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| PfWB Hirn-büchse (Bd. 3, Sp. 1082) | PfWB Kopf (Bd. 4, Sp. 453) | PfWB Schrauben-kopf (Bd. 5, Sp. 1434) | |||||||||||||||||||||
I. 1. K. des Menschen und des Tieres, Kopp (kob, kǫb) [verbr.], Kopf [SOPf], Kupp [ KU-Dennw/Frohnb], Kapp [ LU-Alsh]; Pl. Kepp (kęb), Kepf (kebf); Dim. Sing. Keppche, Keppsche, Kepp(e)l, Kepf(e)l, Kepp(e)lche, Kepp(e)lsche; Dim. Pl. Keppcher, Keppscher, Kepple, Kepfle, Kepfel, Kepplich, Kepflich, Keppercher, Keppelcher, Keppelin; zur Verbr. des Dim. Pl. s. K. 255. Syn., scherzh. u. verächtl. Bez. für K.: Ballon 2, PfWB Batterie 2, PfWB Birne 2a, PfWB Bläß 3b, PfWB Dach 2a, PfWB Dachdeckel, -schädel, PfWB Deckel 2a, PfWB Deez, PfWB Deezkopf, PfWB Depot 4, PfWB Dickwurzel 2, PfWB Torsch 2bβ, PfWB Trassem, PfWB Tupee 2, PfWB Tüpfen 5b, PfWB Erbse 2c, PfWB Verstandskasten, PfWB Viernzel 2a, PfWB Gedächtniskasten, PfWB Giebel 2a, PfWB Gipfel 2a, PfWB Gips 2bα, PfWB Gipser 2, PfWB Gipskopf 1a, PfWB Glatze 2, PfWB Gnaust 2, PfWB Grutz(en) 4a, PfWB Hafen 2a, PfWB Haupt 1, PfWB Hirn 1b, PfWB Hirnbüchse, -deckel, -kasten, -schädel, PfWB -schale, PfWB Kaul 2, PfWB Kaulkopf 2, PfWB Kegelkugel 2, PfWB Kibes, PfWB Kiste 2bβ, PfWB Kistenkopf, PfWB Klotz 2aγ, PfWB Knorzen 4a, PfWB Kohlrabe, PfWB Kompaß 2, PfWB Kürbis 2, PfWB Latetel, PfWB Masser, PfWB Massik, PfWB Melone, PfWB Mollo, PfWB Mörser, PfWB Nischel, PfWB Nolles, PfWB Oberstübchen, PfWB Rübe, PfWB Schädel, PfWB Schapiter, PfWB Schwolles, PfWB Schwollkopf, PfWB Sester, PfWB Simmern, PfWB Sumser, PfWB Wirsing, PfWB Zwirbel. — a. Aussehen und Beschaffenheit. Zs.: PfWB Anrauch- 2, PfWB Batz-, PfWB Birnen-, PfWB Platsch- 1, PfWB Platt-, PfWB Blond-, PfWB Blutt-, PfWB Polka-, PfWB Buben-, PfWB Bubi-, PfWB Buchs-, PfWB Bürsten-, PfWB Putzwolle-, PfWB Dachs- 1, PfWB Taler-, PfWB Dick- I, PfWB Dickrüben-, PfWB Dickwurzel- 1, PfWB Toten- 2, PfWB Trassem-, PfWB Dreck- 1, PfWB Dutzel-, PfWB Eier- 1, PfWB Erbsen- 1, PfWB Eulen- 1, PfWB Fackel- 1, PfWB Fasel-1, PfWB Viernzel- 1, PfWB Flachs-, PfWB Vogels-, PfWB Freß- 1a, PfWB Fuchs-, Geiß-, PfWB Gips- 1b, PfWB Glatz- 1, PfWB Gnaust-, PfWB Gneist-, PfWB Grau-, [Bd. 4, Sp. 454] Grind- 1, PfWB Grundbirnen-, PfWB Grutzen-, PfWB Haferapfels-, PfWB Hecht-, PfWB Heiden- 1, PfWB Heidesin-, PfWB Hoden- 1, PfWB Holler-, PfWB Holzbirnen-, PfWB Hudelwisch-, PfWB Igels-, PfWB Kahl-, PfWB Kegelkugel-, PfWB Kinder-, PfWB Kisten-, PfWB Klicker-, PfWB Klöß- 1, PfWB Klotz-, PfWB Knall- 1, PfWB Kraus-, Kroll-, PfWB Krubbel-, Krull(en)-, Krusel-, PfWB Krusten-, PfWB Kuckucks-, PfWB Kugel-, Kukumer-, PfWB Künstler-, PfWB Locken-, PfWB Masser-, PfWB Milchhafen-, PfWB Mohren-, PfWB Mollochsen-, PfWB Mondschein-, PfWB Mords-, Mummel(s)-, PfWB Nissen-, PfWB Nuß-, PfWB Ochsen-, PfWB Quadrat-, PfWB Quecken-, PfWB Ratten-, Rebenhäsel-, PfWB Roll-, PfWB Rot-, PfWB Schepp-, PfWB Schlapp-, PfWB Schlenker-, PfWB Schmärren-, PfWB Schneidbanks-, Schnitzelbanks-, PfWB Schor-, PfWB Schrammen-, PfWB Schrubb-, PfWB Schwartenmagen-, PfWB Schwarz-, PfWB Schwoll-, PfWB Sellerie-, PfWB Sester-, PfWB Siebenachtels-, PfWB Simmern-, PfWB Spatzen-, PfWB Spitz-, PfWB Staats-, PfWB Stachel-, PfWB Straub-, PfWB Strubbel-, PfWB Strupf-, PfWB Wackel-, PfWB Wacken-, PfWB Wanzen-, PfWB Wasser-, PfWB Weiß-, Weißlaibels-, Well-, PfWB Wirr-, PfWB Woll-, PfWB Worr-, PfWB Wuschel-, PfWB Wusel-, Zasel-, PfWB Zement-, Zichorien-, PfWB Zigeuner-, PfWB Zottel-, PfWB Zusel-, PfWB Zwei-, PfWB Zwiebel-, PfWB