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 PfWB Jakob (Bd. 3, Sp. 1332)   RhWB Jakob (Bd. 3, Sp. 1131)   NRhWB Jakob (Bd. 9, Sp. 1319) 
   Jakob m.:
1.
a. männlicher VN, auch 'der Träger dieses Namens', Jakob (jagob) [ NW-Deidh KL-Queidb], (jāgob, jgob) [mancherorts, auch Don Gal], Jakeb [PfId. 69], Jokob (jǫgob) [verbr.], Jokeb (jǫgəb) [verbr. südl. VPf], Schakob (agob) [mancherorts bes. VPf, PfId. 120]; Kurzformen: Jab (jāb) [IB-Biesing RO-Rehborn PfId. 69], Job (job, jōb) [mancherorts, Schandein Ged. 240], Jeb (jeb, jēb) [KU-Dietschw vereinzelt SWPf], Schak (ag) (aus frz. Jacques) [vereinzelt WPf], (āg) [mancherorts südl. VPf]; Dim.: Jobche [vereinzelt], Jebche (jebχə, jēbχə) [vereinzelt], Jackl [GH-Neubg Keiler 96], Jock(e)l (jǫgəl, jǫgl) [verbr.], Jäckel [vereinzelt], Jogel (jōgəl) [ KU-Eschau PS-Ruhbk], Gäbche [Schandein Ged. 73], Kob(el)che [Schandein Ged. 23], Schäkel [A. Becker Hedwig, S. 86 der Auflage 1896]; seltene Formen: Gobar [ KL-Stelzbg], Baabe [ RO-Lettw]. Zs.: Filipp-, PfWB Franz-, PfWB Georg-, PfWB Heinrich-, PfWB Johann-Jakob; PfWB Hundsjockel. RA.: Jakob soll ich heeße, eine Beteuerung [Don (Steinmetz)]. Er liet (lügt) jo noch besser wie mein Jokob! [Feierowend Nr. 24/1953]. Des is vum alde Job seim Werrer (der alte J. freute sich immer, wenn das Wetter keine Arbeit erlaubte, und sagte dann: Des is vun meim Werrer) [ NW-Frankeck Lambr]. VR.: De Jakob mit seim Zellrichkopp, der geht in de Stall un melkt de Bock; do schmeißt de Bock de Kiwwel um, un de Jakob fliegt im Kihdreck rum [ LU-Friesh]; einen ähnlichen VR. mit einer Katharina als Bezugsperson s. PfWB Bock

[Bd. 3, Sp. 1333]
1 a. Der Mond scheint, der Mond scheint; der Jakob liegt im Bett; streckt sein Bein zum Bett heraus und sagt, er hätt kee Deck [PfRSch. 11. 11. 1934]; einen VR. mit einem Philipp s. PfWB Bett 1 a. Vetter Jokob, Vetter Jokob, Vetter Jokob is do; hot alles versoff, hot alles verdon [ZW-Stamb]; Var. s. PfWB Vetter 2 b. Ach wo bleibt mein Jakobche, mein Jakobche so lang? Ei der sitzt am Remmelsberch (Remigiusberg) un hat die Hose iwwerzwerch [ KU-Etschbg]. Weitere VR. s. PfWB Puppe 2 b, PfWB Heidelbeere 1. Ein Kinderspiel: Ein Kind wird mit verbundenen Augen in einen Kreis gestellt und fragt: Jakob, wo bischt du? Die Mitspieler antworten: hinner de Hecke un flicke mein Schuh. Das suchende Kind ist bemüht, einen Mitspieler zu fangen, darf aber den Kreis nicht berühren; wenn es den Kreis berührt, rufen die anderen: Es brennt! [ KU-Kaulb, mancherorts]. —
b. 'Tag des Kalenderheiligen J. (25. Juli)', vgl. PfWB Jakobi, PfWB Jakobstag. WR.: Steht der Schlehdorn früh im Blütenschein, wird schon vor J. Ernte sein [ PS-Fehrb]. VR.: Es war einmal ein Mann, eine Frau und ein kleiner Bub; die reisten auf St. Jakob zu; und als sie nach St. Jakob kamen, war es ein Mann, eine Frau und ein großer Bub [Kaislt, PS-W'fischb]. In Gal-Schönth steht in dem gleichen Reim Stanz Jockle an Stelle von St. Jakob. a. 1319: zehn vntze heller zu sancte Widen an den stift an sancte Iacobes dage [OttbgUrkb. 325]. —
2.
a.
α. der wahre Jakob 'wer seine Ware auf dem Markt am besten zu verkaufen weiß' [mancherorts]; die Wendung »wahrer Jakob« soll auf den hl. Jakob von Compostela (Spanien) zurückzuführen sein, der alle anderen Heiligen im frommen Reden bei weitem übertraf [Rheinpfalz 7. 12. 1973]. Varne sein e halb Dutzend wahre Jakobbe aus Amerika gestann un hun ehr Sache faalgebott [Kühn Schnitze II 89]. —
β. der billige Jakob, auch eine Jahrmarktsfigur [Becker Vk. 336]. —
b.
α. in der Form Jockel, seltener Jokel 'ungeschickter, unbeholfener Mensch'; e rechder J. [mancherorts, auch Don Gal]; vgl. PfWB Tappschab, -schak, Kuh-, PfWB Stolperjockel und die Syn. bei Tappes 1 a. Du dappischer J.! [ LA-Leinsw, mancherorts]. —
β. 'fauler Mensch' [mancherorts]. Scherzh. Zwiegespräch: Jockel, steh uf, mer dreschen!Ich kann net, ich bin krank.Jockel, steh uf, mer essen!Ich kumm gleich! [ LU-Opp]; dass. mit Hannes s. PfWB aufsteigen. —
γ. 'wer sich gern taub stellt'; e dääwer Jockel [KU (Potzbg)]. —
δ. 'gutmütiger Mensch, der sich von anderen ausnutzen läßt'. Des isch 'n gurer Jockl [ LA-Edk Ob'hochstdt Germh]. RA.: Dem werr ich net de J. mache [ NW-Haßl Spey]. —
ε. 'übermütiger, sich verrückt gebärdender Mensch'. Des is mol e närrischer J. [ KU-Lohnw Don-St. Andreas]. Hasch schun so'n Schackel gesiehn? [ KU-A'glan KL-Wörsb]. —
ζ. e großer Joogel [ KU-Eschau]; e

