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 PfWB Irr-licht (Bd. 3, Sp. 1310)   PfWB Nacht-wisch (Bd. 5, Sp. 37) 
   Irr-licht n.:
1.
a. 'die nachts über Sümpfen auftretende Lichterscheinung', Errlicht, Pl. -lichder (ˈärliχd) [(1930) weit verbr., s. K 211], auch Dim. Errlichtche [vereinzelt, Gal-Augustd]. Syn.: PfWB Geldfeuer, -glut, PfWB Goldfeuer, -glut, PfWB Irrwisch 1, PfWB Leuchtwürmchen, PfWB Nachtlicht, PfWB -wisch, PfWB Sumpflicht. Nach dem Volksgl. sind die Irrlichter die Seelen der ungetauft verstorbenen Kinder [ PS-Lu'wink LU-Opp]. Andernorts hält man sie für böse Geister, die den nächtlichen Wanderer in die Irre führen wollen. Nach anderen Versionen des Volksgl. schwebt das I. über Stellen, wo einst ein Glücksfall geschehen, ein Verbrechen verübt oder im Dreißigjährigen Krieg Geld vergraben worden sei. Vgl. auch die Sage vom Stockweiher.
b. 'sumpfige Wiese' [ GH-Hagb]. —
2. 'Johanniskäfer' [ KU-Konk]. — Südhess. III 911; RhWB Rhein. III 1098; Bad. III 11.

 

   Nacht-wisch m.:
1. 'nachts über den Sümpfen

[Bd. 5, Sp. 38]
auftretende Lichterscheinung', Na(a)chtwisch [PS-Erfw Kröpp LA-Venn BZ-Gossw O'schlettb Pleisw Stein GH-Rülzh PfId. 99 Rohr 207]; Syn. s. PfWB Irrlicht 1a, K. 211. —
2.
a. 'Schreckgestalt, mit der man Kindern droht, um sie beim Dunkelwerden im Haus zu halten' [ NW-Hamb LA-Hainf Maik Mart]; Syn. s. PfWB Nachteule 1b. —
b. 'Mädchen, das sich spät in der Nacht herumtreibt' [ LA-Venn]; vgl. PfWB Nachtschmetterling 2. — Südhess. IV 893. —