Zwurbelkopf. E schepper (schiefer) K. [ KU-A'glan, allg.]; e blodder 'kahler' K. [ KL-Bann]; e verschameriseerder 'zerschundener' K. [Kus]; e grendicher (grindiger) K. [LA-Böching, verbr.]; e rorer (roter) K. [ KB-Rams]; e doller 'benommener' K. [ ZW-Gr'bundb]; e kleenes Keppche [ Don-Gertianosch]. Vergl. u. RA. über Aussehen und Beschaffenheit des Kopfes: Der hat e K. wie e Vernsel (Getreidehohlmaß, s. PfWB Viernzel) [ LU-Opp, mancherorts], wie e Simmere (dass.) [LA-Herxh, SOPf], wie e Sestere (dass.) [ KU-Schmittw/O], wie e Vertl (Hohlmaß, s. PfWB Viertel 2a) [Don (Steinmetz)], wie e Merjets (Hohlmaß, etwa 15 l) [ Don-Liebl], wie e Fassel [ KU-Trahw], wie e Faß [ KU-Schmittw/O], wie e halb Faß [ ZW-Gr'bundb], wie e Wacke 'Stein' [Kus], wie en Mond [ GH-Nd'lustdt], wie en Schlääl (Schlegel) [ LU-Alsh], wie en Wickel Werg, von einer unordentlichen Frisur [ PS-Fehrb], wie e ungrischer (ungarischer) Ochs [KU-Lohnw LU-Friesh Hebel 13], wie e Ochs [ NW-Elmst BZ-Dernb], wie e englischi Sau [ NW-Kallstdt], wie e Kaulquabbe [Krieger 46], wie e ausgefressener Paschdor (Kaplan) [ ZW-Battw], wie e Kloschderbruder [ LU-Oggh], wie ne Pader [ LU-Böhl], wie Zinnower 'ein zinnoberroter K.' [NWPf], wie Wachs 'ein schöner K., ein schönes Gesicht' [ ZW-Gr'bundb]. Der macht e alde K. 'sieht älter aus als er ist' [ NW-Elmst]. Er hat sich e K. rausgefreß (angefreß) 'hat sich gut gemästet' [KU-Lohnw, verbr.]. Er hat e K., als wenn die Mais dran gefresse hätte, von schlecht geschnittenem Haar [ ZW-Battw]. Er hat e Loch im Strump wie e K. 'ein großes rundes Loch' [ KU-Schmittw/O Hundh], Grumbeere 'Kartoffeln' wie [Bd. 4, Sp. 455] ![]() b. Der K. als Körperteil. Zs.: PfWB Pferds-, PfWB Deez-, PfWB Toten- 1, PfWB Gauls- 1, Geiß-, PfWB Gips- 1, PfWB Hasen-, PfWB Hinter-, PfWB Hirn-, PfWB Hunds- 1, PfWB Kalbs- 1, PfWB Katzen- 1a, PfWB Kuh- 1, PfWB Mosch-, PfWB Ochsen-, PfWB Sau-, PfWB Schweinskopf. Wendungen, Vergl., RA.: Der dut de K. schirrle (schütteln) [KL-Hirschhn, verbr.]. Du was uf de K.! 'Ziehe eine Kopfbedeckung an!' [LU-Alsh, verbr.]. Der hat mer e Loch in de K. geschmiß [Kus]. Ich hab de K. werrergestoß (widergestoßen) [ LU-Limbghf]. Er frißt aam die Hoor vum K. erunner 'Er entzieht einem das Lebensnotwendigste' [KB-Kriegsf, [Bd. 4, Sp. 456] verbr.]. Wann die Katz ehre K. dorch e Loch bringt, kann se aach dedorch schluppe [ KU-Schmittw/O]. 's kitzelt mich uf'm K., als wenn ich Lais hätt [ZW-Battw, verbr.]. Do werds eem ganz dabbich im K. 'benommen, unwohl' [Krieger 62]. Ich habs im K. 'Ich habe Kopfschmerzen' [PS-Erfw, verbr.]. Do mecht eem grad de K. verspringe (bei Lärm, Tumult, Schmerz) [RO-Lettw, verbr.]. Ich bin heit ganz dumm im K. 'ganz benommen' [Kus]. Er hot im K. 'Er ist betrunken' [FR-Kirchh, verbr.]. 's is em in de K. gestee (der Alkohol) [KU-Bedb, verbr.]. Dem is die Millich 'Sperma' in de K. gstiche, wenn z. B. ein Junggeselle plötzlich überschnappt [Frankth LA-Gommh]. Der brummelt eem de ganze Dag de [Bd. 4, Sp. 457] K. voll 'Er nörgelt den ganzen Tag' [RO-Semb, verbr.]. Wenn einem plötzlich etwas klar geworden ist, dut mer sich vor de K. schlaan [KU-Kaulb, verbr.]. Bei einem überraschenden oder erschrekkenden Ereignis dut mer die Hänn iwwer'm K. zammeschlaae [ ZW-Battw, allg.], sich an de K. fahre [LA-Maik, verbr.]. Um sich vor einer schwierigen Situation zu ermuntern, sagt man: Se werre mer de K. net erunner ma'e (machen) [KU-Kreimb, verbr.], auch: 's werd nit de K. koschde [BZ-Albw, verbr.]