[Bd. 3, Sp. 1334]
jetter Jockl [ NW-Erph]. —
η. 'schmutziger Mensch' in PfWB Schmier-, PfWB Schmutzjockel. —
θ. abschätzig von nicht näher zu bezeichnenden Personen: de Hansel un de Jockel [ NW-Haßl Spey]. RA.: Nit Hans un nit Jockel saage 'sich um eine eigene Meinung drücken' [PfL 11. 8. 1922]. —
c.
α. 'Rabe', die Schaak [IB-Ballw Erfw/ Ehling, PfId. 120]. Der Ruf des Raben wird gedeutet als: Jakob! Da, Jakob! [NW-Frankeck BZ-Dernb, Heeger Tiere II 10]. —
β. 'Häher', die Schaak [Ingb]; vgl. PfWB Herrschak. —
γ. Hundename für den Dackel, Schockel [ LU-Alsh]. —
d. 'Gebäck in der Form einer großen männlichen Puppe', Jakob [ ZW-Nd'aub PS-Ruhbk], Jokob [ ZW-Mauschb], Jockel [Schandein Bav. IV/2, 387]. Um dieses Riesengebäck wurde früher am Jakobstag getanzt [ebd., Stoll 172]. —
e. 'Apfelwein minderer Sorte, Haustrunk', Jakob, Jakebl [mittl. VPf (Bertram § 285)].

 


Aus den Nachträgen

2.
f. im Dim. Pl. Jakebscher 'Kinderschuhe' [Pirmas].

Südhess. III 941/ 42, 965; RhWB Rhein. III 1131 ff., 1177; LothWB Lothr. 265; ElsWB Els. I 405; Bad. III 19, 28.

 

