, PfWB Wurst. Neben der länglichen Form gibt es auch eckige Brezeln, so in RO-Kalkof Kirchhbol SP-Ottstdt. In der Länge sind die Neujahrsbrezeln sehr verschieden, in der VPf durchschnittlich 40 cm, in der WPf 50 cm, in PS-Haust u. BZ-Spirkb über 70 cm, in KL-Kottw/Schwand gar 80 cm. Zs. PfWB Pfetter-, PfWB Neujahrsbrezel. — In KU-Eschau Kübbg HB-N'alth werden die B. nicht zum Neujahr, sondern zu Weihnachten gebacken. In GH-Schwegh hängte man B. an den Christbaum. Zs. PfWB Weihnachtsbrezel. Während der Fastenzeit, bes. am Gründonnerstag, gab es B. in Kirchhbol FR-Bobh GH-Kand. Zs. Gründonnerstagbrezel. — Am Sonntag Lätare, dem Sommertag der VPf, mancherorts auch in der NPf u. WPf wird eine kleinere B. am Stabausstecken getragen, so daß dieser geradezu vielfach die Bezeichnung Brezelstecken führt. Zs. PfWB Sommertags-, PfWB Stabausbrezel. Während des Umzugs am Sommertag singen die Kinder: Ri-ra-ro, de Summerdag is do. Stab aus, Stab aus! De Fuchs, der schluppt zum Hihnerhaus un sauft die Eier alle aus. Bretzel drein, Bretzel drein, heit woll'n mer lustig sein [NW-Weidth (Wilde 269)]. Dazu die Var. aus FR-Battbg: Stab aus, 'm Winder geh'n die Aage aus! Die Veilcher un die Blume, de Summer werd ball kumme. Ri-ra-ro, de Summerdag is do! De Fuchs, der steit (steigt) ins Hinkelhaus, holt die Eier all eraus. Mer äns, dir äns, annere Kinner aach äns. 's Schiffelche werd ball klingele, werd mer ebbes bringele. Was dann? Was dann? Ä Schisselche voll kihle Wein, do tunk ich all mein Bretzle nein! — In der WPf gehört die B. auch zu den Kuchenarten der Kirbe. Am Kirbemontag wird vielerorts in der westlichen WPf die Brezel »herausgetanzt«. Vgl. hierzu Schandein Bav. IV/2,387: »Man zieht vor das Dorf auf die Wiese; die verzierte Bretzel, an einer Schüttelgabel befestigt, wird von einem Burschen zu [Bd. 1, Sp. 1215] Pferde dahin gebracht. Man tanzt um den Reiter herum, ein Tänzer erhält einen Lorbeerstrauß, macht damit einmal die Runde und übergibt ihn dem zweiten; so jeder seinem Nachfolger. Plötzlich fällt ein Schuß, und der augenblickliche Inhaber des Straußes hat die Bretzel gewonnen. Vom Wirthe geliefert wird sie des Abend mit den Tänzerinnen bei Kaffee verzehrt, die Burschen stellen den Wein.« In KU-Krottb bezahlt die Tänzerin den Wein, den ihr Tänzer beim Bretzelaustanzen trinkt [Vogelsgesang 20]. In WD-Ostbr ist die Wendung de (!) Bretzel erausdanze wohl noch erhalten, an die Stelle der B. ist aber ein Kranzkuchen getreten. In IB-Ensh ziehen die Burschen während der Kirbe mit einer Brotschieße umher, an der neben bunten Bändern eine B. befestigt ist. — Auch bei sonstigen Anlässen spielte die B. eine Rolle. In NW-Herxh werden bei Hochzeiten die Kinder mit Brezeln beschenkt. Die bei Pfetter 1 genannte herzogliche Verfügung gegen Mißbräuche besagt: So viel aber die Mahlzeit bey Kindtaufen betrifft, soll nur die Auftischung von Brod, Wecken, Kuchen oder Bretzeln mit einem Glas Wein, denen honorationibus ... erlaubt seyn. In NW-Herxh Wachh Haardt Gimmdg GH-Freisb kannte man die B. als Gebildbrot beim Totenmahl, in NW-Wachh als »Gabe für die Leichenträger« (Bertram a. a. O.). In mehreren Orten reichte man den Kindern beim Schuljahrschluß nach der Prüfung Brezelgeschenke, so in KU-Reipkch Glmünchw RO-Mannw KL-Rodb Alsbn KB-Marnh NW-Gimmdg BZ-Queichhmb GH-Bellh. Um 1930 wurden bei vaterländischen Feiern von den Gemeinden Brezeln an die Kinder verteilt. In FR-Kirchh erhielten noch um 1930 die Kinder am Karlstag Brezeln, wofür ein Bürger namens Karl eine Stiftung angelegt hatte. In NW-Hardbg wurden alljährlich am 28. Dezember große Brezeln verteilt zur Erinnerung an einen gewonnenen Waldprozeß. — 2. übertr. a. 'Haartracht der Frauen, bei der die Zöpfe in der Form einer B. um den Hinterkopf aufgesteckt werden', Bretzel [(um 1930) Kus ZW-Stamb KL-Fischb LU-Opp]. — b. 'Gesichtspartie um die Augen'. Er hot'm die Bretzel verschlaa, auch: Die Bie (Bienen) hun'm die B. verstoch [ KB-Bischh, Kaislt]. — c. 'kleines Blasinstrument', Bretzel, Musikantensprache [ KU-Erdb]. — F.: Das Gen. im nördl. u. mittl. Teil der ganzen Pfalz allg. f., im südl. Teil vorn. n., seltener f.; WD-Niedkch hat m. — Aus ahd. brezitella, dieses aus mittellat. brachiatellum 'Ärmchen', Näheres s. Kluge-Mitzka19. — Südhess. I 1108/09; RhWB Rhein. I 993/94; LothWB Lothr. 63; ElsWB Els. II 208; Bad. I 323.
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| © 2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||