. Der Selbstmörder hot sich e Kuul dorch de K. gejaat [KB-Stett, verbr.]. Jemanden Kopps kärzer mache 'ihn umbringen, hinrichten, enthaupten' [RO-Schönbn, verbr.], en K. kleener (kerzer) mache, dass. [LA-Herxh, verbr.]. Er is Kopps greßer 'um einen K. größer' [HB-Kirrbg, verbr., Siebenlist 85]. Ich kennt der grad de K. erunnerreiße (vor Wut) [KU-Kaulb, verbr.]. Jemanden verhauen, verprügeln heißt: of de K. schlaan [Ingb, mancherorts], an de K. schlaan [ KU-W'mohr RO-Semb KL-Wörsb], de K. treffe [ KU-Erdb Neunkch KL-Lind Niedkch Wörsb], de K. verschlaan [ KU-A'glan Kaulb KL-Wörsb], de K. vernusse [ KU-Albb KB-Stett LU-Limbghf], de K. ufmache [ IB-Rohrb KL-Hütschhs], de K. vollschlaan [ KU-W'mohr], de K. butze [ KL-Enkb], de K. zwicke [ KL-Wörsb], uf de K. duppe [ KB-Gauh], die Aue (Augen) vor de K. schlaa [ PS-Burgalb], de K. voll Bawere ('Beulen', vgl. PfWB Baber 2) schlaan [ KU-A'glan], de K. vermalträteere [ WD-Niedkch]. Wenn man jemanden zurechtweist, dut mer'm de K. serechtsetze (zurechtsetzen) [KB-Boland, verbr.], de K. wäsche [LU-Neuhf, verbr., Krieger 51], de K. zwische die Ohre stecke (setze) [ZW-Gr'bundb, verbr., auch Don], die Knepp aus'm K. mache [ ZW-Battw]. Der Stolze, Hochmütige dut de K. stelle [KU-Kaulb, verbr.], traat (trägt) de K. hoog [RO-Lohnsf Krieger 19], halt de K. wie e Herregaul [mancherorts Gal], wie e Paradigaul [ Don-Gertianosch], wie e Kalandrese Fille [ Don-Tscherwk], hält (stellt) de K. wie e Schäsegaul 'Kutschpferd' [ZW-Gr'bundb, verbr.], stellt de K. wie e Soldadegaul [ NW-Frankeck], wie e Gockl [ NW-Kallstdt]. Wer sich nicht entmutigen läßt, dut de K. steif halle [KB-Kerzh, verbr.]. Der Mutlose loßt de K. hänge [ FR-Bockh, allg.]. Menschen, die erregt werden, steigt 's Blut in de K. [NW-Deidh, verbr.]. Der dut'm vor de K. stoße, wie schd. [allg.]. Der dät noch de K. vergesse, wenn er net angewachs wär, von einer vergeßlichen Person [KL-Hirschhn, verbr.]. Häschde kaan K., braichschde kaan K., sagt man zu vergeßlichen Menschen [ KB-Albish]. Wenn jemand viel weint, dut er sich die Aage vor de K. greine [ ZW-Battw], sich die Aage aus'm K. rausbrille 'herausweinen' [ LA-Nd'hochstdt]. Wammer sich die Aue aus'm K. greint, werds aach net annerscht [ KU-Schmittw/O]. Do kammer sich die Aue var de K. dricke [Bd. 4, Sp. 458] (hewwe), wenn eine Last zu schwer ist [ KU-Schmittw/O Kaulb]. Dem sin die Aue näägscht 'beinahe' aus'm K. gefall vor Verwunderung [ KU-Bechb]. Du hasch de letscht K. ufsitze, sagt man zu einem, der stark hustet. Als Antwort kommt dann: 's gebt jo noch Krautkepp [ PS-Hetths]. Jemanden mißachten, sich nicht an ihn stören heißt: eem uf de K. scheiße (spauze) [ KB-Harxh NW-Elmst]. Dem scheiß ich uf de K. un stell'n in de Keller, bes er grooe Hoor kriet, dass. [ KU-Kaulb]. Wer sich alles gefallen läßt, loßt sich uf de K. rumdanze [LU-Friesh, verbr.]. Dem muß mer erscht mid'm Hammer uf de K. schlaa, wenn einer schwer begreift [mancherorts, auch Gal], mid'm K. drufstoße, de K. drufstoße, dass. [LU-Böhl Neuhf, verbr.]. Um seinen Widerwillen zu überwinden, dut mer 'm Deiwel uf de K. trede [LA-Herxh, verbr.]. Drohung, wenn es blitzt und donnert: Unser Herrgott schlagt der sein Klippel uf de K.! [ BZ-Dernb]. Kleine Kinder, die unbedingt mit den Eltern in die Kirche gehen möchten, schreckt man mit: Oh weh, de Parre schleet der e Naal in de K.! [ KU-Kaulb]. Drohung an ein Kind, das etwas Verbotenes tat: De Herrgott schlaat der e Naal in de K.! [ Don Gal Buch]. Das is besser wie e Loch im K., sagt man von einer Sache von geringem Wert [ Gal]. »Des war e Zufall!