  NRhWB Jakob jā-, jā:kǫp, aber auch im selben Orte

[Bd. 3, Sp. 1132]
j-, j:- [ja- Birkf (u. jā-), Trier-Stdt; jgəb Trier-Stdt, Bitb-Mettend; jǫkəp neben der vollen Form Aach, Geilk, Heinsb, Kemp, Mörs; jpek, jǫb- Mörs, Klev; jęŋkow Saarbg]; Kurzf. jak Geld, Mörs; jaks Geld-Schravelen; jakəs, –ā- Berg; jǫgəl Bernk, Simm, Birkf, Wend, Saarbr, Saarl; -k- uWupp, Sol; -:- Merz, Saarbg; -- Mettm, Ruhr; -- Altk-Herdrf Wissen; jǫkəm, –- (jkəmχə) Koch, Daun, Monsch-Rohren; j- Neuw-Steinshardt; jp, –ō-, jp, seltener -ā-, –a- (im Geb. der Schärfung -:-) Rhfrk, Mosfrk (Demin. auch jębχə(n)); jup Birkf; jǫp Zell-Briedel; jāp Emmerich; japs Geld-Schravelen; jp Monsch, Eup, Mörs; jibχən Bitb-Rittersd; jøybəs Prüm-Urb; ak nach dem Franz. vielfach; kē:bəs uSaar, Bitb, Koch; gōwəs Siegld; kōbəs, –ōw-, –o-, –ē- Koch, Kobl, May, Neuw; kō:bəs, –:- Rip, Berg, SNfrk, Klev (ohne Schärfung); -ǫb-, –- Erk-Elmpt; -ø·y.- Sol-Ohligs; -ū·ə.-, –ȳ·ə.- Eup, Aach, SNfrk, Remschd; k:p Sieg-Honnef, Düss-Stdt, Aach-Stdt; kū·ə.p, –ȳ·ə.- NWErk, Kref, Kemp; -- Geld, Klev; kpχə Rheinb-Queckenbg; tsp (spöttisch) Bitb-Rittersd [jeder Ort besitzt mehrere Formen; doch haben die Formen auf -əs oft einen verächtl. Nebensinn] m.: 1.a. der hl. J. der ältere. RA.: He setzt dren wie J. en de Muschele (St. J., als Pilger dargestellt, trägt M. an Pilgerstab, Hut u. Gewand) er hat Überfluss an etwas Aach; deə süht ut wie zint J. met de M. Heinsb-Lümb; nau stehste doə wie zent J. möt de M. wie ein Ochs am Berge Kemp-Grefr; he hät zu voll gelade wie de Apostel J. voll M. Bergh-Heppend. Basses, Mario, Jakes! Ausruf der Verwunderung Düss-Volmerswerth. Du bes mer der wahre (wohre) J. der Rechte Rip, Allg. — Sein Tag, der Jakobsdag [Jockels- Bitb-Mettend; Jobəks- Klev], der 25. Juli, wichtig in Bauernregeln. Am Jakobusdag, dann heckt der Has, dann jongt de Koh, dann let (legt) dat Hohn, dann het de Hausfrau viel ze dohn Altk-NFischb. Jockemsdag bleht de Schni ist am J. der Himmel bewölkt, so verkündet dies einen schneereichen Winter Koch-Laub. Der Jockepswengk (-wind) schleht der Wet (Weizen) ut Kemp. De Johann- un de Jakobsnewel, die kriən kä Geld gelehnt sagt der Winzer Bernk-Dhron. Os et Fillep on Jockem nass, dat mächt em Bauer grusse Spass Koch-Laub, Saarl-Pachten. Rent (regnet) et op Jokobsdag, da rent et an de Mol (Backmulde) Bitb, Prüm, — fällt de Noss (Baumnuss) op enem Schlag Altk-NFischb. Es et öm Jakobi drög (trocken), dann hät de Bur sin Dög (Taug) Mörs-Rheinbg. Jakobs Blot (Blüte) däht selde got, Margrite Bl. däht nimmer got von der Traubenblüte Koch-Ernst. Fällt vor J. de Blit (Blüte) vom Kraut (Kartoffelkr.), werd kän gure Grumbier gebaut Nahe. Fir (vor) Jakobsdag de Preis, derno de Scheiss vom Setzen der Kohlpflanzen Bitb-Dudeld. Zent J. on zent Ann geəve Röbbe (Rüben) wie en Kann Geilk-Übch. Sät mer de Reiwen vor Jakobsdag, dann geft et Reifcher;

