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| PfWB hin-tragen (Bd. 3, Sp. 1067) | PfWB Pinsel (Bd. 1, Sp. 923) | |||||||||||||||||||||||||||
| 1. wie schd., Bensel (bęnsəl, bęnzəl) [fast allg., auch Penns Don Gal Buch], Binsel [ KU-Altkch Brück HB-Bliesdlh GH-Leimh], Pinsel [ ZW-Battw Hengstb RO-Dielkch KB-Mauchh LU-Limbghf], Banzel (bandsəl) [ RO-Rehbn]. Zs.: PfWB Bräun-, Tüncher-, PfWB Kuchen-, PfWB Küchen-, PfWB Maler-, PfWB Rasier-, PfWB Weihwasserpinsel. Neckspiel: Nach dem Genuß einer saftigen Birne verbleibt einem der Stiel mit den daranhängenden Fasern aus dem Innern der Birne. Kinder verstecken den Birnenstiel in der Hand und fragen andere: Wääsch du, wo de Dinjer (Tüncher) wohnt? Ahnungslose Kinder antworten dann mit Ja. Daraufhin bekommen sie den Birnenstiel in die Hand gedrückt mit der Aufforderung: Dann traa emol de Bensel hie (zum Tüncher) [Kaislt]. — 2. a. 'Haarbüschel am Schwanz des Rindviehs' [verbr., bes. WPf]. Zs.: PfWB Kuh-, PfWB Schwanzpinsel. RA. (übertr. auf den Menschen): Er hat de Bensel gestellt 'Er ist eiligst davon' [Zweibr ZW-Bottb]; s. auch 4. — b. 'Hasenschwanz' [ FR-Maxd]. — c. 'Fühler des Maikäfers' [ ZW-Battw]. — d. 'Geschlechtsteil [Bd. 1, Sp. 924] des Ochsen' [ KU-Obw/Tiefb Mühlb ZW-L'wied RO-Gonb KL-Mehlb BZ-Albw Mühlhf]; Syn. s. PfWB Rute; 'Geschlechtsteil des Jagdhundes' [ RO-Dielkch]. — 3. 'Tüncher', scherzh., Bensel [ NW-Iggb]. — 4. 'hochmütiger Mensch'. So e Pinsel! [ PS-Heltbg]. Der hot's grad noch neetig, der hochmietig Bensel [Glückstein 33]. Der stellt de Bensel 'zeigt seinen Hochmut' [ HB-Einöd KL-U'sulzb KB-Kerzh]; vgl. PfWB Krattel. Zs.: PfWB Einfalts-, PfWB Hochmuts-, PfWB Staatspinsel. — Südhess. I 858; RhWB Rhein. VI 863; Bad. I 232.
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