« hat des Weib gsaat, wie'm die Kellerdier uf de K. gfall is [ Don-Gertianosch]. Der hilft der, bis d' kee Hoor meh uf'm K. hoscht 'Der hilft dich zugrunde richten' [ NW-Geinsh]. Eem die Haut iwwer de K. ziehe (strippe) 'jemanden übervorteilen' [KU-Bedb, verbr.]; die Kepp zammestecke 'heimlich miteinander tuscheln' [Land, verbr.]; von K. bis zu Fuß [ KU-Obw/Tiefb FR-Bockh], vum K. bis zu de Fieß [ LA-Nd'hochstdt], vum K. bis zu de Zeh 'von oben bis unten, voll und ganz' [ KL-Reichb]; iwwer Hals un K. 'in überstürzter Hast' [ NW-Haßl]. Er steckt iwwer K. un Ohre in Schulde [Miller Pennsylv. German 1911]. Glei war der Henry in de Lieb / Bis iwwer K. un Ohre; / Mit all dem hie un här Gezieg, / Do hot er's Härz verlore [Birmelin Penns Gezw. 59]. Er is die Ohre am K. net wert, von einem Nichtsnutz [ Don-Schowe]. Von Menschen, die viel reden, sagt man: Er bappelt eem de K. ab un widder dran [Rockhs], auch: Der redt ääm e Loch in de K. [ LU-Opp]. Er dut mer de K. voll mache 'versucht mich durch Worte zu beeinflussen' [ KU-Schmittw/O]. Der hot Budder uf'm Kopp 'Er hat ein schlechtes Gewissen' [ Don Gal Buch]. SprW.: Wann d' ere Krott de K. abbeiße witt (willst), derfscht se net lang betrachte [Heeger Kerwe 59]. Mer sieht de Leit uf de K., awwer net in de Kropp [ Gal Buch]. Wemmer de Kinner de Wille loßt, stein s'm uf de K. [ Buch-Illisch]. Der Fusch (Fisch) fangt vum (am) K. aa (on) ze stinke [Don Gal Buch Rußl-Katht Rastadt]. Wer Budder uf'm K. hot, soll net in die Sunn gehn 'Wer selbst nicht fehlerfrei ist, soll [Bd. 4, Sp. 459] sich zurückhalten' [Don (Steinmetz)]. Die Määcher wo peife un Hinkel wo krähe, de soll mer de K. uf de Rick (Rücken) erumdreh [ ZW-Gr'bundb, vereinzelt, auch Gal-Dornf Buch-Illisch]. Wann de K. ab isch, hot de Aarsch Feierowend [ LA-Gommh]. Rätsel vom Menschen: 's geht rum un hot siwwe Lecher im K. [ LU-Böhl]. VR.: Reeche, reeche Troppe, fall mer uf mein Koppe, fall mer in mein Budderfaß, werr mer all minanner naß [ LA-Altd], mit anderem Schluß auch ZW-Bechhf u. Gal. Witt (willst) e Beer (Birne) — stoß de K. widder die Deer (Tür). Witt e Appel - geh Steg nuf un bappel. Witt e Nuß - lang 'm Kälwel an die Schnuß [Wilde 23, ähnlich auch LA-Essing]. Spottvers: Ich wollt ich wär im Himmel un du im Paradaas / ich wollt ich härr (hätte) e Schimmel un du e K. voll Laas (Läuse) [ KL-Siegb]. — c. Der Kopf als pars pro toto. Zs.: PfWB Bankerts-, PfWB Barras-, PfWB Pferds- 2, PfWB Pfetz-, PfWB Pfeifen- 2, PfWB Platsch- 2, PfWB Platt- 1b, PfWB Blau-, PfWB Blech-, PfWB Blutt- 1b, PfWB Brause-, PfWB Brutz- 2, PfWB Brummel-, PfWB Brumms-, PfWB Pulver-, PfWB Buttermilch-, PfWB Teufels-, PfWB Dick- 2, PfWB Toll-, PfWB Dös-, PfWB Dreck- 2, PfWB Dumm-, PfWB Turmel-, PfWB Dusel-, PfWB Eier- 2, PfWB Enten-, PfWB Erbsen- 2, PfWB Esels-, PfWB Fackel- 2, PfWB Fasel-2, PfWB Faxen-, PfWB Flacker-, PfWB Flatter-, PfWB Franzosen- 1, PfWB Freß- 2, PfWB Geiz-, PfWB Glatz- 2, PfWB Grind- 2, PfWB Groß-, PfWB Grün- 2a, PfWB Hammels-, PfWB Hitz(e)-, PfWB Hoden- 2, PfWB Hohl-, PfWB Holz- 2, PfWB Horn-, PfWB Hunds- 1b, PfWB Kalbs- 2, PfWB Kamels-, PfWB Käse-, Kästen-, Kaul(en)- 2, PfWB Kinds-, PfWB Klöß- 2, PfWB Knärbel-, PfWB Knorzel-, PfWB Kommiß-, PfWB Krangel-, PfWB Kratz-, PfWB Kreuz-, PfWB Krotten-, PfWB Kruddel-, Launen-, PfWB Laus-, PfWB Männchens-, PfWB Mollen-, PfWB Muff-, PfWB Muffel-, PfWB Murr-, PfWB Mus-, PfWB Mutz-, PfWB