[Bd. 3, Sp. 1133]
sät mer se no J., dann geft et Reiwen Merz-Saarhölzb. Op J.- on zent Annendag rif de Fruich Nach on Dag Schleid-Holzmülh. 'S mag werrern (wittern), wie es w., Jakowi brengt Schnerrer (Schnitter) Siegld-Beddelhsn; et wittert, wie et w., Jacobi wird geschnittert Dinsl-Gahlen Zint J. on zint Ann (26. VII.) es et Koəren en der Wösch (Scheunenabteil) of en de Bann Heinsb. Jokobsdag brengt nei (neu) Brut Bitb-NWeis. J. helt (holt) weg alle Nut, brengt nei Grumbern (Kartoffeln) on fresch Brut Daun-Strotzbüsch, Koch-Laub. Sent Stinn (24. VI.), sent Köb (25. VI.), sent Ann (26. VI.), dij suppe (saufen) alle drij üt en Kann Geld-Schravelen. J.dag gen de Äppel (un Birre) gesalzt, — kren de A. et Salz, — kennt S. en de Ä., — kennt Fett on S. en de Ä. Mosfrk. Kobes kret der Appel seng Schmalz Sieg-Fussh. Johanni get et Salz, Jakobi et Schmalz Eif. Johannes daft (tauft) se, J. salzt se, Michel bricht se, Martinus isst se Koch-Clotten. Met sint Köp sind de Jakobusappele rip (af) MGladb, Geld, Mörs. J. on Anne soll de Trauwe hange wie Schobbekanne Neuw-Leutesd. Am Jakobsdag der Flass (Flachs) geroppt, de Kerner got sich ausgeplockt Altk-NFischb. Am J.tage darf man den Karst zum Kartoffelgraben offen auf der Schulter tragen, vorher musste man ihn unter der Schürze verstecken Altk-Örfgen. — b. häufiger männl. Vorn., auch mit anderen Namen verb., wie Hannjob () Birkf, Simm; Hannjockem Koch-Hambuch; Jackstoffel (-kristoffel) Elbf; Kuəbesdores (-theodor) Kemp-SPeter. — Neckspr. J., Plackkopp! MGladb-Rheydt. J., Schofskopp! Nahe. J. hi, J. her, J. es en Duselder! Prüm-Flering. J., de Plakkopp, de Bumböll, de Trapp erop! Merz-Mond. J., Pipendopp, steckt de Nös in't Hasenlok (-loch)! Klev-Goch. J., J., Jaköbche, wat bes dur doch für e Döppche; dur häs en Plät (Glatze) un och ene Puckel; wat wiərd nu de Mädche für en Muckel! Eusk. J., blos de Lamp ut, gonn no Bett! Mörs-Orsoy. J., sett de Kapp op! Kemp-Grefr. Der Mond ging op, da hof (hub) J. de Kapp op! Grevbr-Hülchr. J. het de Kapp op, blos de Lamp üt, gohn nach Bett! Duisb. Jockem, dau Brocken! Koch-Laub. Jackes kocht Kappes, kocht Rüben, kocht Mus; wat schmackt doch dem J. de Kappes so gut! Gummb. Jäb, scheisst an (in) de Läp (Hemdzipfel)! Bitb-Wiersd. Jäb, hol de Häp (Beil), hau de Hecke, dat se frecken! Wittl, Zell, Koch. De J. steit (steigt) de Trapp enuf un hot drei faule Käs, do kimmt de Katz un scheisst em druf, do werd de J. bes (böse)! Simm-Klosterchumbd. Köbke woll de Bire schödde; de B. wolle net falle; K. fel (fiel) vam Bom eraf, de B. bleve hange! MGladb. Kobes, K., Klommbach, morgen hammer Sonndag! Dür-Winden. Vedder Maddes, V. M. hat Geld om Sack, V. Jockem, V. J. hat em't erausgeschwatt (-geschwätzt)! Koch-Laub. — In sonstigen Kinderspr. J., J., Röske, Schnufterback (Schnupftabak)