Narren-, PfWB Quassel-, PfWB Quatsch-, Rage-, PfWB Rappel-, PfWB Ratten-, PfWB Rotz-, Rund-, PfWB Sau-, PfWB Sauermilch-, PfWB Sauf-, Schaf-, PfWB Schikanen-, PfWB Schlaf-, PfWB Schlapp-, PfWB Schlau-, PfWB Schmalz-, PfWB Schoren-, PfWB Schwach-, PfWB Schweins-, PfWB Sellerie-, PfWB Stachel-, PfWB Stier-, PfWB Stroh-, PfWB Stieben-, PfWB Uz-, PfWB Wackel-, PfWB Weiß-, PfWB Wirr-, Wirsing(s)-, Zickels-, PfWB Zwatter-, PfWB Zwatzer-, Zyriakuskopf. E verbrillter K., von jemandem, der viel weint [ ZW-Gr'bundb]. RA.: Uf de K. hunnert 'ganz genau hundert' [ KU-Kaulb Kreimb]. Um dem sein K. is schad 'Es ist schade um ihn' [ NW-Elmst]. Er hot kän Dach mehr iwwer'm K. 'Er ist verarmt' [ LU-Opp]. Die sin ään K. un ään Arsch 'Sie denken, handeln wie eine Person, sind immer einer Meinung' [PS-Glashütte, verbr., auch Gal-Dornf]. SprW.: Veel Kepp, veel Sinn 'Viele Personen, viele Ansichten' [LU-Limbghf, verbr., auch Gal Buch Miller Pennsylv. German 1911]. Mer kann net alle Kepp unner een Hut bringe [Krieger 30]. — 2. Der Kopf als Sitz geistiger Fähigkeiten. a. Intelligenz, Denkvermögen, Gedächtnis. Zs.: PfWB Schlaukopf. Der Gescheite, Begabte hats im K. [KU-Obw/Tiefb, verbr.], hot eppes im K. [NW-Kallstdt, [Bd. 4, Sp. 460] verbr.], hat Gritz im K. [Krieger 20], isch net letz 'verkehrt' im K. [SOPf], is (harr) e gurre (guten) K. [ WD-Niedkch, mancherorts], hot e uffene K. [ Gal-Dornf], harr e helle K. [HB-Breitft, verbr.]. Dann Pälzer Leit sin hell im K. [Krieger 4]. RA.: Demm sei kleener Finger is gescheider wie annere Leit ehr K. [Buch-Illisch, verbr. Don Gal]. Der esch nit uf de K. gfalle [ LA-Herxh, allg.]. Der Hochmitige hot Gritz im K. wie halwe Ebbel [BZ-Steinf (Wilde 8)]. Wer über etwas nachdenkt, läßt sich etwas durch de K. geh [PS-Lu'wink, verbr.], hat de K. voll [ GH-Schwegh, KU-Kaulb]. Angestrengtes Nachdenken: de K. verbreche [KL-Enkb, verbr.], sich de K. verreiße [RO-Lettw, verbr.]. Mer muß aach mit'm K. schaffe 'Man muß bei der Arbeit auch denken' [ NW-Geinsh Gal-Dornf], de K. basamme han 'konzentriert sein' [ PS-Lu'wink]. Im K. hätt er's noch, von jemandem, der sonst nichts mehr leisten kann [ NW-Geinsh]. Im K. han ichs, ich brings nor net an die Wand, von einem angehenden Malergehilfen [Krieger 50]. Das schlaa der nore aus'm K.! [KU-Kaulb, verbr.]. Ich weeß nimmi, wu mer de K. steht 'Ich kann keinen klaren Gedanken fassen' [BZ-Nd'horb, verbr.]. Er hot de K. verlore 'Er kann nicht mehr klar denken' [NW-Kallstdt, verbr.]. Das Märe (Mädchen) hot'm ganz de K. verdreht [ RO-Obd Lettw]. In meim K. geht alles drunner un driwwer [Kus]. Bei dem gehts dorchnanner im K. wie Kraut un Riwe 'Er ist unklar in seiner Denk- und Ausdrucksweise' [HB-Kirrbg, verbr.]. 's geht mer als (eppes) im K. erum 'Ein Gedanke beschäftigt mich' [KL-Stelzbg, verbr.]. 's geht mer net aus'm K., dass. [LU-Alsh/Gr, verbr.]. Von jemandem, der ein gutes Gedächtnis, Lernvermögen hat, sagt man: Er hot en behaltsame K. [ RO-Semb], hot alles im K. [ LA-Gommh]. Im K. lerne 'auswendig lernen' [ PS-Fehrb]; im K. hawwe 'sich etwas (auswendig Gelerntes) merken' [ LU-Friesh]. SprW.: E heller K. is bares Geld [Krieger 28]. Aus'm K. aus'm Sinn [ebd.]