[Bd. 3, Sp. 1134]
in dat Döske, Schn. in der Rammelspott, wor die sewe Johr op stohn; die s. J., die sind all öm, dor dräht (dreht) sech Kobes Kellermann öm im Kindersp. gesungen Mörs-Rheinbg. Vetter J., V. J., wat schaffen de Gäns? Se setzen em Wasser on pudeln de Schwänz Hochw, Saar. J. hin, J. her, J. ist ein Zottelbär; J. hat kein Brot im Haus, J. macht sich nichts draus Trier, Bernk. J. hät kei Brut em Haus, J. micht sich nicks draus, J. hin, J. her, J. es en Brommelbär! Neuw-Dierd. J., wo bist du? Im Stall bei der Mistkuh! ebd. J., wo bistu? Im Vadder sin Holzschuh! Sieg-Bellinghsn. Ek well di ens wat vertällen van de Kobes, van der Ellen, van der K. Jacken, moren welle fi backen! Gummb-Wiehl. — RA.: Före Flepp(s) (Philipp) en henge (hinten) J. ob ich die Sache nach der einen oder anderen Seite behandele, das Ergebnis ist immer dasselbe, vorne nichts u. hinten nichts Köln, Aach, Monsch, Malm, Schleid, Neuw (Flepps, Jöckem), SNfrk. Joə, joə, en noch ens joə, dat en es noch lang net J. Aach. Dat Mädche douht sich op (ziert sich) wie Jäbe Wos ihre Bock Trier-OEmmel. Do geht's zou wie en Jäbs eine tolle Wirtschaft Birkf-Idar, Meis-Meckenb. Röppschde, Kubes? zu dem, der rülpst Aach. Wohin gehst du? Antw.: Zum Vedder J. Saarbr-Camphsn. Jack on Gör jedermann, gut u. schlecht Mörs-Marienbaum. Sting (Christine), Küəb on Ann drenken ut ein Kann die Häufigkeit dieser Vorn. hervorhebend Kemp-SHubert. — 2. übertr. a. persönl. α. kō:bəs Geck Prüm-Mürlenb; du bös ene richtige (dolle, gecke, verröckte) Kobes Rip; scheəle K. Schimpfn. Dür-Pier; holzene J. steifer Mensch Trier-Stdt; höltere Kobes Mörs-Orsoy; decke Kowes kleiner, dicker Kerl Neuw-Kurtschd; ene stammele J. Stotterer Aach-Stdt. En isern Hus, en i. Dür, do stiəht de hüəlte J. für? Rätsel, ein Kind, das Feuer im Herd anzündet Mettm-Cronenbg. — β. der bellege J. Jahrmarktsausklopfer, Marktschreier Allg. — γ. im Kindersp.; blonne (blender) J. spillen Blindekuhsp. Prüm, Waldbr, Aach, Geilk, Dinsl; auch J., wo bist du? Verbr.; Küəbessüəken (-suchen) Remschd-Hasten; J. on Esau Rees-Brünen; stelle J. spielen ein Pfändersp. Eif; st J. oder J. stongk (stehe) stell Heinsb-Kirchhv, Kemp-Grefr; stommer J. ein Tanz May-Kottenh. — δ. von Tieren. αα. Rufn. für den in Gefangenschaft gehaltenen Raben (Dohle, Elster) Allg. [Jab Birkf-Sötern; Jackö Siegld-Heisbg; Jacko Gummb]. — ββ. geəle J. Goldammer Kemp (o. O.). — γγ. Jäb Kosen. für den Stier Saarbr-Völkl. — δδ. Köbes scherzh. Made im Obst May-SJohann. — b. sachl. α. Pflanzen. αα. Jöbbke, stohn stell Hainsimse Mörs-Asbg Friemersh Gerdt Schwafh. — ββ. Jaköbke, J., krup (krieche) erop Quecke Eup. — γγ. J. on Annche eine Apfelsorte Grevbr-Aldenhv; Jöckskes Birnensorte Erk-Rath. — δδ. Kobbessen Nierenkartoffeln Prüm-Reuth. — β. dolle J. Buttermilchsuppe mit Kartoffel-, Möhrenwürfeln

[Bd. 3, Sp. 1135]
u. weissen Bohnen (u. Pflaumen) Köln, Bergh, Dür, Jül, Erk, MGladb, Grevbr (hier auch d. Jockem). — γ. Tresterwein Goar-Bacharach. — δ. Jaköbche die Haare auf der Stirne, halbkurz geschnitten, herabhängend, Simpelfransen Saar, Trier, Prüm, Neuw, Altk, Rip, Berg; -köbkəs SNfrk, Mörs [Köbes(che) Eusk, Köln]; sech en J. schnegge (schneiden) losse.ε. Jakobche Kinderspielzeug, Hampelmann Siegld. — ζ. Fingern., im F.märchen; lange Jap Mittelfinger Emmerich; Jäbche Ringfinger Koch-Mörsd; Kleinjäckchen Wittl-Demerath; Jakobchen Trier-Kenn; Jäkäbchen Daun-Strohn. Kleinjäckchen hot Wirscht gemacht; Kleindeiwelchen hot sie all gess. Nor Bett, nor B., seij Daumelottje; wej häbbe noch necks te ete gehat, seij Flenkefottje; ek sall ow wat hale (holen), säij lange Jap, bei Muder Jass för de körte Knab Emmerich. — η. de Jokem gaht em aus der Atem Koch-Lutzerath. S. auch Jockel, Jockem.

 

  RhWB Jakob zu 2.a. k:bəs vor allem der Kellner in den Altstadtkneipen in durchaus ernstem Sinne Köln-Stdt, Düss-Stdt. — Zu b. scherzh. Mond Bernk-Gonzerath, Zell-Blankenr, Kemp-Tönisbg.