. Was mer net im K. hot, muß mer in de Fiß (Fieß, Bään) hawwe [GH-Schwegh, verbr., auch Don Gal Buch Horne Penns 98]. Volksgl.: En Mittwochskind hat ken guder K. fer lerne [Fogel Beliefs Penns Nr. 14]. — b. Dummheit, geistige Störung, Verwirrung. Zs.: PfWB Boll-, PfWB Toll-, PfWB Dös-, PfWB Dumm-, PfWB Esels-, PfWB Gips-, PfWB Hohl-, PfWB Holz- 2, PfWB Kamels-, PfWB Katzen- 1b, PfWB Kinds-, PfWB Narren-, Schaf-, PfWB Schwach-, PfWB Stroh-, PfWB Wasser-, PfWB Wirrkopf. RA.: Der Begriffsstutzige, Dumme hat e schwache K. [ KU-Kaulb], keen K. [ LA-Herxh], kän K. un kän Hern (Hirn) [ HB-Breitft], ken K. un ken Sinn [ LA-Herxh], nix em K. [ebd.], Stroh im K. [Krieger 35], e Brett vor'm K. [KU-W'mohr, verbr.]. Dem Dummen will nix in de K. enin (hinein) [Kus], geht nix in de K. [BZ-Dernb, verbr.]. Er bringt nix in de K. [KU-Schmittw/O, verbr.]. Mer mäint, der wär [Bd. 4, Sp. 461] uf de K. gefall 'Er verhält sich begriffsstutzig' [ebd.]. Der Gedankenlose hot gar ken K. [ NW-Geinsh]. Vom Verrückten sagt man: Er har e Käwer im K. [LA-Ilbh, verbr.], hat e Bobe 'Käfer' im K. [ IB-Reinh], hat e Worm im K. [ KU-Friedhs], hat e Sparre im K. [ ZW-Schmitshs], hat e Spang im K. [ HB-Schwarzb], hot im K. zwelf Stihlcher un dreizeh Männercher; das aan bohrt immer, weils net sitze kann [ KB-Zell], hot Wasser im K. [ KL-Reichb]. 's hat'm en de K. geräänt (geregnet) [ WD-Niedkch]. Weitere RA. für 'Er ist verrückt': Dem rappelts im K. [ KU-A'glan]. Er is uf de K. gefall [KL-Enkb, verbr.]. 's is eppes im K. nit sauwer [Kus]. Er hat de Rappel im K. [ KU-Wolfst]. 's fehlt'm im K. [ KL-H'spey, mancherorts]. Der is nit richdisch im K. [LU-Altr, verbr.], net klor im K. [NW-Haßl, verbr.], net hell im K. [ZW-A'hornb, verbr.]. SprW.: Wann eener närrisch (verrickt) werd, fangt er im K. an [Kus, verbr.]. VR.: Lange Hoor un korzer Sinn, dicker K. un wenich drin [ LU-Neuhf]. — c. Starrsinn, verstiegene Pläne. Zs.: PfWB Bocks-, PfWB Brutz- 1, PfWB Dachs- 2 a, PfWB Tetes-, PfWB Dick- 2, PfWB Trotz- 1, PfWB Farrens-, PfWB Viernzel- 2, PfWB Hart-, PfWB Hochmuts-, PfWB Knall-, PfWB Knorzel-, PfWB Most-, PfWB Mutz-, PfWB Naupen-, PfWB Ochsen-, PfWB Quer-, PfWB Rappel-, PfWB Starr-, PfWB Stieben-, Storr(en)-, PfWB Stoß-, PfWB Strack-, PfWB Stur-, PfWB Stütz-, PfWB Wirr-, PfWB Zwerch-, Zworkopf. RA.: Der Eigensinnige, Eigenwillige, Unnachgiebige esch (immer) seins Kopps [BZ-Dernb, verbr., auch Don Gal Buch-Illisch Satulmare Heeger Kerwe 33 Schandein Ged. 155]. Er is seines Kopps wie der Gääßehert (Sauhert) vun Lannstuhl (wie de Lannstuhler Gääßehert) [KU-Ulm Wolfst Schandein Sprachsch. Hebel 22]. Er is seins Kopps wie der Batscher Bäck [Don-Schowe (Steinmetz)]. Die Eigensinnige horr (hat) ehre K. [RO-Dielkch, verbr.], hot ihre äjene K. [ LU-Opp], e harte, dicke K. [ KU-Kaulb]. Die hot ehr K. wie em Feikert sein Gääß [ RO-Dielkch]. Der Starrköpfige will m'em K. durch d' Wand (renne) [LA-Herxh, verbr.], setzt sein K. dorch [FR-Bockh, verbr.], hot sich eppes in de K. gesetzt [ KU-Schmittw/O]. Wie alles seim K. nohgang eß, do war's 'm gebroot 'Nachdem es nach seinem Willen ging, war es ihm recht' [ WD-Niedkch]. Do werd nix draus, un wann de dich uf de K. stellscht [RO-Semb Feierowend 5/1953 Nr. 24]. Jemand, der trotzt, macht e K. PS-Burgalb, verbr.], e krumme K. [ KU-Schmittw/O], setzt de (sei) K. uf [LA-Herxh, verbr., auch Gal]. Kindergebet: Lieber Herrgott, brech mei Köppel, sunscht werr ich 'n armes Tröppel [Schandein Bav. IV, 2 351]. Wer eigenwillige, nichtsnutzige, überhebliche Pläne hegt, hat (große) Roseine (Rosinen) im K. [ NW-Hardbg, mancherorts], Knepp im K. [ KU-Schmittw/O], Bosse im K. [FR-Bockh, verbr.], große Stange im K., oft mit dem Nachsatz: awwer kan Wärscht far dran [ KU-Obw/Tiefb [Bd. 4, Sp. 462] BZ-Dernb], hat e Forz im K. [Pirmas]. 's erem in de K. gestee 'Es ist ihm in den K. gestiegen', d. h. 'Er ist überheblich' [KU-Kaulb, verbr.]. Die laaft aa mehn (mehr) uf'm K. wie uf de Fiß 'Sie ist eingebildet' [ RO-Semb, mancherorts]. Er hot veel em K. un nix em Sack 'Er ist arm aber eingebildet' [ LA-Herxh]. a. 1617: Der Reitknecht Grissinger ist wieder angenohmen worden, und weil er etwaß vertrossen war und deswegen nicht jedesmahl uff ein oder andern Befehl des Herrn Bürgermeister gehorsam, sondern seines Kopfes ist, soll er sich dessen hinfüro enthalten [Küchler 109]. — 3. übertr., 'oberster, erhöhter, vorderer Teil'. a. im Gelände. Zs.: PfWB Acker-, PfWB Esch-, PfWB Eulen- 2, PfWB Franzosen- 2, Geiß- 2, PfWB Hagen-, PfWB Harz-, PfWB Heide-, PfWB Höllen-, PfWB Hunds- 3, PfWB Jakobs-, PfWB Kiefern-, PfWB Kuh- 2, PfWB Mühl-, PfWB Nonnen-, PfWB Olig-, PfWB Osel-, PfWB Rosen-, PfWB Roten-, Schanz-, PfWB Schinder-, PfWB Schlicht-, PfWB Schwamm-, PfWB Silber-, PfWB Sonnen-, PfWB Stein-, PfWB Wacken-, PfWB Wald-, PfWB Wolfskopf. Kopp, Keppche 'Hügel, Anhöhe, Gipfel eines Berges' [verbr., PfId. 78]. Do muß mer so e Keppche enuf [ HB-Breitft]; uf'm K. drowe 'auf dem Berggipfel' [ HB-Breitft]. Denken emol hin, wie eich d'r owwe uff de Kobb (Gipfel des Steinernen Mannes) kumm, schteht d'r uff emol eener vor m'r! [Feierowend 1953, Nr. 47, 2]. Auch als FlN in der Pfalz weit verbr., z. B.: Rorer (roter) Kopp [ RO-Nd'mosch], Am Hooche K. [ PS-Lembg], Hunsbrunner K. [ KL-Fischb], Steene Keppl [ BZ-Nd'horb], Hasler Keppche [ ZW-Marthh]. — b. an Pflanzen. α. 'Kohl-, Salatkopf'; e K. Salat (Kraut) [KU-Bedb, verbr.]; vgl. PfWB Kopfsalat. Zs.: PfWB Trotz- 2, PfWB Kappes-, PfWB Kohl-, Kohlrabi-, PfWB Kraut-, PfWB Salat-, PfWB Weißkraut-, PfWB Wirsing(s)kopf. Rätsel: Wer hot sein Herz im K.? Antwort: 's Krauthaapt [ RO-Lohnsf]. — β. 'Blütenstand der Tabakspflanze'. Der Duwak geht in die Kepp 'das Schießen der Tabakspflanze' [ SP-W'see LA-Gommh GH-Otth]; vgl. PfWB Kopfblatt. — γ. 'Blütenkopf allg.' [verbr.]. Zs.: PfWB Distelkopf. — δ. 'abgeschlagene Granne des Getreides', Pl. Kepp [ KU-Godhs]. — ε. 'die runden Samenbehälter der Zwiebel und des Schnittlauchs', Dim. Pl. Keppelcher [ NW-Geinsh]. Zs.: Knoblauch-, PfWB Zwiebelkopf. — ζ. vgl. Magsamenkopf. — η. ' Teil der Kartoffel, der die zur Fortpflanzung nötigen meisten Keimaugen aufweist' [ KU-A'glan]. — θ. 'Austriebsstelle des Rebstocks, dicker Teil des Rebstocks direkt über dem Boden' [ NW-Kallstdt LU-Fußgh]; vgl. PfWB Kopfschnitt. Zs.: PfWB Knorbel-, PfWB Rebenhäsels-, PfWB Rebenkopf. — ι. vgl. PfWB Platt- 4, PfWB Brems-, PfWB Rüben-, PfWB Rummelnkopf. — κ. K. als Grundwort in den Pflanzenbezeichnungen: Pfaffen- 1 u. 2, PfWB Bluts-, PfWB Blutt- 2, PfWB Teufels- 2, PfWB Dick- II2c, PfWB Dickwurzel- 2, PfWB Grind- 3 d, Kaiser-, Natter-, Schellen-, Schoren-, Sitz-, Studenten-, [Bd. 4, Sp. 463] Stutzenkopf. — c. als Grundwort in den Tierbezeichnungen: Dick- II2a u. b, Gauls- 2 a — c, Grün- 1, Kaul(en)- 1, PfWB Mollen-, PfWB Schlapp-, PfWB Schröpfkopf; PfWB Pauschköpfchen. — d. Kopfförmiges, auch an Sachen und Geräten. α. 'Kopf an der Stecknadel, am Nagel usw.' [allg.]. Zs.: PfWB Nadel-, PfWB Nagel-, PfWB Schrauben-, PfWB Schuhnagels-, PfWB Spellen-, PfWB Spengels-, PfWB Stecknadelskopf. RA.: Er hot de Naal uf de K. getroff [verbr.]. Rätsel vom Schuhnagel: Wer geht uf'm K. die Stee (Stiege) enuf? [KU-Kaulb, verbr., Horne Penns 105]. — β. 'Streichholzkopf' [verbr.]. — γ. 'Brause an der Gießkanne' [mancherorts]; vgl. PfWB Kopfschnauze. Zs.: PfWB Gießkannen-, PfWB Spritzkopf. — δ. 'vorderer, durch Einkerbung entstandener Teil des Stammes, der über den hochgeladenen Erntewagen gelegt wird'; K. am Wiesbaam [ ZW-Gr'bundb, mancherorts]. Zs.: PfWB Wiesbaumkopf. — ε. 'Holzverdickung um die Radnabe, in der die Speichen sitzen' [Klein Wag. 109]. — ζ. 'vorderes Ende des Pflughauptes' [Klein Wag. 118]. — η. 'oberer Teil des Kummets' [ LU-Alsh/Gr]. — θ. 'Schlagfläche des Maurerhammers' [Krebs 16]. Syn. s. PfWB Ber2. — ι. 'stumpfes Ende der Axt' [ LU-Altr]; vgl. PfWB Axthaupt. — κ. 'das untere, dicke Ende einer Roggengarbe' [mancherorts], auch: 'eine Garbe Korn als Hut über neun Garben, die mit den Ähren nach oben aufgesetzt wird'; de K. uf'm Kornkaschde [ ZW-Gr'bundb]; vgl. PfWB Hut 2 a. — λ. 'der obere Teil der Wingertsstiefel (im Kammertbau)' [ LA-Nußd]. — μ. 'aus einer ausgehöhlten Rübe oder einem Kürbis hergestellter Totenkopf, von innen mit einer Kerze erleuchtet' [ PS-Nd'simt]. Zs.: PfWB Katzen- 2 b, PfWB Kürbis-, PfWB Rummelnkopf. — ν. 'Brotanschnitt'; 's Keppel [ LA-Siebdg]. Syn. s. PfWB Knorzen 3 b, K. 247. — ξ. 'Zehenspitzen', Pl. Keppche [ZW-Stamb]. — ο. 'das spitze Ende des Eies' [ LU-Opp]. — π. 'der kleinste Klicker', Dim. Keppl [ LA-Mart]; vgl. Dickkopf II2 d. Syn. s. PfWB Schießklicker. — ρ. K. un Arsch 'dünnes und dickes Ende des Baumstammes' [ KL-Fischb]. — σ. Koppe un Minz 'Bildseite und Seite mit Wertangabe einer Münze (beim Spiel)' [ Gal-Dornf Josbg]; vgl. PfWB Heidenkopf 2. — τ. 'Briefmarke', Köpel [PfId. 78]. Zs.: PfWB Briefköpflein. — υ. zu Kopp sitze 'an der Spitze der Tafel sitzen' [ NW-Geinsh]. Er stellt alles uf de K. 'bringt alles durcheinander' [LA-Herxh, verbr.]. Auch abstrakt: Des hot (kän) K. un (kä) Arsch 'Das hat (kein) Vorne und (kein) Hinten, das hat (nicht) Hand und Fuß' [BZ-Dierb, verbr., Don-Alexhs]. Das hot K. un Ohre 'Das ist in Ordnung' [ KU-Kaulb Schmittw/O]. — φ. vgl. die Zs.: PfWB Anrauch- 1, PfWB Pfeifen- 2, Press-, Tanz(el)-, PfWB Flaschen-, PfWB Grind- 3 b c e, Grün- 2 b, PfWB Holz- 1, PfWB Hunds- 2, PfWB Klarinetten-, PfWB Meerschaum-, PfWB Mohren-, PfWB Rechen-, Schaf-, Schneidbank-, PfWB Schnitzelbank-, [Bd. 4, Sp. 464] PfWB Schröpf-, PfWB Schwanenhals-, PfWB Spinnkopf. — II. Gefäß. 1. 'kleine, meist henkellose Obertasse' (mit Henkel meist Kumpfchen), nur Dim. Keppche [mancherorts NPf nördl. VPf KL-Fischb PfId. 74], Koppche [KU-Adb FR-Lambsh NW-Weish/S PennsDeitschEck 22. 3. 1941 Buffington Penns Var. 241/62 PSA K. 75], Keppl [SOPf (Heeger Nachl.)]; zur Verbr. vgl. K. Kumpfchen. Zs.: Tassen-, Henkels-, PfWB Kaffeeköpfchen. E Keppche Kaffee 'eine Tasse Kaffee' [ NW-Kallstdt]. Ich trink noch e K. [ KU-A'glan]. a. 1537: Ein klein verguld köpflin [Spey-TreudInv. 1 A 800]. a. 1547: ein vergults silbern Köpfchen [Inventar im Klosterhof v. 30. 7. (Kaislt)]. — 2. 'Gefäß, Trinkgefäß', Kopp [ KU-Schmittw/O NW-Erph]. a. 1507: Am andern haben sie ein vergulten kopf dem ornat gesetzt uberantwort [Krebs Prot Domk Nr. 2523]- a. 1525: item 9 gedeckter Kopf, sylbern und vergult und 2 klein gedeckt Becher [Inventar v. 15. 10. (WD-Werschw)]. — Zum Verhältnis von Kopf 'Körperteil' und Kopf 'Trinkgefäß' vgl. Kluge-Mitzka20 412, DWB DWb. V 1744 u. DWB 1747, R. Hildebrandt Ton und Topf. In: Deutsche Wortforschung in europ. Bezügen 3. Gießen 1963, S. 297-441. — Südhess. III 1649 ff.; RhWB Rhein. IV 1206 ff.; Lothr. 303/04; ElsWB Els. I 458 ff.
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